Publié le 21 Septembre 2008

Sie waren ja nicht zum ersten Mal heuer - die Journées du Patrimoine (Denkmalschutztag) - und es sind auch schon die dritten (jaja es jährt sich alles) die wir hier in Frankreich erleben konnten - aber immerhin haben wir heuer geschafft was wir schon 2006 sehen wollten ;-)

Doch angefangen hat alles quasi ums Eck - im guten XIXême arrondissement, dem Zentrum der Resistance und der Wiege und aktuellen Heimstätte des Französischen Kommunismus: dem Siége de la Parti Communiste Francaise.
Denkmalschutztechnisch deshalb relevant weil von Oscar Niemeyer (dem der fast ganz Brasilia gebaut hat) entworfen wurde.
"Weder ist es der rechte Winkel, der mich anzieht, noch die gerade Linie, hart, unflexibel, geschaffen vom Menschen. Was mich verlockt ist die Kurve, frei und sinnlich, die Kurve, die ich in den Bergen meines Landes finde, im gewundenen Lauf seiner Flüsse, in den Wellen des Meeres, im Körper der geliebten Frau. Aus Kurven ist das ganze Universum geschaffen - das gekrümmte Universum Einsteins. "
(Oscar Niemeyer)


Und so schauts auch aus - einfach genial und von innen wohl nur von Genossen und Pressefuzzis außerhalb der Denkmalschutztage zu besichtigen.





Mehr und schönere Fotos gibts natürlich wie immer im Fotoalbum (keine Angst da hab ich keine Stats und weiss eh nicht wer das ansieht ;-)

Weg vom Arbeiterviertel ab in die (immer zweifelhaften) Banlieus gings dann am Sonntag - bei strahlend schönem Herbstwetter...
Der erste Eindruck der Kleinstadt war ja etwas angegraut betonig -

racaille mit capuche wohin man schaut

Sie stellen sich dann aber meist als eh recht nette freundliche "Jugendliche" heraus, wenn man lieb zu ihnen ist

Die traditionellen Arbeiterhäuschen wirkten dann richtig kleinstädtisch und friedlich - wenngleich ein wenig zwiespältig



Etwas weniger politisch korrekt aber dafür umso beeindruckender war  daher unser  Besuch in Noisiel (unweit von Paris) wo die Familie Menier (Dynastie) im 19. Jahrhundert ein Schokolade-Imperium aufgebaut hat und in einer gigantisch romantischen Industrieanlage an der Marne eine der schönsten aber vor allem Europas erste Schokoladenfabrik erbaut hat. Zweifelhaft halt nur, dass die Meniers zeitweise nicht nur Arbeitgeber sondern Bürgermeister etc. waren und das Familienlogo "M" neben dem republikanischen "RF" bildhaft sogar im Rathaus seine Verewigung findet.

Heute ist das Gelände, in den 90ern totalsaniert und ausgebaut, der Firmensitz von Nestlé Frankreich - und Jutta denkt ob des wahrlich ansprechenden Arbeitsplatzes an eine Blindbewerbung (auch wenn Nestlé und PCF nicht wirklich gut zusammen passen - aber auch dem Maggi-Suppenwürfelverkauf kann man produktmanagementtechnisch was abgewinnen, wenn man über den Tellerrand schaut ;-))
Zur besseren Nachvollziehbarkeit schaut euch allein mal die Selbstbedienungskantine an (daneben gibts noch Restaurant und Gourmet-Tempel für die Geschäftsführung) - es macht sicher Spaß dort Ovomaltine-Riegel reinzuschmuggeln.

(die künftige Nestlé Projektmanagerin)

Wie sich das restliche Gelände gestaltet könnt ihr am besten im Foto-Album nachvollziehen.
Neben der wirklich kitschig schönen Mühle
ist das Herzstück der Schokofabrik wohl die sogenannte Schokoladen-Kathedrale (die eifrige LeserInnen wiedererkennen werden) - heute Veranstaltungshalle und Bürogebäude (auf 5 Stockwerken)


Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt - und auch wenn wir diese Sites nach langer Anlaufzeit endlich  von Innen gesehen haben - wir haben längst noch nicht ALLES gesehen - Fortsetzung folgt... à plus!

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Rédigé par Michi

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Publié le 11 Septembre 2008

Zuallererst muss ich natürlich mal den BEWEIS antreten (siehe Vorbericht zur Provinz) - auch wenn das technisch noch nicht gaaanz einwandfrei hinhaut:


Die "goldene Krücke" kriegt übrigens nicht mal der Herr Wick - dafür ein Herwig special:


Unsere Reise begann in der päpstlichen Stadt (und morgen kommt der Benedikt nach Paris) auf der Pferderennbahn:

und bei rauschenden Südparties...


Avignon hat uns nicht nur aufgrund des hervorragenden Campingplatzes begeistert sondern auch wegen seiner Nähe zu den Ardeche - eine wahrlich faszinierende Fluss-Schluchtenlandschaft, die man als fußmarodes Krüppel am allerbesten flach sitzend im Kanu erobert (geht aber bei ca 5 Std rudern auch bei flussabwärts ganz schön in die Ärmel und verursacht Verbrennungen 2. Grades auf diversen Körperpartien, die ansonsten eher der USV als dem UV ausgesetzt sind)

Ein nicht zu vergessendes Highlight in der Landschaft stellt natürlich, neben der Brücke von Avignon auch der Pont du Gard da - seht selbst welche besser ist:


Obwohl mir das Laufen (wie die Deutschen sagen und die sind ja überall) 
zunehmend besser gelang, wäre ich den Stieren der Camargue wohl nicht so elegant entronnen wie die Buben (Jungs) in der (ja die Römer haben viel gebaut dort unten) Arena von Arles:



Dafür waren die Flamingos, Pferdchen, Reisfelder und Salzlaken und vor allem die breiten Sandstrände der Camargue umso erholsamer (hätte man einen Sonnenschirm gehabt auch noch ein wenig schattiger - siehe Verbrennungen 2. Grades und sich nicht des Zelts und der Wanderstöcke zum Sonnensegeln bedienen müssen)

Weiter gings in die Berge - die Alpilles - Minialperl also - aber optisch wirklich beeindruckend. Mein Knie bereits ausflugsfreudig wurde allerdings durch aufgrund von Brandgefahr gesperrte Wanderwege in Ruhelage gehalten und so konnte auch Jutta den Mont Blanc nur von der Ferne sehen (ich war übrigens froh beim Bergsteigerunglück NICHT im Konsulat gewesen zu sein, obwohl so eine Dienstreise nach Charmonix...)


Ein wirkliches Highlight war die Cathedrale des Images bei Les-Baux-de-Provence, wo alljährlich in einem alten Bauxitabbau (jaja der Bergbau war allgegenwärtig) Light&Soundshows geboten werden: Motto heuer - Van Gogh, der da unten ja fast jede noch lebende Sonnenblume abgepinselt und dafür ein Ohr hinterlassen hat und omnipräsent ist.

Überhaupt trifft man in der Provence an allen Ecken und Enden auf berühmte Persönlichkeiten:
So hat Marquis de Sade nicht nur in Saint-RemydeProvence seine spuren hinterlassen, sondern in Lacoste (kein einziger T-Shirt-Shop dort - was für eine Vermarktungslücke) auch eines seiner Lustschlösser gehabt:


Auch wenn Lacoste ein klitzekleiner Ort ist, so kann man den Weg aufgrund der ausreichend guten Beschilderung nicht versäumen:


Einzigartig war natürlich auch der Lubéron - danke für den Tipp Ulli!... wo wir zentral in Apt unser Zelt aufschlugen um die Gegend (zB Roussillon) per Ausflug mit unserem wüstentauglichen Mietauto zu erkunden


Zu guter Letzt ließen wir uns beim Lac Saint Croix nocheinmal von einer faszinierenden Schlucht - den Gorges du Verdon (angeblich die größte Schlucht Europas) und der dazugehörigen Gebirgslandschaft verzaubern (ohne Stromschnellen war uns das Kanu-Abenteuer aber dann doch zu ungewagt ;-) Der Auf- und Abstieg zur Notre-Dame-Kapelle in Moustiere war für meine Knie- und mittlerweile auch Hüftgelenke schon eine Tour für sich


Letztendlich haben Provence, Sonnenschein, gute Luft, Ruhe und Erholung Jutta und mir gut getan und sogar das Knie hat sich wieder einigermaßen beruhigt (trotz Mehrbelastung aufgrund des ausgezeichneten Essens - hach!!)..
Über Nizza kurz nach Berlin gehuscht - sahen wir schon am ersten Abend der Deutschen Vorstellung von einer heilsamen Therapie (nun ja das Französische ist mir lieber)

Und auch wenn Würstl zu meinen Leidenschaften gehören, sind wirt der provencalischen Tomate durchaus angetan, welche im Süden Frankreichs in herrlichsten Formen und Farben und mit WIRKLICHEM Geschmack vorkommen. 
Jutta liebt auch die französische Form Kaffee zu sich zu nehmen (in Deutschland nenne die sowas Müslischüssel)

In Berlin machten wir nur kurz Zwischenstopp um dann in das berühmte Großräschen (in der Lausitz siehe www.iba-see.de) zur Tagebau-Party zu fahren.

Da uns nun das Tagewerk wieder hat - schaff ich es nicht, den zahlreichen, neugierigen TeilnehmerInnen des Reiserouten-Quiz die genauen Koordinaten durchzugeben.
Nette Bilder und werbetaugliche Ansichten finden Interessierte aber auf jeden Fall in der FOTO-GALERIE


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Rédigé par Michi

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Publié le 21 Août 2008

Werte LeserInnen und BeileidsbekunderInnen (Gerti: die Erklärung liegt schlichtweg beim Verhältnis von Muskel zu Fett in diversen anderen weniger verletzungsanfälligen Körpern)



Der Schreck ist überstanden - ich hab praktisch NIX - will heissen, nix Neues...
das IMR (Magnetresonanz) hat ergeben, dass ich lediglich ein paar Knochen- und Knorpelprellungen -/quetschungen hab und das tut halt nun mal weh...
Die Überempfindlichkeit meines Knies ist allerdings darauf zurückzuführen, dass mein vorderes Kreuzband schon seit 20 (in Worten: ZWANZIG) Jahren gerissen ist (anlässlich eines jugendlich leichtsinnigen Mopedunfalls wahrscheinlich) und das gute Stück hat sich einfach am hinteren Kreuzband festgewachsen und keiner hat's gemerkt... weil ja in den letzten zwanzig Jahren höchst selten Fußball gespielt wurde...
Für StreberInnen

































Die böse Schiene ist also umgehend weggelegt worden und stattdessen trage ich einen sexy Stützstrumpf , der mich auch in den nahenden Urlaub begleiten wird...

Der eigentliche Grund meines Schreibens - neben der unbedingt erforderlichen Wortspende aufgrund der rekordverdächtigen Kommentarspenden (muass ma si wirklich die Haxn im wahrsten Sinne des Wortes "ausreissen" damit man Feedback bekommt ;-) - ich melde mich jetzt mal für zwei Wochen sicher NICHT.

Samstag brechen wir nämlich auf gen Süden, nein, nicht wie geplant zu den genialen 3000er Gipfeln des Mercantour,  sondern in jene Region Frankreichs, die vor allem für Essen und Trinken und schöne Landschaften bekannt ist - dort wo man in aller Ruhe nur "sitzen und schaun" kann - und eventuell Maupassant lesen.

Und so werden wir schon am Samstag die berühmte Brücke von Avignon besingen und betanzen (naja, das bring ich auch noch zsamm)


Mehr wird nun aber nicht verraten - wir wissen es nämlich sowieso selber noch nicht und irgendwas muss ich nachher auch noch zu beschreiben haben ...

Ich geb euch mal die Eckdaten der Reise und ihr könnt ein nettes Ratespiel der Destinationen (Route?) machen und wer gewinnt kriegt einen goldenen Krückstock!

Start: Paris - TGV - Avignon
Zwischenetappe: Nizza - Berlin - Großräschen
Finale: Berlin - Paris - Ambassade d'Autriche


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Rédigé par Michi

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