in der Früh war ich ein wenig zögerlich, ob ich mich auf den Weg zu einem Morgenspaziergang machen sollte. Irgendwann sprang ich aus dem Bett und war untewegs, und das für ungefährt zwei Stunden und es war gut.
So begann der Tag mit einem Tanz auf den Champs Elysées. Mein Spaziergang führte mich durch den 8., 16. und 17. Arrondissement.
Nach dem ausführlichen Frühstück hatte ich Rendez-Vous bei meiner Friseurin Samantha. Ich weiss noch nicht, wie ich meinem Nachbar erklären werde, dass plötzlich meine Haare kürzer sind - er hat seinen Home-Hairdresser-Salon seit Anfang dieser Woche wieder in Betrieb und hat mir angeboten, die Frisur fit zu machen.
Samantha schlug einen leichten Stilwechsel vor, die vergleichsweise langen Haare könnte man zu dieser Gelegenheit gut nützen. Gesagt getan, die Haare sind nicht ganz so kurz wie immer, aber es tut ausgesprochen gut, nach 4 Monaten wieder einmal die Haare zu schneiden.
Samantha ist sehr bedacht, die Auflagen für Frisöre zu befolgen. Sie hat ihren eigenen Salon vor nicht einmal einem Jahr eröffnet und kann und will sich schlechte publicity bzw. eine Salonschließung schlichtweg nicht leisten. Der Massagestuhl beim Haare waschen und das warme Handtuch zum Hände reiningen (statt der sonst üblichen Kopfmassage) waren genial! Anschließend erstand ich ein neues kleines Küchenmesser bei Kindal, dem Messerfachgeschäft, das seit dem Ende des 19. Jahrhunderts besteht. Ich komme daran auf meinem Arbeitsweg vorbei und mag die Atmosphäre in dem Geschäft sehr. Messer sind faszinierend, und die Verarbeitung und haptischen Eigenschaften der Griffe sind phänomenal.
Vor mir war ein Kunde, er sich für Messer interessierte, die an die 500 EUR und mehr kosten.
Mein Messer ist freilich in einer anderen Preisklasse, hat einen sehr schön verzierten Griff. Als ich zu Hause damit eine Tomate schnitt, war mir der Unterschied zu meinen üblichen Gerätschaften sehr scharf veranschaulicht.
Die vielen Fotos von meinem Morgenspaziergang mussten freilich auch gesichtet werden. Und dann war es schon Zeit für Gaga mit Caroline Boussard, und dem anschließenden Rendez-Vous mit Nadja und Anne auf der Place des petits pères im 2. Arrondissement. Apéro und Pick-Nick mit den beiden, was für ein schöner Moment! Wir zogen dann auf die Place des Victoires um, wo noch etwas Abendsonne zu genießen. Am Fuße der Reiterstatue von Louis XIV legten wir ein Tänzchen hin. Den Tag mit Tanz beginnen und beenden, was gibt es Feineres! Louis XIV war selber passionierter Tänzer und Förderer des klassischen Tanzes, was bis heute das klassische Ballett geprägt hat und dessen Fachbegriffe in französischer Sprache erklärt.
Ich war zur Place des Victoires wieder mit dem Fahrrad unterwegs und bin begeistert von der pedalierenden Fortbewegung in Paris. Die wunderbare Abendstimmung war noch die Cerise sur le gâteau. Es macht wirklich Spaß und die Fahrradspuren- und - wege tragen dazu erheblich bei.