Publié le 15 Novembre 2009

Was haben Asterix und Obelix mit la Tour Eiffel gemeinsam?

Hinsichtlich der äußeren Erscheinung, eher wenig. Asterix ist eher klein, Obelix eher rundlich im Vergleich zum schlank auf- und querstrebenden Eiffelturm. Wer wird sich von Äußerlichkeiten beeindrucken lassen! Es ist der Umstand, dass sie 2009 ein Jubiläum feiern, und das bleibt in Paris nicht völlig unbemerkt.

 

Aus Achtung vor dem Alter, auch wenn man das bei einer Dame (… LA tour Eiffel) ja sonst dezent verschweigt, beginne ich mit dem Wahrzeichen der Stadt. Nämliches hat in den 120 Jahren seines Bestehens kein bisschen an Charme eingebüßt hat und - die Warteschlangen vor den Zugängen zeugen davon - es ist und bleibt ein wahrer Besuchermagnet.

 

Anlässlich der Weltausstellung 1889, gleichzeitig hundertjährigen Jubiläums der französischen Revolution, in nur zwei Jahren Bauzeit errichtet ist Gustave Eiffel mit seinem Werk ein wahrer Geniestreich gelungen. Kritisch beäugt, als Schandfleck bezeichnet und mit weiteren wenig rühmlichen Spitznamen bedacht war es nur als temporäre Installation gedacht: Ursprünglich hätte es nach 20 Jahren das Marsfeld wieder räumen sollen. Die Höhe des Bauwerks, die es Anfang des 20.Jahrhunderts wichtig für die transatlantische Funkverbindung und somit Kommunikation machte, rettete dessen Bestand. Abgesehen davon war man vermutlich dem schnöden Mammon auch damals keineswegs abgeneigt, und Geld lässt sich mit dem Eiffelturm von Anbeginn an äußerst gut machen, in jeder erdenklicher Form.

 

 

Eine besondere Jubiläums-Lichtshow auf der Place du Trocadéro zugewandten Seite des Eiffelturms gewandet diesen in ein besonders festliches und buntes Kleid. Allabendlich 4 Mal findet bis zum Jahresende das etwa 20 Minuten dauernde Spektakel statt, dabei werden unter anderem von Erbauung und Anstrich des Turms erzählt, oder vielmehr geleuchtet.

 

 

 

 

 

 

Über den Eiffelturm lässt sich noch viel mehr berichten, ich begnüge mich an der Stelle mit zwei Links.

 

Site officiel de la Tour Eiffel

Die allwissende Müllhalde Wikipedia

 

Ich verbinde nebst der eindrucksvollen ersten Besteigung über mehr als 1600 Stufen, von Aussichtsplattform zu Aussichtsplattform, zwei Erlebnisse: Das eine: Gerne erinnere ich mich an die Joggingrunden auf dem Marsfeld, bei denen das Herzklopfen beim Passieren der Eiffelturmpfeiler, sowie beim Blick nach oben beim „Unterqueren“ des Turms noch mal etwas rasanter wurde. Ich war schlichtweg überwältigt von dem Fixpunkt entlang der feinen urbane Laufstrecke. Ein Fixpunkt der gleichzeitig als Symbol für die Realisierung meines Traums in Paris zu leben stand.

Das andere: Die Turmbesteigung am 1. Jänner 2007 früh am Vormittag bei etlichen Grad unter Null und herrlich blauem Himmel sowie klarer Luft bot die Gelegenheit mit Blick über die Stadt meine Neujahrsvorsätze vom Turm in den Äther zu flüstern.

 

 

Genug der genieteten Eisenteile. Auf zu den gestandenen und unbeugsamen Galliern. Die berühmten Comic-Figuren feiern ihren 50. Geburtstag. Wäre wohl eine gute Gelegenheit sich auf zum Park Asterix zu machen - dort steht vor Feierstimmung bestimmt kein Hinkelstein mehr auf dem anderen.

 

Wieso in die Ferne schweifen, wo doch an verschiedenen Plätzen in Paris Asterix, Obelix und deren Abenteuern eine Hommage gegeben wird.

 

 

 

Ich bin ja eine spät berufene Leserin, amüsiere mich umso mehr über die eingeflochtenen Klischees, die von den Bewohnern verschiedener Regionen Frankreichs allzu oft zu Recht erzählt werden. Aufs Korn werden freilich die Bewohner sämtlicher Schauplätze genommen, die Schweizer, die Spanier, die Briten usw usf. Ganz zu schweigen von den Seitenhieben auf die Römer: Ils sont fou ces Romains!

 

 

 

 

Und es gibt noch eine weitere Jubilarin - Alles Gute zum Geburtstag, Schwesterherz. ...Ohne Zaubertrank wirst du das kleine Geschenk aber nicht nach Hause tragen können.

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Rédigé par Jutta

Publié dans #parisplages

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Publié le 10 Novembre 2009

Himmlisch und göttlich war so manches an dem vergangenen Wochenende…

 

Ein Wunder ist geschehen!

Meine Schwester Uli hat einen langgehegten Plan in die Tat umgesetzt und ein verlängertes Wochenende zu einem Paris Trip genutzt. So kam es, dass wir gemeinsam einen Teil der Stadt erkundeten und ich ihr ein paar meiner Lieblingsplätze zeigen konnte.

 

Begonnen haben wir Freitagabend wie der sprichwörtliche Gott in Frankreich mit einem opulenten Meeresfrüchte-Diner im Bofinger, wo wir uns köstliche Schalentiere von Champagner begleitet einverleibten und gleichzeitig Michi in den Urlaub verabschiedeten. Diese kulinarische Premiere ist kurz gefasst so zu beschreiben: Oh Dekadenz!

 

 

 

 

Wir statteten den Kathedralen des Konsums, dem vorweihnachtlich prunkvollem Lichterschmuck auf den Fassaden und den Auslagen, die Kinderaugen auch dieses Jahr wieder zum Leuchten bringen sollen (in einem früheren Blogbeitrag war davon bereits die Rede) einen Besuch ab.

 

Der überdimensionalen Weihnachtsbaum im Inneren der Galerien Lafayette verdiente unsere Beachtung, zumal die modischen Finessen bisweilen verblüffende Ähnlichkeiten mit diesem aufweisen.

 

 

Eine Parallele stellten wir auch zwischen dem Tempel der Kunst, Opéra Garnier und der Kirche Saint Germain des Prés fest.

Das Angebot des Kunst-und Kulturvereins RMS Network lernte ich vor kurzem anlässlich der Abendführung im Louvre zu ausgewählten Kunstwerken mit dazu passenden Musikstücken schätzen. Diesmal stand eine geführte Tour in die Oper auf dem Programm. Das erlaubte uns in kleiner Gruppe und in aller Ruhe den Zuschauerraum inklusive Deckengestaltung von Marc Chagall sowie die öffentlichen Räumlichkeiten zu besichtigen. Dem profanen Fußvolk sind der Zugang zu Bühne, Kulissen, und dahinter befindlichen Gebäudeteile streng untersagt. Auf der immens großen und hohen Bühne ließe sich der Arc de Triomphe in seinem gesamten Ausmaß unterbringen.

 

 

Der Auftraggeber Napoleon III hatte übrigens nicht mehr die Gelegenheit nach 14 Jahren Bauzeit der Eröffnung beizuwohnen, 1875 hatte er schon das zeitliche gesegnet. Zurück zum Zuschauerraum. Die Anekdote, dass Chagall sein um vermeintlich 15 cm zu groß geratenes Deckgemälde kurzerhand mit der Schere kürzte, und das schlussendlich fehlende Stück hinter vergoldeten Blenden verborgen werden musste, gefällt mir besonders.

 

 

Der Luster im Zentrum wiegt übrigens bescheidene 8 Tonnen.

Im Zuge der Führung wurde auch ein anschauliches Bild der Szenerien im 19. Jahrhundert gezeichnet. Der heutige Haupteingang war damals verpönt und von weniger wohlhabenden genutzt. Die Reichen und Schönen nahmen die Nebeneingänge, zu denen die Droschken vorfahren konnten und von wo bei jedem Wetter Zutritt trockenen Fußes möglich war. Die Beweggründe eines Opernbesuchs waren sehen und gesehen werden, Repräsentation und meetic des 19. Jahrhunderts. Die Opernaufführungen selber waren nur Aufhänger und Vorwand. Die teuren Plätze waren die bühnenseitigen Logen, von denen man gut gesehen werden konnte, aber der Blick auf die Hälfte der Bühne eingeschränkt war und ist.

Charles Garnier verstand es ausgezeichnet die begrenzten finanziellen Mittel für sein Erstlingswerk optimal auszunutzen, so ist nicht alles Gold was glänzt, Verzierungen auf Balustraden wurden kurzerhand weggelassen und den aus Italien geholten Mosaikkünstler ließ er um einen wahren Hungerlohn das Foyer auskleiden.

 

 

Der geologische Untergrund aus wasserführenden Sand(stein)schichten machte es notwendig ein Wasserreservoir zur Stabilität vorzusehen. Das Phantom der Oper trieb an dem „See“ sein Unwesen. Die Stabilität der Metallkonstruktion ist heute durch die darunter liegenden Métro- und RER Linien in anderer Art und Weise auf die Probe gestellt. Noch hat man keine umfassenden Renovierungsmaßnahmen gegen die Schäden der ständigen Erschütterungen ins Auge gefasst.

 

In den öffentlichen Räumen finden sich zahlreiche Darstellungen aus der Mythologie, Masken, Lyren, Details, wie etwa den Salamander als Symbol zum Schutz vor Bränden (und um die Gasleitung zu kaschieren), und Anleihen aus der Sakralkunst, wovon wir uns tags darauf in Saint-Germain-des-Prés überzeugen konnten.

 

 

Auf der Tour de Montparnasse waren wir dem Himmel dann etwas näher. Der zeigte sich durch den Hochnebel jedoch etwas grau und trübte den herrlichen Rundumblick auf die Stadt. Wir haben uns dennoch gefreut wie die Schneeköniginnen.

 

 

Was liegt da näher als ein vorzügliches Gelati in Blütenform?

 

 

Das abschließende Gelübde derlei Stadterkundung bei nächster Gelegenheit fortzusetzen bleibt nun nur noch in die Tat umzusetzen.

 

PS: Ein Beitrag für Herrn Wick darf auch hier nicht fehlen.

 

 

 

 

Und noch mehr Fotos gibt es hier zu sehen.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 6 Novembre 2009



Paris - London - Amsterdam - Kapstadt ... und dann auf Achse zur guten Hoffnung...

melde mich danach wieder ausführlicher ;-)

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Rédigé par Michi

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