Publié le 9 Mai 2020

nur noch zwei Mal schlafen, dann kann ich ganz ohne Attest aus dem Haus gehen, noch dazu für länger als eine Stunde und über den Umkreis von einem Kilometer hinaus.

Gestern haben Ursula und Felix per Skype das Leben in Wien geschildert, in dem schon wieder sehr viel Normalität eingekehrt sei. Die Empfehlung nur 1 Platz von 4 in der U-Bahn zu besetzen scheint relativ gehandhabt zu werden ebenso wie die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Silvia hat die Mariahilfersraße heute mit einem Einkaufssamstag verglichen.

Ja, also derlei ist in Paris noch nicht zu beobachten. Wenngleich ich fürchte, dass die Leute sich den Empfehlung auch nur wenn es gerade genehm ist beherzigen werden. Die Suppe wird dann anschließend gesamtheitlich ausgelöffelt werden dürfen. Aber wer wird so negative Klänge anschlagen. Noch ist Confinement März bis Mai 2020 noch aktuell. Inklusive meiner morgendlichen Spaziergänge, heute hauptsächlich durch den 8. Arrondissement und in der Nähe von meiner Wohnung bleibend, denn es wirkte regnerisch und ich hatte keinen Regemschutz dabei.

Auf der Place de Narvik, gleich neben der ehemaligen Büroadresse, in der Mitte des Kreisverkehrs, war Zeit für ein kurzes Tänzchen. Angesichts der aktuellen Gedenktage der Ereignisse rund um das Ende des zweiten Weltkrieges ist das insofern auch ein Ort, dessen Name an die See- und Landschlacht April bis Juni 1940 in Norwegen erinnert, bei der die Alliierten zwar den Sieg davon getragen hatten, aber wegen notwendiger Truppenverstärkungen in Frankreich abziehen mussten. Die norwegische Stadt wurde wieder zur deutschen Besatzungszone.

Muttern erzählt, dass die Dokumentationen im Fernsehen Erinnerungen aus ihrer Kindheit in Wien Floridsdorf aufkommen lassen, die von Bombenangriffen, Luftschutzkeller bis hin zu der Besatzungszeit. Wegen ihrer Lungenerkrankung war sie Anfang 1952 in der Lungenheilanstalt, als im Jänner, kurz vor dem 14. Geburtstag meiner Mutter, ihre Mutter verstarb durfte sie zwar zur Beerdigung gehen. Danach wurde sie allerdings ein paar Tage in ein der Erinnerung nach dunkles Quarantänezimmer verfrachtet, wo sie sehr allein mit ihren Gedanken und der Trauer um ihre Mutter war.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 8 Mai 2020

gestern hat das Corporate Social Responsibility Event Missing Maps stattgefunden. Wir sind virtuell nach Peru gereist, um in entlegenen und kartografisch nicht oder unzureichend erfassten Regionen Häuser und Straßen anhand von Satellitenbildern aufzunehmen. Hat super Spaß gemacht, und ich hab mich gefreut, dass insgesamt 12 Leute aus allen 4 Büros von FactSet in Frankreich teilgenommen haben. Hannah hat uns bei dem Briefing unterstützt - sie ist für Corporate Social Responsibility in EMEA verantwortlich und hat ihre Erfahrungen aus den Mapping Events in den anderen Niederlassungen eingebracht, was Stéphanie und mir, wir haben die Veranstaltung in Frankreich koorganisiert, sehr begrüßt haben.

Dann hat mich leider die Verhaltensweise der Vertriebskollegen rasend gemacht. Ich versuche mich dann wieder auf den Boden zu bringen und trotz deren Versäumnisse die erforderliche Information mit Hilfe der Kollegen aus dem Softwareentwicklungsbereich zusammenzutragen. Montag geht es weiter.

Denn, ja, es ist Feiertag heute! Was sozusagen ein langes Wochenende von 3 Tagen mit sich bringt. Ist das nicht großartig?

Gestern in der Früh war ich ein wenig aufgeregt vor dem Arbeitstag, und wollte beim Morgenspaziergang Meter machen, was auch geglückt ist, sodass ich gar nicht getanzt habe. Erst am Abend in einem Onlinekurs mit Uri Shafir. Tags davor habe ich zu meiner Freude und ganz unerwartet einen Kurs mit Andrea mitgemacht, der im Februar in Paris einen Workshop gegeben hatte.

Dafür habe ich heute ein wenig vor der Kamera amateurt. Confinement Jour 53

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 6 Mai 2020

die Geruechtekueche rund um das Virus lebt froehlich weiter. Nun gehen Covid-19 Faelle in Frankreich durch die Medien, die bereits im Dezember 2019 aufgetreten seien. Das laesst mich an die Aussage von Mathias in Muenchen denken, der von heftiger Grippe seiner Tochter und seiner Lebensgefaehrtin erzaehlte, ebenfalls bereits vor dem bisher vermuteten Eintreffen des Virus in Europa.

Vielleicht helfen diese nachtraeglichen Analysien der medizinischen und pandemischen Forschung und Vorbeugung.

Ich bin nach einem eher anstrengenden Arbeitstag gestern, und zwei bevorstehenden ein wenig im Status Energiemangel. Ich hoffe, das wird noch etwas besser im Laufe des Tages. Insofern war so scheint mir mein Morgenspaziergang auch weniger dynamisch. Jedenfalls habe ich laut Telefon eine kuerzere Strecke zurueckgelegt als sonst. Und ich war auch sehr ueberrascht, als ich feststellte, dass die Zeit schon weit fortgeschritten war und ich noch in der Siedlung entlang der Bahngleise zwischen Porte d'Asnières und Pont Cardinet war, anstatt schon irgendwo am Boulevard Pereire.

Trotzdem nahm ich mir ein wenig Zeit fuer den Tanz des heutigen Tages. Man moege mir nachsehen, dass diese Videoserie eher ein persoenliches Zeitzeugnis als eine ausgefeilte kuenstlerische Darbietung ist.

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Rédigé par Jutta

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