Publié le 8 Septembre 2026

Tenri - Espace culturel Bertin Poirée hatte einen Jazzkonzertabend mit zwei Sets auf dem Programm. Maki Nakano (Metallklarinette und Altsaxophon) und Karsten Hochapfel (Cello) machten den Auftakt. Maki hat in ihrem Schaffen einen Eric Satie Schwerpunkt, dessen Kompositionen ich sehr mag.

Das Trio Kasokeki Toki mit Toru NIshijima (Kontrabass), Kanon Aonai (Saxophon) und Fumi Endo (Piano) gestaltete den zweiten Teil.

Eine absolute Entdeckung, beides, vor allem das Trio, das erstmals in Paris aufgetreten ist, und mir aus Japan sehr feine zeitgenoessische, experimentelle, von Jazz gepraegte Musik vor Ohren gefuehrt hat.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 8 Septembre 2026

Starkes Tanzstueck des Balletts aus Marseille. Keine leichte Kost, die sich mit den aktuellen Themen und Gesellschaft auseinandersetzt. War sehr genial und es hat sich ausgezahlt zwei Mal fuer einen Restplaetz im ausverkauften Théâtre de la Ville Schlange zu stehen. 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 8 Septembre 2026

Am 21. August war es wieder so weit, der Flieger CDG - Helsinki hatte Ghislaine und mich an Board!

Wir stiegen zwar im selben Hostel in der Naehe des Bahnhofs ab, erkundeten hingegen neue Stadtteile - Katajanokka, eine Halbinsel, auf der die Ouspenski Kathedrale steht und Luotsikatu sehr schoene Haeuser aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu bieten hat, und die herrliche Ausblicke auf die neue Fussgaenger, Fahrrad und Tramway Brueckenkette Kruunuvuorensilta sowie die Stadteile rund um Kruunuvuroenselkae bereithaelt. Das Licht am Ankunftstag war sehr schoen fuer diesen abendlichen Spaziergang, der uns bis zum Zoo fuehrte, und dann in den Stadtteil Kalasatama, wo wir uns in einem japanischen Lokal labten und dann per U-Bahn in unser Quartier zurueckkehrten. Tags darauf standen das olympische Stadion, eher zufaellig moechte ich sagen und nicht weniger eindrucksvoll - und in den Stadien und auf den Sportplaetzen rundherum war ein Fussbalturnier fuer Kinder und Jugendliche im Gange, das man im Vorbeigehen miterleben konnte - das Sibelius Monument in Toeoeloe, danach Einkehr im Café Regatta, Blick auf das Café Bertha (waeren wir nicht gerade im Regatta gewesen...), das Haus sowie das Atelier von Alvar Aalto - allerdings nur von aussen, denn die Besichtigungen waren ausgebucht - auf dem Programm. Es war Zeit fuer einen Blick auf Kabelfabriken - die Kabelfabrik, wo die Tero Saarinen Company ihr Studio hat, Tanz im Tanzhaus einen Schwerpunkt hat, Fotografie im finnischen Fotografiemuseum, zeitgenoessische Kunst insgesamt einen Platz gefunden haben. Der erste Eindruck sagt - da muss ich wieder hin und mehr Zeit einplanen. Denn wir mussten das Gepaeck aus dem Hostel holen und zum Zug nach Tampere. 

Tampere ist eher eine industriell gepraegte Stadt, mit anderem Charakter als Helsinki und Turku, an zwei Seen gelegen. Man kann in den Waeldern rund um Tampere Spaziergaenge unternehmen, die Saunahauptstadt und deren Saunen geniessen, die Backsteinhauskomplexe durchwandern, in denen heute Startups, Yoga, Kunst, Kultur, Museen, Kinos... eingezogen sind. Das Hafenbecken, der Huegel mit dem Museum Milavida uns zu einem Besuch der Ausstellung ueber Maennermode im Wandel der Zeit hinreissen hat lassen. In unserer Wohnung hatten wir eine Sauna. Wir suchten dennoch das Gemeinschaftserlebnis mit See vor der Sauna zum Abkuehlen in der Kaupinojan Sauna. Diese aufregenden Filzmuetzen und Hauben, und Handtuecher um die Schulter in der 100 Grad heissen Sauna machen durchaus Sinn. Ich hab mir an der Stirn und an der Schulter direkt leichte Hautverbrennungen zugezogen, weil ich ungeuebt gleich hoch hinaus wollte. Das war mir eine Lehre und nach diesem ersten Gang blieb ich bei den kommenden Saunagaengen auf den unteren Sitzbaenken. War ein super Erlebnis. Die Sauna daneben in einer Jurte hat uns optisch begeistert, wir waren mit der klassischen Saune mit Holzbrettchen zum Draufsetzen hat uns mehr als zufriedengestellt, sodass wir dieses Jurtenerlebnis, das von einem anderen Betreiber und insofern extra zu bezahlen ist links liegen gelassen.

Das Freiluftmuseum in dem Stadtteil Amuri hat uns auf eine Zeitreise geschickt, die je naeher man den 80er Jahren kam, immer mehr zu einer Reise in die eigene Kindheit und Jugend gefuehrt hat. Der Stadtplatz und die Markthalle hatten uns auch sehr interessiert. Man sieht in Finnland uebrigens mehr ukrainische Fahnen als finnische, aus Solidaritaet, die vermutlich auch von der eigenen, eng an Russland geknuepften Geschichte und der langen Grenzlinie zu Russland genaehrt ist.

In Tampere fand ich auch ein super Fotogeschaeft, die mir meinen bei einem unsanften Landen des Fotoapparates auf dem Boden zerbrochenen Filter gegen einen neuen tauschten und meinten, dass das Objektiv selber wohl nicht zu Schaden gekommen sei, sofern man das von aussen so beurteilen kann.

Die Kathedrale von Tampere ist eine absolute Empfehlung, mit genialen Freskenmalereien, von denen manche wegen der nackten Koerper wohl auch umstritten waren. Die Fresken gibt es zum Teil auch in einer Version als Gemaelde, von denen das eine oder andere auch in Paris entstanden sei. Hugo Simberg hat mich besonders wegen "Le Jardin de la Mort"!!!, "L'ange blessé" - das Nationalgemaelde von Finnland so hoerten wir, der Engel als Sinnbild Finnlands, und "gefluegelten Schlange" als Gewoelbeschlussbild begeistert. Das Altarbild "La réssurection" von Magnus Enckell ist absolut genial.

Bald hiess es auch von Tampere Abschied nehmen, und die Reise nach Turku antreten. Wir hatten das herrliche Freibad beschwommen, eine Schifffahrt nach Vepsae und retour (ohne Aufenthalt auf der Insel) unternommen, die Burg von Tampere diesmal auch von innen besichtigt (die Besichtigung ist so umfassend, dass wir vor dem Ende abbrechen mussten, um zum Festivalauftakt nicht zu spaet zu kommen), die Erkundung der Markthalle, eines Biergartens und einer genialen Aussichtsterrasse standen auf dem Programm, ehe wir in Whybutoh eintauchten mit Workshop angeleitet von Yuri und Seisaku und super netten (Wieder-)begegnungen.

Montag nahmen wir von Turku Abschied, mit dem Motto Reisetag per Bahn nach Helsinki und zum Flughafen sowie Flugzeug retour nach Paris und RER und Métro parisien.

Ich freue mich schon auf meinen naechsten Aufenthalt in Finnland, der im Oktober so der Plan bevorsteht.

 

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Rédigé par Jutta

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