Publié le 1 Avril 2012

das Märzenkalb begeht, wie der Name schon sagt, im März seinen Geburtstag. Und Der fiel dieses Jahr auf einen höchst sonnigen Tag, und das war schon das Geburtstagsgeschenk numero uno. Und schon ab dem Morgen trudelten die Geburtstagswünsche ein - per Telefon, E-Mail, facebook.

Manches Geschenk bahnte sich den Weg von Österreich nach Frankreich - ich finde es übrigens nach wie vor bemerkenswert, dass die Zustellungsdauer der Post der an einen entlegenen Ort in einem fernen Kontintent gleicht. Oder vielleicht fährt von Wien nach Paris noch immer die Marie-Antoinett'sche Postkutsche. Aber gute Nachricht an Ursula und Michi -  inzwischen sind "Die verrückte Welt der Ute Bock"; "Notturno" und "Die Kuh, die weinte" gut angekommen.

 

Im Büro feiern wir normalerweise nicht, aber als die Kollegen Sébastien und Max hörten, dass es mein Geburtstag ansteht, überhäuften sie mich mit Geschenken: ersterer mit 3 Fisherman Bonbons (ich konsomiere die übrigens sehr gerne und in großer Menge, also Treffer), zweiterer mit Mini-Prinzenrollen aus seinem persönlichen Naschvorrat (auch Treffer - den Prinzenrolle hat schon was Besonderes und erweckt viele gute Assoziationen bei mir). 

 

Abends beschenkte ich mich mit einer Didier'schen Ashtange Yoga Session, der den Kurs ausnahmsweise nicht am üblichen Ort sondern in meinem Liebliengsyogastudio abhielt. Quasi auch ein Geschenk.

 

Am Wochenende gab es dann Samstag - Underscore - eine der raren Gelegenheiten, diese Kontaktimprovisationsvariante zu praktizieren. Die Gruppe war genial und harmonisch, auch wenn sich die meisten untereinander nicht kannten - wir haben nicht nur kontaktimprovisiert, sondern auch so etwas wie Capoeira einfließen lassen, es gab Musik- und Gesangseinlagen. Bei Kontaktimpro geht es viel um sich tragen lassen und andere tragen - ich ließ mich diesmal viel tragen, was hinweist, das ich Vertrauen hatte zu dem Träger. Das ist nicht immer er Fall, denn auf den Schultern und dem Rücken von jemand balancieren kann sich ungut anfühlen, wenn man sich nicht sicher ist, dass man auch oben bleibt und der andere sorgsam mit einem umgeht.

ich fand es einfach einen schönen Underscore, und hoffe, dass Carey ab und an wieder einen organisiert!

 

Sonntag war ich dann mit Claudia bei der Saisonprogrammpräsentation der Opéra de Paris. Der Zugang zur Opéra Bastille ließ sich nicht einfach bahnen - Métroausgänge waren teilweise gesperrt ebenso wie Teile des Platzes wegen der Veranstaltung der Front de Gauche.

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Sehr nette Sachen stehen in der Oper auf dem Programm! Sollte ich nicht eventuell bei dem einen oder anderen Werk zuschlagen und eine Karte besorgen? Anschließend waren wir im Restaurant der Opéra Garnier essen. Moderner Dekor im alten Gemäuer ist ganz originell, das Essen war ganz gut, Service war weniger überzeugend.

 

Nachmittags besuchte ich Rachele, Stefano und die Kids - sie hatten Schokoladekuchen gebacken, der wurde mit Kerzen dekoriert für die 3 Geburtstagskinder. Dazu muss man wissen, dass Eva und Luca am 6.4. Geburtstag feiern und das total gut finden, schon ab März den Feiermonat zu beginnen. 3x wurden die Kerzen angezündet und ausgeblasen. Stefano hatte mir auf seiner Stratocaster schon ein Happy Birthday Ständchen per Internet geschickt, nun gab es die Live-Version! Anfangs sangen wir zögerlich mit, beim 3. Mal fetzte die Darbietung schon und wurde allmählich richtig punkig-rockig!

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Mit Punk-Jazz ging es Mittwoch darauf weiter im Konzert von Marc Ribot im Rahmen des Festivals Banlieues Bleues. Wow - das war echt spitze! La Dynamo in Pantin hat gebebt! Marc Ribot und der Keyboarder (also man kann Hammond Organist sagen) Cooper Moore waren ein Wahnsinn.

 

Geburtstag 2012 hinterläßt ein tolles Gefühl, verspricht ein gutes neues Lebensjahre und bleibt verbunden mit schönen Erlebnissen. Und die, die es noch nicht wissen - Ich liebe mein weisses Haar!

 

PS 1: Ich sah unlängst Fotos von vor 6 oder 7 Jahren an - sieht aus als hätte ich die Haare braun gefärbt. Sieht echt unecht aus.

 

PS 2: Ach ja, und was hat der Blog-Titel mit all dem zu tun? also - 1968 geboren, wird man 2012 44. 4+4 ergibt 8. Oder man borgt sich den zweier von 2012 - 2 mal 4 ergibt auch 8.

 

PS 3: meine neuen Nachbarn haben dem Geruch nach auf ihrem Rauchplan von morgens bis abends Grünzeug. Mein anderer Nachbar frönt irgenwelchen seltsamen Substanzen. Oh was für Spiessigkeit, oh welch Biederkeit herrscht hier vergleichsweise im Hause Mayer!

 

 

 

 

 

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 31 Mars 2012

Printemps - im Parc de Monceau entdecke ich täglich neue Blüten in der Wiese, auf Bäumen und Sträuchern. Blühende Magnolien, ein Meer von Narzissen und vieles mehr säumen derzeit meinen Arbeitsweg und das genieße ich sehr. Am Zielort werden schließlich nicht immer Rosen gestreut.

 

Es sprießt vor meinem Fenster...

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vor anderer Fenster...

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in anderer Fenster...

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Ja und good old Camionettes kommen auch zum Vorschein!

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Rédigé par Jutta

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Publié le 11 Mars 2012

Ich bin heute noch am letzten Tag in die Ausstellung Expressionismus & Expressionismi. Berlin-Munich 1905-1920 Der Blaue Reiter versus Brücke gegangen. Hab quasi noch schnell die Kurve gekratzt und ich sag, zum Glück. Sah ich doch dort Werke, die mich sehr ansprechen, und lernte etwas über diese beiden Anfang des 20. Jahrhunderts zeitgleich existierenden Kunstströmungen, deren Grundsätze, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die philosophisch - estorisch - stark abstrahierende - nach einer neuen Gesellschaftsform strebende - auf der Suche seiende Gruppe Der Blaue Reiter. Gegenübergestellt die Brücke: Künstlerisches Schaffen als Ausdruck der Spontaneität, die aus dem Inneren kommt, weg von der reinen Kopie der Realität hin zu neuen Formen angereichert um die innere Landschaft des Künstlers.

Danach habe ich mir ein wenig die Füße im Quartier Madeleine vertreten.

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Eine Art von Expression habe ich gestern in einem Workshop erkundet, in dem durch die Stimme einerseits der eigene Körper in Schwingung gebracht wird, gleichzeitig man sich durch den Ton Ausdruck verleiht und sich mitteilt - sozusagen andere teilhaben lässt. Yogalehrer Didier hat uns gerade eben retour von seinem Indienaufenthalt seine aufgefrischten Erkenntnisse gleich ausprobieren lassen. Nicht ohne davor mindestens 2 Stunden lang uns mit Ashtanga-Vinyasa zum Schwitzen und die Yogamatten schier zum Rauchen gebracht zu haben.

 

Ausdruck habe ich diese Woche auch meiner arbeitsumfeldspezifischen Befindlichkeit meinem Chef gegenüber verliehen. Eine leichte Bodenhaftung stellt sich seither wieder ein, ich spüre sozusagen einen fliegenden Teppich unter meinen Füßen. Besser als gar nichts.

 

Dankbarkeit werde ich dem Vater eines Arbeitskollegen ausdrücken, der mir zu einer neuen Haushalsversicherung verhelfen kann. Er selber ist zwar schon in Pension, aber sein Nachfolger scheint wohl bereit zu sein mich in die Kundenkartei aufzunehmen. Nun, dann hab ich eben einen elsässischen Versicherungsagenten.

 

Courage drücke ich meinem Vater aus, der nach nur zwei Tagen im Krankenhaus, noch am Tag der Hautoperation, wieder nach Hause gehen konnte. Sein Kopfverband war den Erzählungen nach vor allem anfangs ein richtiger Pascha-Turban, aber allmählich schreitet der Heilungsprozess voran und entsprechend kleiner wird der Verband. Möge dieser bald gänzlich obsolet werden, damit mein Dad das Frühlingslüfterl direkt auf der Haut spüren kann.

 

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Nicht jeder darf sich überall ausdrücken wie er möchte. Gesehen in einem Haus nahe Place de Clichy. Quasi - Hausieren und Betteln verboten.

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Rédigé par Jutta

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