Gerade bin ich noch begeistert in den Alpen gewandert und habe im Mai bei Triest auf das Meer geblickt, schon ist es August!
In dieser Zeit hat sich was zugetragen?
Intensive Arbeitstage, die mich fordern.
Ein Gesangsauftritt im Juni in Nanterre mit "Walk on by" und "Am See" von Schubert.
Tacuabé ist mit Lorna im Juni zu einer Improvisation in den Arènes de Lutèce zusammengekommen, um abschließend einen Liebesbrief an die Arènes de Lutèce zu schreiben. Wir wollten ja eventuell einen neuen Ort finden. Letztendlich stellen wir fest, wie sehr wir an den Arènes hängen. Ein neuer Ort könnte sich dennoch uns eröffnen.
Anfang Juli war ich im Atelier von Marine zu einem Fotoshooting. Marine ist Restauratorin und bereit, an meinem Fotoprojekt teilzunehmen.
Anfang Juli fand in Fère en Tardenois le festival international de la photo amateur - le FIPA - statt. Diesmal war das Festival Camille Claudel gewidmet und Fotos von Künstlerinnen oder Kunsthandwerkerinnen konnten eingereicht werden. Heuer fuhr ich hin und war begeistern, dass eines meiner 3 ausgestellten Fotos im Garten der Mairie zu sehen war: das von Christine.
Fère en Tardenois hatte an diesem Wochenende etliches an Programm zu bieten. Eine Schriftstellerin und eine Performerin luden mich ein an ihrem Projekt teilzunehmen: ich sollte aus Fotos von Werken von Camille Claudel eines auswählen und wurde dazu anschließend befragt. Aus meinen Worten wurde simultan eine Geschichte geschrieben. Ich sollte dann noch eine Musik nennen. Am Abend wurden sämtliche Beiträge (meiner inklusive) bei der Performance mitverwendet - der konnte ich allerdings nicht beiwohnen.
Im Juli begann meine Ausbildung "monter un projet photographique".
Über 5 Wochen haben wir online gelernt, wöchentliche Videokonferenzen gehabt und in diesem Zeitraum konkret ein fotografisches Projekt begonnen zu konzipieren und zu konkretisieren. Nun gilt es, das Dossier weiter auszuarbeiten und für die Zertifizierungs-Jury so aufzubereiten, dass es positiv bewertet wird.
Mit Jean-Paul machte ich Videoaufnahmen für das Projekt mit dem Titel "Umwelt". Jean Paul hat daraus eine Videomontage gemacht.
Am 26. Juli wurden die Jeux Olympiques de Paris mit einer atemberaubenden Zeremonie auf der Seine eröffnet und hat die Stadt in eine freudige, begeisterte Atmosphäre getaucht. Die Spiele waren in der Stadt, Place de la Concorde, Invalides, Champs de Mars, Bercy, Trocadéro, Montmartre, Hôtel de Ville, die Seine (Triathlons und Freiwasserschwimmbewerb), Versailles, Saint Denis. Ich habe etliche Sportuebertragungen zu Hause oder auf der Großbild Leinwand im Parc de Monceau verfolgt. Die Marathonläuferinnen habe ich direkt angefeuert, ebenso wie die Marathon pour tous. Ich war hin und weg und vom olympischen Fieber gepackt.
Man kann in diesem olympischen Sommer in den Parks und an diversen Plätzen verschiedenste Sportarten ausprobieren und kulturelles Programm verfolgen. Ich habe an einer Tai Chi chuan Einführung im Park teilgenommen, habe Konzerte angehört und im Vorjahr aufgezeichnete Choreografien von Maurice Béjart auf der Leinwand im Park angesehen. Am kommenden Samstag gehe ich mit Ghislaine boxen.
Am 3. August hat die Gruppe von "Re-trouver l'eau" im Rahmen der Rencontres Jean Giono "Cette chienne de Durance" im Theater Jean Le Bleu in Manosque aufgeführt. War toll, in dem großen Theater aufzutreten.
Heute habe ich Lorna in Paris auf einen Kaffee getroffen. Sie ist für Dreharbeiten ein paar Tage in Paris.
Die olympischen Spiele prägen das Programm der Museen und Ausstellungsstaetten. Im musée Cernuschi ist die Reitkunst im alten China das Thema mit ein paar ausgewählten Exponaten, die man sich inmitten der Dauerausstellung finden kann. Le cheval dynastie des Han aus Polo, Musiker auf dem Pferd, das Pferd ohne Reiter, das Pferd am Zügel geführt, das Pferd, das in das Reich des Todes begleitet.
Am 15. August war ich im petit palais, um "le corps en mouvement" anzusehen. Ebenso in die Dauerausstellung eingefügt. Ich habe nur einen Teil der Exponate gesehen, es war mir dann doch zu anstrengend angesichts der großen Besucheranzahl die Exponate herauszufinden wie bei einer Schnitzeljagd. Vielleicht komme ich ein anderes Mal wieder, der Eintritt ist frei.
Im Musée du Louvre habe ich gestern ein paar Stunden verbracht. Es gibt die Collection Torlonia in den frisch restaurierten, ehemaligen Privaträumlichkeiten von Anne d'Autriche zu sehen. Die größte Privatsammlung antiker römischer Skulpturen ist erstmals außerhalb Italiens zu sehen.
L'Olympisme ist ebenfalls im Louvre zu sehen.