Publié le 4 Août 2010

 

Metall und Stein treffen auf Holz. In der aktuellen Ausstellung im Musée Zadkine. In dem ehemaligen Haus und Atelier des russischen Bildhauers Ossip Zadkine.

DSC08155Zadkine kam 1909 nach Paris und fand fast 20 Jahre später im 6e Arrondissement, Rue d’Assas, seine Wirkstätte, über die er an einen Freund schrieb: „Viens voir ma folie, et tu comprendras combien la vie d’un homme peut être changée à cause d’un pigeonnier, à cause d’un arbre“ – „Komm und schau dir meine Narretei an, und du wirst verstehen wie sehr sich das Leben eines Menschen ändern kann aufgrund eines Taubenschlages, aufgrund eines Baums“.  Ist das nicht schön?

1982 wurde auf dem Grundstück das Pariser Museum Zadkine eröffnet mit Werken aus seiner kubistischen bis abstrakten Schaffensphase. Ein anderes Museum gibt es in südlicheren Teilen Frankreichs.

Schon im Garten war ich von den Werken gebannt.

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Torse de la Ville détruite (Rotterdam)

DSC08168Hermaphrodite

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Rebecca ou La Grande Porteuse de l'Eau

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La Forêt Humaine.

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Arlequin Hurlant


Neben der Dauerausstellung sind Werke des Mitte der 80 er Jahre von China nach Frankreich emigrierten Künstlers Wang Keping „La Chair de la Forêt“ zu sehen. Die kurzzeitige relative Öffnung Chinas in den 70er Jahren wurde wieder zurückgenommen, Kepings künstlerische und letztendlich auch regimekritische Arbeit verunmöglicht. Sein Hauptarbeitsmaterial Holz bearbeitet er so, dass die Struktur der Bäume noch deutlich erkennbar bleibt - Kernholz, Splintholz, tlw. Borke, sind doch die Werke zumeist aus Scheiben von Baumstämmen gefertigt.

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Die Titel wie Frau, Frau mit Kind, Paar unterstreichen die runden, Wärme ausstrahlenden Holzskulpturen.

Ich kann nur jedem Parisbesucher das Musée Zadkine ans Herz legen.

Der Museumsbesuch hat mich inspiriert, die umliegenden Quartiere und Jardin de Luxembourg, wo ich ja schon ewig nicht mehr gewesen war, zu erkunden.

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DSC08156Botanischer Garten der Universität

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Vietnams UNESCO Sitz in Paris

DSC08215DSC08212Das Archäologische Universitätsinstitut

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L'Hôtel de l'Avenir

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École Coloniale - seit 1934 École Nationale de La France d'Outre-Mer


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L'Effort (Pierre Roche)

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Der Petanque Platz ist ein bisserl verwaist - es ist ja auch August und Urlaubszeit

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Lecker Käse-Galette von einer Wirtin aus der Normandie hab ich hier gegessen - und hab nutella nutella sein lassen.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 1 Août 2010

 

 

 

 

 

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Nicht die Sommeroper in Mosset, heuer steht Romeo und Julia auf dem Programm, sondern die Ashtanga-Yogawoche von Didier lockte mich in diesen wunderschönen Teil Frankreichs. Im Chataîgnier – nomen est omen, es stehen auf dem Grundsstück allerhand Edelkastanienbäume – haben sich Théophile, Joel, Francesco und ich zum „Trainingslager“ zusammengefunden.

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Théo und Joel waren sogar per Rad aus Toulouse gekommen – Joel hat dort seine Aufnahmeprüfung für eine Tanzausbildung absolviert und bestanden, und sich dann mit Théo auf den Drahtesel geschwungen. Francesco und ich hatten es kommoter – wir trafen uns in Perpignan im Zug Richtung Prades, wo uns Didier und die beiden Jungs abholten. Per Auto ging es dann nach Mosset.

Schnell das Zelt noch bei allerletztem Tageslicht aufgebaut, den hungrigen Magen gefüllt, und ab in den Schlafsack.

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Am nächsten Tag hieß es um 8h auf die Yogamatte für die 3 stündige Morgensession. Im Laufe der Woche rückte der Beginn sukzessive auf 7h, und weils irgendwann abkühlte, nachdem eine unglaubliche eindrucksvolle Wahnsinns Gewitterfront über die Pyrenäen gezogen war, wurde dann wieder eher gegen 8h begonnen.

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Dass ich, die ich normalerwese noch nicht mal die Lider halb offen schon ans Frühstück denke nur mit Chai im Bauch 3 Stunden ohne Futter aushalte, und mich auch noch dynamischen Hüpfereien und dann Verrenkungen hingebe, ist eine ganz neue Erfahrung.

Nach der Morgensession gab es – oh Freude - mal ein paar Früchte und Tee oder sonst eine Kleinigkeit zu futtern. Denn es musste Platz bleiben für die genialen vegetarischen Didier'schen Kreationen, die dann so mehr oder weniger um 13h gar waren.

Bis dahin flätzten wir Yogaschüler herum, hingen in den Matten, gingen unter die Cascade duschen, lasen, dösten, spielten Mundharmonike.

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Bis dann irgendwann „dans 5 minutes à table“ ertönte und Bewegung in die entspannten und hungrigen Leiber kam. Noch schnell aufgedeckt, was zum Trinken hingestellt, Dider bei den letzten Handgriffen geholfen… Damit das ganze noch lustiger wird haben wir zumeist ohne Besteck gegessen und das Essen mit einem Ritual, das nicht ohne „Om“ auskommt, begrüßt, ehe wir es uns einverleibten.

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Der Nachmittag wurde mit Ausruhen oder Wandern oder je nach Lust und Laune verbracht. Einmal fuhren wir nach Prades, einem recht großen Ort mit sämtlicher Infrastruktur, die es so braucht.

DSC08061DSC08062Dann führte unser Ausflug weiter zum Canigou, dem so genannten Fujijama Kataloniens, ca 2.800 m hoch, und abschließend nach Olette, um uns in einer heißen Schwefelquelle im Wald zu entspannen.

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Das Trinkwasser holten wir ab und an von einer Quelle, etwas mehr als eine Stunde Fußmarsch auf dem Berg von Mosset entfernt.

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Dort oben wohnt Kathi, eine Pariserin aus gehobener Gastronomiedynastie, die vor 25 Jahren drauf gepfiffen hat und ihre Tierliebe unter dem Motte Rettet die Tiere vor dem Schlachthof auslebt. Rund 40 Pferde, 5 Hunde, Ziegen (Ficelle ist ihr jüngster Zuwachs – die Ziege war in einer Wohnung gehalten worde, bis sich das als zunehmend schwierig erwiesen hatte), Schafe, Kühe, Katzen, Hühner gibt es auf ihrem Grundstück – das allerdings nicht ihr gehört. Die Dame hat Charakter, aber löst auch ein wenig Besorgnis aus. Denn sie ist Mitte 50, ohne rechtes Einkommen, allein in den Bergen, und das setzt ihr vor allem in den sicher nicht unlangen Wintern mitunter zu. Aber als wir ihr begegneten, wirkte sie fidel, obwohl ihr Freund gerade einer schweren Erkrankung erlegen war. Er wohnte übrigens nicht auf der Höh mit ihr. Das war mehr eine Talliebe, man munkelt eine Trinkbarliebe. Tja, vor Klatsch und Tratsch ist man selbst auf 1300 m nicht gefeit, und man pflegt auch die Fehde mit dem spanischstämmigen Nachbarn, der irgendwo hinter dem nächsten Hügel auch allein haust, beispielsweise wegen eines Rindviehs, das nicht willkommen war, obwohl es so gern rüber zu den anderen gegangen wär.

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Aber flott musste man wieder absteigen nach Mosset, denn um 18h stand die Abendyogasession, diesmal Hatha, auf dem Programm. Die Zeit bis zum Abendessen wurde dann wieder je nach Lust und Laune verbracht. Wer noch nicht geduscht hatte aktivierte die Kaskade. Dazu eine Erklärung: Auf dem Grundstück gibt es kein wirkliches Fließwasser. Für die Küche wird etwas Quellwasser gesammelt. WC ist eben ein Trocken WC. Und die Dusche ist entweder eine Solardusche, wer den Plastiksack mit Wasser füllen mag und in der Sonne Warmwasser erzeugen will. Oder die Cascade. Ein gefasstes Kanälchen fließt durch Didiers Grundstück. Mit einem Schieber kann man regeln, ob das Wasser normal seinen Lauf nimmt oder eben in Form eines Wasserschwalls über einen Abbruch von etwa zweieinhalb Meter zur Dusche wird. Frisch war’s! Francesco und ich waren eifrige Benutzer, Francesco merkte trocken an: bei so einer Yogawoche gehört das zur Reinigung dazu.

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Als ich mich nach einer Woche wieder im Spiegel sah war ich überrascht, dass da an Stellen, wo vorher keine Muskel waren, plötzlich solche zu sehen waren. War einfach spitze, Yogaworkout, mit der Seele baumeln, wandern, entspannen, Natur pur. War sehr nach meinem Geschmack! Und ist so hoffe ich ein nachhaltiger Beitrag dazu meine lästigen Wutausbrüche in den Zaum zu bekommen.

OM SHANTI SHANTI SHANTI OM

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 1 Août 2010

 5 Stunden Zugfahrt im TGV durch allerhand sehenswerte Landschaften Frankreichs bringt die urlaubshungrige Städterin in den sonnigen Süden. Besonders  ab Montpellier wird es spannend, denn da ist das Meer ganz nah und mitunter schaut man links aus dem Zugfenster – Wasser – schaut man rechts aus dem Zugfenster – Wasser. Man hat teilweise den Eindruck durch das Meer und die Salzlacken zu fahren.

Um die Mittagszeit an einem wunderbaren Julitag in Perpinyà – besser bekannt unter dem Namen Perpignan - ankommen, mit Gepäck als wollte ich umgehend ins Département Pyrénées-Orientales umziehen, treibt den Schweiß auf die Körperoberfläche.

Abkühlung bringt die Dusche im Hotel, für einen Ausflug ans Meer wären etwas mehr Zeit und Organisation notwendig.  Denn der Aufenthalt in Perpignan selber ist ein kurzer, und so erkundete ich stante pede die Stadt, die ja etliches zu bieten hat.

Mein Hotel war nahe Le Castillet, der Bau ist dem guten alten Vauban zu verdanken, dessen Festungsmauern ja beispielsweise auf Île de Ré schon beeindruckt haben. In der Gegend an der spanischen Grenze hat er sich so richtig ausgelebt – so auch in Villefranche, um ein weiteres Beispiel zu nennen.

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Perpignan war Hauptstadt des Königreichs Mallorca Ende 13. Anfang 14. Jahrhundert. Eine sehr florierende Epoche für Perpignan. Der Palast auf einer Anhöhe von Perpignan errichtet erlaubt Ausblick Richtung Meer und Pyrenäen und auf die Stadt. Trotz Renovierungsarbeiten bekommt man einen Einblick auf den ehemaligen Glanz dieses Palastes und letztendlich auch Reiches.

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Generell gibt es wunderbare Architektur aus verschiedensten Epochen in Perpignan zu sehen  – seien es die für die Gegend typischen Fachwerkhäuser, Jugendstilbauten, Gebäude im Stil à la Loos, mittelalterliche Überbleibsel usw usf… Macht Spaß durch die Gässchen und Straßen zu flanieren.

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FNAC im „Aux Dames de la France“, auf den Grundmauern der ehemaligen Stadtmauer errichtet.

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Die drei Arme ragen aus dem Rathaus –repräsentierend die zur damaligen Zeit 3 wahlberechtigten Stände.

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Die Kathedrale Saint-Jean, dahinter Campo Santo.

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 Werke des Bildhauers Aristide Maillol gibt es in der Stadt zu sehen – etwa im Rathaus oder vor der Loge de la Mer.

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Als Zentrum der Welt hat übrigens Salvador Dali einst den Bahnhof von Perpignan bezeichnet.

Wirklich zum Zentrum der Welt wird Perpignan im September beim jährlich stattfindenden Internationalen Fotojournalistenfestival mit Ausstellungen, Wettbewerben, Seminaren. Würd mich sehr sehr interessieren!

Hotel Regina unmittelbar neben dem Café de Vienne hat mich sehr amüsiert. Hab ich etwa einen Standortwechsel vollzogen?

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Die Leut sind super nett und plaudrig und haben einen lustigen Akzent. Denn da schlägt das Katalanische durch. Man fühlt sich ja mehr katalanisch als Französisch oder Spanisch. Eigene Kultur, Sprache etc.

Eine gewisse Renitenz, wie sie den Bewohnern von Regionen, die nach Unabhängigkeit trachten, zu Eigen ist, spürt man in der Stadt. Ich hab einen Laden mit anarchistischer Literatur und entsprechender Fahne vor dem Geschäft entdeckt.

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Junge und weniger junge Leute, die durch ihr Äußeres Non-Konformität ausdrücken, ein interessanter  Spannungsbogen  inmitten des Ambientes eines properen Städtchens. Aufeinandertreffen tut all das beispielsweise auf der Place de la République.

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Darüberhinaus prägt Perpignan eine maghrebinisch, portugiesisch, spanische Bevölkerungsmischung. Viel Arabisch – man berichtete mir, dass sich vor allem Leute marokkanischen Ursprungs hier niedergelassen haben – ist zu hören und zu lesen und im Stadtleben zu spüren.

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Sonntag hab ich mir im Centre d’art contemporain- À cent mètres du centre du monde – die Ausstellung von Carlina Ferrer angesehen.

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Wow – war tief beeindruckt von ihren  Werken mit geometrisch ausgetüftelten Motiven in schwarz mit grün oder violett/rosa.

Carolina-FERRER-&-Expo-Collective

Ein kleiner Beitrag für M. H.

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Einer für Mme. M.

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Und das war dann schon der Vorgeschmack auf meine Weiterfahrt nach Mosset. Denn dort wartete auf mich eine Woche ohne nämlichen Komforts.

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Rédigé par Jutta

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