Publié le 22 Juin 2014
Brigitte kenne ich von dem Improvisationskurs mit Fabienne, den sie offenbar schon sehr viel länger besucht als ich. Und eines Tages hat sie mich zu ihrer Hochzeit mit dem aus Neukaledonien stammenden James eingeladen, am 21.Juni 2014. Sommersonnenwende und Fête de la Musique in Frankreich.
Ich war gleichermaßen erfreut wie überrascht, zumal wir uns so gut nicht kennen. Dann kam die Sache mit dem Knöchelbruch und ich habe Brigitte abgesagt, da ich mich zu einem Cocktail nicht ganz optimal in Form fühlte. Brigitte meinte aber, dass das alles kein Problem sei, denn im Garten der Maison de l'Amérique Latin seien überall Sitzgelegenheiten und der Cocktail sei auch für Gipsbebeinte zugänglich.
Und so kam ich zu einem Ausflug auf den Boulevard Saint Germain in die sehr schönen Räumlichkeiten und dem überaus tollen Garten der besagten Location.
Die Maison de l'Amérique Latine ist in zwei Hôtels Particuliers untergebracht, eines davon ist das "Hôtel de Gournay", 1710 erbaut.
Hab einen sehr sehr netten Abend verbracht, hab Brigittes Schwester und Mutter und Wendeline und Catherine und andere Leute kennengelernt.
Wendeline, seit beinahe 30 Jahren in Frankreich lebende Niederländerin verdankt ihren Vornamen einer Reise ihrere Eltern nach Österreich. Ich hab's mir ja nicht sagen getraut, aber in Österreich ist die weibliche Form dieses Vornamens eher eine Rarität. Wendeline und Catherine kennen Brigitte ebenfalls über das Tanzen - von vor meiner Zeit.
Die Gäste durten sich verkleiden (Boas, Hüte, Brillen usw usf gab es zur Auswahl) und mussten sich dann allerdings fotografieren lassen. Bin schon auf das Ergebnis gespannt - es war jedenfalls sehr sehr witzig schon das Gegacker um die Verkleidungen und die Fotos mitzuverfolgen. Ja und ich habe natürlich auch mitgemacht...
Es gab Musik, es wurden die Gäste aufgerufen, auf einem Zettelchen niederzuschreiben, was für sie Hochzeit bedeutet. Ein Buchstabe war auf dem Zettel schon angegeben, der Verwendung finden sollte. Diese Zettelchen wurden als Früchte auf einen Busch - "Arbre de la Connaissance du bien et du mariage" aufgehängt.
Die Verlesung der Ergebnis sowie die Rede dazu versäumte ich. Mein Bein fing allmählich an zu schmerzen und ich hatte noch einen Heimweg vor mir, der mir im aktuellen Zustand beachtlich erscheint.