meine früher ausführlich beschriebene Bondage-Übung kam gestern mit dem Gewicht von 6000 Gramm ans Bein geschnallt zu einem neuen Höhepunkt.
Auf den Strich wurde ich schon geschickt.
Was anderes als der Schritt auf die schiefe Bahn könnte dem folgen?
Die schiefe Bahn ist ein Brett, das an der Unterseite mittig einen Halbzylinder montiert hat. Das Brett kippt somit nach vorne oder nach hinten je nach Belastung. Auf dieses Spielgerät durfte ich mich gestern erstmals begeben und versuchen, das Gleichgewicht zu halten. Sinn der Übung ist wohl die Feinmotorik und Sensibilität des Fußes zu trainieren.
Nicht einfach, das Gewicht wirklich auf beide Beine gleich zu verteilen - weil das rekonvaleszente Bein ist doch noch geneigt einen Teil der Trageleistung auf links abzutreten - und dazu das Gleichgewicht zu halten. Vor allem nach hinten kippen ist eher unangenehm und zieht,
Ich schätze ich werde meinen Weg auf der schiefen Bahn nächste Woche fortsetzen.
Die Berichte von meinen Versuchen etwa auf Zehenspitzen zu gehen oder das Gewicht voll auf das rechte Bein zu bringen führen bei M. Oger eher zu Stirnrunzeln und Kommentaren wie - "Wollen Sie nicht doch das Schwimmbad versuchen?" Das scheint ihm wohl im Sinne eines progressiven Rehabilitationsablaufes adäquater als meine Bodenübungen.
Na, ich werde mir seinen Rat zu Herzen nehmen und das Schwimmbad Champerret aufsuchen. Sofern es nicht wegen der Streikbewegung des Schwimmbäderpersonals geschlossen ist.
PS: for the personal records,,,
das Bein raubt mir nächtens durchaus einen Teil des Schlafes. Mal schmerzt nur der Knöchel, mal tut der ganze Unterschenkel hölle weh.
Manche Finger der rechten Hand fühlen sich mitunter taub an - muss ich M. Oger am Montag dazu befragen.
Wenn ich mich beidbeinig hinstelle, hat das rechte Bein Tendenz sich etwas weiter vorne zu positionieren. Vor dem Unfall war mir das nicht aufgefallen und das war wohl auch nicht der Fall. Kommt vielleicht von einer verschobenen Position des Körpers bzw. der Hüfte.
Donnerstag abend nach meinem Business Trip nach Luxembourg war mein Fuß und der Knöchel enorm geschwollen. Die Durchblutung ist noch lahm im rechten Fuß. Zu Hause lege ich mehrmals täglich Eis auf, was beim Kundentermin und im Zug nicht wirklich möglich ist. Der rechte Fuß ist nach wie vor viel blau-röter als der linke.
Ich bin insgesamt eher müde. Physiotherapie und Arbeiten fordern mich ganz schön.
Eine Schmerzlinie verläuft mitten durch meine rechte Ferse.