Publié le 25 Juin 2012

Schwesterherz Uli ist tatsächlich extra für die Soirée Solos d’Improvisation nach Paris gekommen. Ich konnte das gar nicht glauben und wurde doch eines Besseren belehrt, als sie dann am Donnerstag vormittag vergnügt anrief, dass sie nun bei Opéra sei.

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Uli deponierte ihr Gepäck in der Wohnung und wir starteten mit einem gemeinsamen Mittagessen. Den Nachmittag nutzte sie zum Akklimatisieren. Am Abend waren wir im 11. Arrondissement, wo wir das Restaurant „Le Square Gardette“ ausprobierten. Die Innengestaltung mit Dekor und Möbeln aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts,  die mehrfärbigen Malwalzenmuster an der Wand unterstreichen den Charme, Le Figaro schreibt von Kuriositätenkabinett. Gault&Millau verleiht 2 Hauben. Wir haben uns mehr als gut gelabt. Alledings tat ich wegen anschließender Magenüberlastung kaum ein Auge zu.

Freitag war ein Arbeitstag für mich, Uli erkundete die 8er Arrondissements (8 und 18) und auch diverse andere Ecken von Paris. Abends waren wir häuslich, ich war noch immer etwas aus der Fasson und müde von dem Nicht-Schlaf.

Samstag, nach ausführlichem Frühstück, besuchten wir das Musée Nissim de Camondo. Das Haus wurde auf einem an den Parc de Monceau angrenzenden Grundstück Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet.

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Monsieur Camondo wählte hinsichtlich der Fassadenaufteilung und – gestaltung Anspielungen auf den Petit Trianon . Das Haus spielte alle modernen Rafinessen der damaligen Zeit. Küche, Aufzug, Telefon usw. zeugen davon.


Die Camondos, nach der Vertreibung von der iberischen Halbinsel, in Istanbul angesiedelt, waren Mitte des 19. Jahrhunderts an der Einführung eines modernen Bankenwesens in der Türkei beteiligt. Nach einer Zwischenstation in Triest siedelte sich die Bankiersfamilie in Paris an. Moise de Camondo war Kunstsammler mit Spezialisierung auf das 18. Jahrhundert und trug wunderbare Stücke zusammen, die nun der Öffentlichkeit im Museum zugänglich sind.


Die Ausstellungsstücke sind einzigartig  – Porzellan aus Meissen und Sèvres mit Vogelmotiv, Möbel mit Einlegearbeiten, Uhren, …

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Ein trauriger Aspekt liegt über dem Haus, denn kaum war das Haus fertiggestellt, wütete in Europa der 1. Weltkrieg und Nissim, der Sohn des Hauses, der einst das Erbe antreten sollte, kam im Krieg ums Leben. In den 30 er Jahren vermachte Moise seine Sammlung „Les Arts Décoratifs“.

Die Tochter von Moise, Beatrice, und ihre Kinder wiegten sich zu sehr in Paris in Sicherheit und blieben. Bis sie deportiert wurden, und aus Ausschwitz nicht mehr retour kamen. Die Familie Camondo hatte damit aufgehört zu existieren.


Geht man die Rue de Monceau entlang vermutet man hinter dem Straßentrakt keineswegs einen Hof und ein Stadthaus, das mit viel Raffinesse und Liebe zum Detail errichtet und eingerichtet worden war.

Am Abend war Studio Keller angesagt – siehe Blogeintrag ….

 

Einkehrschwung in einem Café darf natürlich auch nicht fehlen.

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Sonntag wanderten wir zu Hôtel de Ville, umrundeten Notre Dame und genossen die Sonne mit Blick auf die Fassade, durchquerten einige Straßenzüge des 5e.

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Um 14h war es schon Zeit zum Flughafen aufzubrechen. Am Flughafen Roissy Terminal 2D wird nicht lange gefackelt, wer kein Flugticket hat, darf nicht einmal bis zum Check-In vordringen. So hieß es schon bei der ersten Ticketkontrolle Adieu und bis bald zu sagen. Feste gedrückt, umarmt und geküsst, und dabei auch für die Lieben in Österreich ein paar Küsschen ins Reisegepäck mitgegeben. Tja, die paar Tage sind wie im Flug vergangen.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 24 Juin 2012

Gut Ding braucht Weile könnte man schreiben, brauchte es doch rund 10 Monate, bis Teresa und ich unseren Plan, Port-Royal-des-Champs nochmal zu besuchen, in die Tat umgesetzt haben. Siehe Blog "Kultur - Wozu isn das gut?"

Am Sonntag um 08:25 in Châtelet auf dem Bahnsteig der RER B stehen ist nicht die Beschäftigung, die ich mir wünschen würde um diese Zeit. Zumal ich am Vorabend im Théâtre de la Ville war – der Kongolese Faustin Linyekula hat La Création du monde 1923 – 2012 in Szene gesetzt, inspiriert von dem schwedischen Tanztheater aus den 20er Jahren des 20.Jh. Eine kritische Auseinandersetzung mit eben diesem Stück und dem Blick Europas auf Afrika. Sabine und ich trollten uns anschließend nicht gleich nach Hause. Aber Sonntagsausflug ausgemacht ist ausgemacht und der Baladobus von Saint-Rémy-les-Chevreuse fährt um 10h oder um 15:00. Die Wahl fiel auf den Frühbus, und das heißt - früh aufstehen.

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Das Museum in Port-Royal hatte bei unserer Ankunft noch nicht einmal die Pforten geöffnet. Die Beweggründe für den Ausflug waren Antrieb genug: Auseinandersetzung mit der nicht unblutigen Geschichte des Klosters, das 1709 dem Erdboden gleich gemacht worden war, weil es zu sehr Zelle für papst- und herrscherhauskritische Köpfe war, mehr über die Reform-Äbtissin Angélique Arnauld - sie hatte das Amt im Alter von 11 Jahren im Jahre 1602 übernommen -

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und mehr über die zunächst katholische, dann politische Strömung des Jansenismus mit Wurzeln im 17. Jahrhundert erfahren.

 

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Im Museum war die entsprechende Information weniger profund als gehofft. Politik und Glaube mögen als heikle Themen in einem heute in Staatsbesitz befindlichen Anwesen erachtet werden. Aber auch über die „petites ecoles“, eine im 17.Jh. fortschrittliche Bildungseinrichtung mit 5 – 6 Schülern pro Klasse, wurde nur kurz berichtet. Die Schulbücher, die damals für die Fächer wie Mathematik, Griechisch, Latein, Grammatik etc. herausgegeben worden waren, sind ausgestellt.

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Gebäude der ehemaligen "Petites Ecoles".

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Teresa und ich waren uns einig, der Ausflug war sehr lohnend. Ein Schlaglicht auf die Geschichte Port-Royals erlaubte eine erste Auseinadersetzung mit diesem Ort, den historischen Ereignissen, und den Persönlichkeiten, die diesen geprägt haben, die ja nun vertieft werden könnte.

Der Park, die Obstgärten, die umliegende Landschaft sind übrigens sehr sehenswert.

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Libanon-Zeder, Am Beginn des 19. Jahrhunderts gepflanzt.

20120624 115427Klosterruinen am Fuße des Hügels.

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Wir hatten dann noch Zeit bis zur Abfahrt des Busses retour, trotzten dem Regen und wanderten nach Saint-Lambert-des-Bois, ein Beispiel für moderne Kirchenfenster in alten Kirchengemäuern,

 

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und einem bestimmt guten Restaurant - La Terrasse de Sauvegrain - , das uns leider mangels Vorreservierung hungrig wieder wegschickte.

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Also wanderten wir den „Chemin de Jean Racine“ wieder retour nach Port-Royal und ließen den Besuch an dem heute sehr friedvollen Ort auf alt ehrwürdigen Fauteuils im Eingangsbereich bei Keksjause ausklingen.

 

Zitat auf der Holzvertäfelung der Bibliothek: « Ne vous fiez pas plus à vos vertus qu'a vos faiblesses » 

 

Blaise Pascal - Disproportion de l’homme 

« Car enfin qu’est-ce que l’homme dans la nature ? ... infiniment éloigné de comprendre les extrêmes : la fin des choses et leurs principes sont pour lui invinciblement cachés dans un secret impénétrable, également  incapable de voir le néant d’où il est tiré, et l’infini où il est englouti.». 

« Que fera-t-il donc, sinon d’apercevoir quelque apparence du milieu des choses dans un désespoir éternel de connaître ni leur principe, ni leur fin. » 

 

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« La seule chose qui nous console de nos misères est le divertissement, et cependant c'est la plus grande de nos misères, car c'est cela qui nous empêche principalement de songer à nous et qui nous fait perdre insensiblement...Mais le divertissement nous amuse et nous fait arriver insensiblement à la mort. »

 


 

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La Clef du Savoir (Dominique Fajeau)

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Rédigé par Jutta

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Publié le 23 Juin 2012

Mag ich sehr sehr sehr ! Stimme, Text, Musik.

  TRY!

 


 

 

keep on looking
you keep on searching
you keep on moving
and you get a little further
you keep on trusting
you keep on hoping
you keep on facing your faith just to keep on growing

just try...try..you just try

keep on wondering
you keep on asking
keep on reaching
keep on taking chances
keep on longing
you keep on dreaming
keep on doing what you do never give up believing

just try...try..you just try
you just try....try...just try

maybe your world shakes
you try to hold on
maybe your heart breaks
just keep on loving
maybe you'll find out
it's meant to be this way
maybe you'll learn this
or maybe we'll learn this

keep embracing each day keep on yearning
keep on making mistakes just to keep on learning
keep on giving, you keep on wanting
keep on fighting, just get up every morning
and try...try....just try
....

 

 

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Rédigé par Jutta

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