Publié le 24 Août 2009



Während ein Samstag in August ja doch auch recht ansehnliche Einblicke in das Leben der PariserInnen bieten kann - ist ein Sonntag in Paris doch für touristischere Erkundungen durchaus passend - vor allem wenn das Wetter seinesgleichen sucht!



L'OpenTours ermöglicht ganz neue Perspektiven der Pariserstadt - wenn man da so draufhüpft und möglichst nur zum Umsteigen wieder runterhüpft kann man in wenigen Stunden mit (in unserem Fall) drei von fünf Bustours durch die Highlights der klassischen Reiseführer brausen (oder tschuckeln)

Den unverwechselbaren Touri-Blick samt Outfit aufgesetzt, die Kopfhörer eingestöpselt (sonst kriegt man den Grant der anderen gestressten Touristen so laut mit) ...


und rein geht's durch bisher ungeahnt enge Stadtbögen in - zwar nicht den Kern der Stadt - aber rund um die Sahnehäubchen des großen Kuchens..

Und was man da so entdecken kann hängt einer nicht alle Tage so hautnah vor der Nase...


Dafür hat man auch noch nie eine derartige Leere in der Stadt gesehen...



Wenn man von den KollegInnen mal absieht:

Man hopped sich also von Halt zu Halt


kann sich inzwischen auch an Bord erfrischen - und für die Invaliden die nicht kapieren, wo der Bartl den Most herholt, wird das auch ständig nett durch die Kopfhörer angesagt...


... und doch - man entdeckt völlig neue Blickwinkel auf Altbekanntes - es lohnt sich also:



Zu guter Letzt vor lauter Sights schon ganz high...


hoppt man dann in den Lift (und komisch ist plötzlich fast allein - die anderen Kollegen sind beim Eiffel ausgestiegen..) und verschafft sich noch einen abschließenden Überblick über die Schneisen die man mit L'Open durch die Stadt geschnitten hat..




Mehr Fotos gibt's natürlich wie immer im ALBUM!!

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Rédigé par Michi

Publié dans #parisplages

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Publié le 22 Août 2009

 

 

Beim Gemüsehändler in der Rue de Levis wundert sich eine Kundin, dass so viel los ist. Ben, c´est normal, c´est la rentrée! Ja, klar, steht doch das Ferienende vor der Tür! Kommt prompt die Antwort der Verkäuferin.

 

Zementsäcke werden in ein Geschäftslokal geschleppt, das noch schnell vor der Wiedereröffnung nach der Sommerpause renoviert und herausgeputzt wird.

 

Viele Geschäftsauslagen sind mit Packpapier verklebt. Ein Zettel weist darauf hin, ab wann die Kundschaft wieder erwartet wird. Zumeist ab 24.8.

 

Eine Frau in der Rue de Prony, Opernstimme. Ihr Gesang erfüllt die gesamte Straße. Ihr Begleiter wirft ihr bewundernde Blicke zu.

 

Eine Hochzeitsgesellschaft vor der Sainte Odile. Der Priester tritt in die Eingangsarkade und betrachtet die versammelten Hochzeitsgäste.

 

 

Ein Ehepaar um die 70 auf der Terrasse eines Cafés. Die Frau sagt stolz zur Kellnerin, dass sie zahlt.

 

Picknick im Park. Zwei weitere Leute werden vom Parktor abgeholt und zur „Tafel“ geleitet. Zwei „Mädchen“, die dem fröhlichen Tratsch schweigend folgen, und hie und da untereinander ein paar Worte austauschen.

 

 

Ein Jogger im Park, von der Statur an Michael Moore erinnernd. Er hat knallrote Hanteln in der Hand, die Arme streckt er bis über den Kopf und senkt sie wieder im Rhythmus seines eigenartigen Schrei-Gesangs, mit dem er sein Lauftraining begleitet.

 

Viele Männer mit nacktem Oberkörper. Eine Frau lässt sich in Bauchlage zu einem Oben-Ohne-Sonnenbad hinreißen. Ein Mann trägt den Pulsmesserbrustgurt als modisches Accessoire beim Sonnen.

 

 

 

Eine philippinische? Familie lässt sich auf der Wiese nieder. Die Kinder spielen mit einem Flip-Flop „Ball“. Damit lässt sich auch gleich hervorragend auf den Hintern der Geschwister schlagen. Tut aber nicht weh, da ist die Windel drüber.

 

Vater und Sohn spielen mit einem American Football in Miniausführung. Früh übt sich…

 

Am Fuß des Parkverwaltungsgebäudes haben sich zwei Männer mit ihren Starkbierdosen niedergelassen und plaudern mit den Kindern, die auf ihren micro-Rollern vorbeikommen und vor dem Duo interessiert halt machen.

 

 

Ein großgewachsener junger Mann mit rosa T-Shirt bekleidet posiert vor der mächtigen Platane im Park für seinen Freund, ebenfalls in rosarotem T-Shirt mit roter Schirmmütze.

 

 

 

Eine Fortsetzung meiner Erkundung des 17ème in Fotoform gibt es auch gleich dazu.

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 20 Août 2009



ein Geistesblitz am Heimweg... muss den irgendwie noch zum Geistesgewitter auswachsen lassen, aber.... nach 3 Jahren ENDLICH!
Descartes war Franzose (wenngleich er in Stockholm gestorben ist, aber das ius solis hat ja nix mit "unter der Erd" zu tun)...
und das erhellt einfach warum ich mich jeden Abend beim Heimfahren so ärgern muss über die Menschen...
Der Pariser, möcht ich sagen, geht einfach ohne Wahrnehmung seiner Umwelt am liebsten diagonal (das gehört noch empirisch untermauert) durch die Gegend... und auch bei frontaler Begegnung zeichnet er sich irgendwie durch Wahrnehmungslosigkeit aus...
Und ich komme so alltäglich zu meinem "Leib-Seele-Problem"...
"Der Kern der Philosophie des Geistes ist das Leib-Seele-Problem, das manchmal auch „Körper-Geist-Problem“ genannt wird. Es entsteht durch die Frage, wie sich die mentalen Zustände (oder der Geist, das Bewusstsein, das Psychische, die Seele) zu den physischen Zuständen (oder dem Körper, dem Gehirn, dem Materiellen, dem Leib) verhalten. Handelt es sich hier um zwei verschiedene Substanzen? Oder sind das Mentale und das Physische letztlich eins? Dies sind die zentralen Fragen der Philosophie des Geistes. Jede Antwort wirft jedoch zahlreiche neue Fragen auf. Etwa: Sind wir in unserem Denken und Wollen frei? Könnten Computer auch einen Geist haben? Kann der Geist auch ohne den Körper existieren? Die Philosophie des Geistes ist daher mittlerweile ein enorm differenziertes Projekt."

Nun ist mir alles klar - der Pariser DENKT .. und also ist er - dem Empirismus ungefähr so fern wie eine Stubenfliege, die maximal ans Fenster prallt.

Weiche ich aus, weicht niemand aus - weil man mich nicht wahrnimmt - doch ganz nihilistisch verhält er sich dann auch nicht, der Pariser -- denn nach dem Zusammenprall folgt das unvermeidliche "pardon" und garantiert den Unterschied zur Stubenfliege...

Ich hab mich ja an sich bisher präpotent dem Cartesianismus zugehörig gedacht ...
[Als seine Prinzipien gelten Selbstgewissheit des Ichbewusstseins (siehe Cogito ergo sum), Klarheit und Deutlichkeit als Kriterium der Wahrheit,]
Und muss nun, fast wollt ich sagen in den späten Vierzigern, erkennen, dass ich dem Empirischen emotional doch wohl viel näher bin: "Der Empirismus hingegen legt seinen Schwerpunkt auf die Erfahrung und sinnliche Wahrnehmung."

nun, was ich da so wahrnehmen muss... und akribisch täglich beobachte (owohl jetzt Sommer ist und hier alles ruhig und vermeintlich leer - "nihil"??) - das hätt ich mir wohl nie einfach so denken können... und darum ist es auch keine Glaubensfrage, denn glauben wird mir das keine(r), der die Erfahrung nicht täglich sammelt...

Ich hab natürlich schon auch andere Erklärungsansätze - wie jene der Masse ... die empirisch in Wien zB nie ihresgleichen erreicht ... aber da muss ich mich wohl noch ein wenig mehr in Canetti einlesen...

Ein anderer Franzose hat sich - übrigens auch in Schweden - u.a. mit Wahnsinn und Gesellschaft beschäftigt...
.. und da der Post-Struktualismus nun thematisch schon ausgeschlachtet ist (ich hab auf jeden Fall seit zwei Wochen keine bekommen..), werde ich mich auch morgen wieder mit dem Metro-Strukturalismus beschäftigen... - die Metro-Sexualität hat ja nicht mal der Michel vorhergesehen.. ist aber auch schon wieder vorbei glaub ich... ich hab sie noch nicht erlebt...

Und heute überleg ich mir noch, warum ein anderer Post-Impressionierter just in Frankreich seine Ohren abgeklappt hat...



"Alles was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch." Descartes
"Denn schon Wissen an sich ist Macht" Francis Bacon
"Glück und Unglück sind zwei Zustände, deren äußerste Grenzen wir nicht kennen" John Locke
"Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön." Vincent van Gogh

"[Das Subjekt] ist keine Substanz. Es ist eine Form, und diese Form ist weder vor allem noch immer mit sich selbst identisch. Man hat zu sich nicht immer dasselbe Verhältnis, wenn man sich als politisches Subjekt konstituiert, das wählen geht oder in einer Versammlung das Wort ergreift, als wenn man sein Begehren in einer sexuellen Beziehung zu befriedigen versucht. [...] In jedem dieser Fälle spielt man mit, errichtet man verschiedene Formen der Beziehung zu sich selbst. Und gerade diese historische Konstitution dieser unterschiedlichen Formen des Subjekts in ihrem Verhältnis zu den Wahrheitsspielen interessiert mich."
Michel Foucault...

So und jetzt geh ich wieder zurück in den Waschsalon
und bereite mich auf das Leben in Wien vor... weil bei mir is aus mit der Gefälligkeit... LOL

aber ich wusste nicht dass mein bruder tom waitd ist


http://www.autlawmusic.com/wp-content/uploads/audio/ifyouwerehere.mp3
go for it



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Rédigé par Michi

Publié dans #parisplages

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