Publié le 15 Octobre 2020

Kaum zu glauben, dass die 7. Ausgabe des ganz privaten Fotomarathon "Sommer 2020", bereits im Oktober ausgewertet wird. Manche Teilnehmerinnen hatten noch keine Fotos, andere Aktivitäten etc. Aber am 23. Oktober wird die Siegerin gekürt.

Themen für die 8. Ausgabe werden bereits gesammelt.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 15 Octobre 2020

Löschdecke? Ofenfenster, das einen Blick auf das romantische Kaminfeuer zulässt?

Aber nicht doch, Ausgangssperre!

Meine Mutter erzählt oft von der während des zweiten Weltkrieges im Luftschutzkeller in Wien zugebrachten Zeit, die ihr ewig lange vorgekommen ist und traumatisch für sie ist. Durch den so genannten Kuckuck im Radio wurden Fliegerangriffe angekündigt, hoffentlich rechtzeitig, um das wichtigste Hab und Gut zu nehmen und sich in dem nächstgelegenen Luftschutzkeller in Deckung zu begeben.

Diese Erlebnisse haben sie ihr Leben lang begleitet, sind über all die Jahre in den Knochen geblieben.

Couvre-feu war der Begriff und Zustand, der während der deutschen Besatzung Frankreichs verwendet wurde, und dieser Beigeschmack / Unterton schwingt bis heute mit.

Im 21. Jahrhundert, 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, gibt es zwar in der europäischen Union keinen Krieg. Aber Ausgangssperre. Couvre-feu. In Paris, Île de France, und ein paar anderen Städten, gilt ab Samstag Ausgehverbot zwischen 21h und 6h in der Früh.

Das Virus scheint dazu zu verpflichten. Ade alles, was mit Freizeit, Kultur, Kunst, Sport zu tun hat. Inzwischen wird offen ausgesprochen, dass bis zum kommenden Sommer die Lage fern von normal bleiben wird. Dazu muss man sagen, dass nicht alleine Frankreich rasant steigende Zahlen an Erkrankten zu verzeichnen hat. Sogar in Ländern wie Deutschland scheint die Lage mehr und mehr aus dem Ruder zu laufen.

Ich hoffe, dass ich den Singunterricht weiter besuchen werde können, auch wenn ich noch nicht weiss, wie ich es bis 21h bis nach Hause schaffen werde. Zsuzsanna könnte uns ggf. auch Bestätigungen ausstellen. Mal sehen. Es gibt wieder Atteste, die man selber ausfüllen kann, so wie im Lockdown. Aber wird man ohne Papier in der Ausgangssperre erwischt, wird eine Strafe fällig.

Das Mieten von Proberäumen für Tacuabé wird wohl eher hinfällig. Zwischen 19h und 20h zahlt sich eine Probe nicht aus, da ist man noch nicht einmal aufgewärmt, ist es schon wieder vorbei.

Ob das Wochenende Ende Oktober mit Lorna stattfinden wird können ist auch fraglich. Und ich frage mich auch, ob das vernünftig ist.

Abgesehen davon bin ich völlig unter Wasser mit Arbeit und viel zu langen Arbeitstagen, wo es dauernd gilt, zu jonglieren, nachzurennen, Druck zu machen, Unerwartetes zu managen, die Abwesenheit oder das Abziehen von Kollegen zu kompensieren durch Finden von Ersatzpersonen oder Ausreden. Und den zunehmend unmöglichen Anforderungen des Kunden, der selber unter Wasser ist und daher versucht, alles auf den Lieferanten abzuwälzen.

Ausgelaugt. Und Hoffnung auf einen Lichtschimmer am Ende des Tunnels diese Projektes gibt es frühestens im März oder April 2021. Und der Hoffnungsschimmer wegen des Virus ist ohnehin unsinnig zu terminisieren.

Diese Woche habe ich zwei Tage im Büro gearbeitet. Das fand ich ziemlich gut letztendlich, zumal ich doch etliche Bedenken hatte. Ehe man die Räumlichkeiten von FactSet in der Früh betritt muss man einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Macht man das nicht oder ist man entsprechend der Antworten nicht konform mit den geltenden Regeln des Arbeitgebers, wird der Zugang nicht gewährt.

In unserem Büroraum war ich die einzige und hatte daher sämtliche Freiheiten und Platz. Quel luxe! Plus Tapetenwechsel. Und Begegnung mit ein paar anderen Kollegen. Auch wenn wir nicht so extrem zahlreich sind unter den Kollegen, die ins Büro zurückgekehrt sind, so ist es doch fein, ein paar Worte zu wechseln und sich ein wenig auszutauschen. Und auch ein Arbeitsumfeld zu finden, das eine räumliche Abgrenzung des Privatraumes ermöglicht, und auch etwas Motivation durch andere zu gewinnen, anstelle sich immer selber motivieren zu müssen in den eigenen vier Wänden. Etwas andere Stadtteile wieder zu sehen, den Horizont ein ganz klein wenig zu erweitern, den seltsamen Tunnelblick des Homeofficedaseins zu weiten, und AufsichgestelltDurchbeißen abzuschwächen.

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 11 Octobre 2020

Monique holte Angelika und mich vor dem Moulin Rouge in ihrem roten Auto ab - ton sur ton sozusagen. Denn wir hatten ein Treffen mit und bei Annemarie in Boissy-le-Châtel vereinbart. Also ging es um 14h los, eineinhalb Stunden später waren wir da. Es war ein kühler aber sonniger Tag, insofern hätten wir gerne einen Spaziergang gemacht, aber der Kaffee stand schon bereit, mit selbstgemachtem Topfenstrudel mit Topfen aus Österreich, und so saßen wir immerhin auf der Terrasse, und genossen die Sonne. Und bewunderten die Hühner im Gehege, versuchten den aufgeregten Minihund zum Schoßhündchen zu machen, oder die Katzen des Hauses und die Kostgängerkatze zu gewinnen für ein wenig Streicheln - die Katzen waren das Kniffligste.

Es gab dann noch faschierten Braten und Letscho mit Petersilerdäpfel. mmmmh.

Kurz nach 21h brachen wir auf und kehrten nach Paris zurück, diesmal auf der schnelleren Strecke über die Autobahn. Die Herfahrt hatten wir eine landschaftlich schöne Strecke gewählt.

Sonntag wachte ich kurz nach 7 auf, aber schlief dann noch einmal tef und fest ein und klappte erst die Augen gegen halb 11 auf.

Hausarbeit und dies und das.

Am späten Nachmittag ging ich in die Cindy Sherman Ausstellung in der Fondation Louis Vuitton. War interessant, die Werke dieser Fotografin zu entdecken, ihre Verwandelbarkeit, die Farben, Dekors, Kostüme. In der Galerie wurden Werke anderer Künstler gezeigt, die von Cindy Sherman beeinflusst waren. Und der Aussicht von den Terrassen, das wunderschöne Licht der Oktobersonne, ah, das hat so gut getan.

 

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Rédigé par Jutta

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