Publié le 14 Septembre 2025

Die inzwischen 28. Ausgabe des pariser Frauenlaufes "La Parisienne" hat heute stattgefunden.

Einem eher spontanen Entschluss folgende wollte ich nach mehr als 15 Jahren wieder einmal diese positive Energie, an die ich mich so gerne erinnere, einsaugen. Quasi untrainiert, und bis zuletzt zweifelnd, ob ich teilnehmen kann: ich habe mir Anfang September eine Zehe am linken Fuss verletzt, geprellt mit Bluterguss, laut Roentgen nicht gebrochen ausser einer kleinen Knochenabsplitterung an einem nicht blauen und nicht schmerzhaften Zeh daneben, und einer viral bedingten Hautausschlag. Gestern war alles so weit wieder im Lot, sodass ich beschloss, die 7 km entlang herrlicher Bauwerke wie Eiffelturm, Trocadero, Flamme der Freiheitsstatue, Grand Palais, Champs-Elysées, Concorde, die Seine, die Bruecke bei Bir-Hakeim zu laufen. Die Trommlergruppen und das Publikum entlang der Strecke liessen den Lauf kurzweilig erscheinen.

Super war's, die Stimmung war genial, das Wetter angenehm - das leichte Nieseln nach dem Zieleinlauf hat nicht lange angedauert - und das Laufen hat Spass gemacht. Viele waren kostuemiert entsprechend dem Thema WOW und Super Heroines. Koennte ich auch mal ueberlegen - vielleicht im kommenden Jahr? Und ein bissl mehr trainieren koennte ich bis dahin ebenfalls.

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Rédigé par Jutta

Publié dans #parisplages

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Publié le 31 Août 2025

Die Reiselust Richtung Norden ist eindeutiger Trend in diesem Sommer.

Gemeinsam mit Ghislaine ging es auf nach Helsinki und Turku, ein wenig Tourismus, ein wenig das Umland von Turku erkunden, und why butoh festival, das erste Butohfestival in Turku.

Finnland kommt mir nach diesen ersten Eindruecken anders als etwa Daenmark oder Schweden vor. Nicht nur wegen der tollen Saunakultur. Die unmittelbar bei Turku liegende, ueber eine Bruecke verbundene Insel Ruissalo, hat unter anderem eine mit Holz beheizte. Zum Abkuehlen geht man in den Bottnischen Meerbusen. Die Insel Ruissalo bietet schoene Wanderungen in den Waeldern, kann diversen kulturell interessante Spots erkunden. Die alten Markthallen in Helsinki und Turku, heute eher gastronomisch genutzt, sind ebenfalls eine Augenweide.

Gemeinsam haben sie unter anderem sehr freundliche und offene Menschen, schoene Architektur, einladende Bibliotheken. Man isst sehr gut nach unserer Erfahrung.

Die Marine ist in den Haefen praesent. Nachdem Finnland eine gemeinsame Grenze mit Russland hat, ist das schon noch einmal eine Stufe spannender, fand ich.

Das why butoh Festival mit den Workshops von Yuri Nagaoka und Seisaku und den Auftritten war genial! Im kommenden Jahr wird die zweite Ausgabe stattfinden.

In Turku hatte wir ein Holzhaus im Stadtteil Port Arthur gemietet - ein genialer Flecken.

Sobald sich die Gelegenheit bietet fahre ich jederzeit gerne wieder nach Finnland.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 17 Août 2025

Sonniger Sonntag, mit angenehm kuehlen Temperaturen in der Frueh haben mich animiert, ein wenig laufen zu gehen. Sollte das Tempo noch etwas reduzieren, nachdem ich ja sehr lange, seit Jahren kann ich sagen, schon nicht mehr laufen gegangen bin. Ich hatte einen Anlauf vor 3 oder 4 Jahren gemacht, mir dann gleich den Knoechel verstaucht, was zu Schiene und einer mehrwoechigen Pause gefuehrt hat. Danach habe ich nicht mehr wirklich hineingefunden.

Und heuer im Sommer hat mich die Lust erneut gepackt, ich hab mir andere Laufschuhe gekauft, und habe schon etliche Runden im Park gezogen.

Nach dem Fruehstueck habe ich noch einmal mein Glueck bei der Badestelle bei Grenelle versucht. Ich kam hin, keine Warteschlange, sondern direkt in den Badebereich. Kein Vergleich zu vorgestern am Nachmittag. Ich zog mich in der Umkleide um, verstaute meine Sachen in den bereitgestellten Kasteln, duschte, schnallte mir eine Boje um - jeder muss beim Schwimmen eine Boje tragen - und hopp, war ich drinnen in der Seine! ich war ueber die Wassertemperatur ueberrascht - rund um 23 Grad. Ich haette mir die Seinte kuehler vorgestellt. Ich war so aufgeregt, dass ich auf die Anzeigen gar nicht geachtet habe - es haette sicherlich Auskunft ueber die Wassertemperatur und die Wasserqualitaet gegeben.

Die Stroemung macht sich durchaus bemerkbar, ist jedoch nicht vergleichbar mit der Donau bei Emmersdorf. Stromaufwaertsschwimmen in der Seine ist ohne Problem moeglich.

Beim Eingang hatten sie gesagt, dass in etwa 20 Minuten die Schwimmzone evakuiert werden wuerde. Deshalb wollte ich so rasch als moeglich ins Wasser und habe mir nur oberflaechlich den Platz meines Kastls gemerkt, was mich kurz in Panik versetzt hatte, weil ich dort alle meine Sachen eingesperrt hatte. Letztendlich war die Panik unbegruendet.

Ich zog also die Laengen, bis uns die Badewascheln mit Trillerpfeifen aus dem Wasser gebeten haben. Sonnenbaden konnte man weiterhin. Sogar Sonnencremespender waren aufgestellt. Ich duschte, setzte mich ein wenig an den Rand des Schwimmbereiches, und beobachtete, wie die Eckbojen an der Absperrung des Badebereiches entfernt wurden. Keine Ahnung, weswegen.

Mein Eindruck ist, dass der Badeplatz gut organisiert ist und fuer Sicherheit, gute Abwicklung und Sauberkeit gesorgt wird. Es gibt Leute am Eingang, die Auskuenfte erteilen und die Taschen kontrollieren, etliche Badewascheln und Aufsichtler, einen Rotkreuz-Spot, die Umkleiden werden regelmaessig gewischt, der Zugang ist behindertengerecht, an die Regeln wird falls notwendig erinnert (nur im Badeanzug zum Schwimmbereich, eine Plattform in der Mitte des Schwimmbereiches darf nicht betreten werden, Boje tragen, duschen beispielsweise). Bei den Umkleiden sind Hinweise gegen Voyorismus und ungebuehrliches Verhalten angeschlagen, mit Hinweisen, wohin man sich wenden kann falls doch jemand starrt, filmt oder uebergriffig wird.

Die insgesamt drei Badestellen an der Seine sind uebrigens gratis nutzbar. Es gibt auch noch 8 weitere Badestellen, die Juli und August gratis genutzt werden koenne, davon eine am Canal Saint Martin und eine im Bassin de La Villette.

Dann machte ich mich wieder auf den Heimweg, vorbei an den Touristenmassen rund um den Eiffelturm. Bisher zeigen sich keine seltsamen Erscheinungen auf der Haut oder im Inneren des Koerpers. Ein wenig skeptisch bin ich wie man merkt. Zumal es einerseits die sichtbare Verschmutzung der Seine durch Plastikflaschen und anderes Treibgut, Fahrraeder, Roller und so weiter, aber auch die nicht mit freiem Auge feststellbare gibt. Den Kopf habe ich jedenfalls nicht ins Wasser gegeben. Augen, Mund und Nase kamen so nicht oder kaum mit dem Wasser in Beruehrung. Colibakterienwerte werden taeglich gemessen, auf das Ausmass an Blaualgen wird vermutlich auch ein Blick geworfen. Kopf aus dem Wasser fand ich jedenfalls besser und erlaubt den Blick auf den Eiffelturm und die Bruecke bei Bir Hakeim besser zu geniessen.

War auf alle Faelle ein super Erlebnis und quasi Wildbaden in der Seine ist ein Beitrag dazu, Paris lebenswerter zu machen.

 

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Rédigé par Jutta

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