Publié le 23 Mars 2009

Man kennt das ja aus Funk- und Fernsehen, Medien und Vorurteilen - Ausländer gibt es einfach überall - vor allem im Ausland, aber auch im Inland wurden sie schon gesehen...

Man weiss auch - Ausländer neigen - wo immer sie sich im Ausland aufhalten (sonst sind sie ja Inländer und damit ganz normal)- zur Gruppenbildung und entwickeln seltsame - oft an Nostalgie grenzende Verhaltensweisen.

Dazu erhielt ich unlängst auch einen recht netten Falter-Artikel.

Es sollen sogar schon Ausländer gesehen worden sein, die sich im Ausland wie Inländer aufführen und völlig vergessen, dass sie Ausländer sind - nur alle anderen ja die schon!...
Darum ist es allen Menschen der Spezies Inländer zu empfehlen sich des Ausländerseins bewusst zu werden und das geht am allerbesten mit Festen in allerbester Mir-san-Mir-Nostalgie und da sind wir schweinefleischfressenden AuslandspariserInnen wirklich leiwaund!

Ein paar Highlights:


und das gilt sogar für landfremdes Ekelbier - deppat isses ned!

Zum AuslandsösterreicherInnen-Härtetest traf man sich zu einer Mundl-Session (weil es gibt auch solchane, die den Mundl net kennen, weil sie aus dem Ländle sind - und das ist eigentlich auch schon ein Ausland)

Und wie das für glernte ÖsterreicherInnen halt so ist - schart man sich zuallererst um den mit Schweinsbratl und Gselchtem garnierten Tisch


und mampft sich voll dass einer drei Tage später noch die Waumpn wackelt...


Bevor man sich dann gebannt um Lokalkolorit verströmende Weihnachts- und Silvester-Sessions in der Glotze schart


Und ihr dürft's auch was davon haben:

Und wirklich resch wird's dann erst wenn Frau Hybridösterreicherin sich zum kollektiven Tatort-Schaun trifft..
das geht so:

Vorspiel:

Der Frittat

Erster Akt:

Backhenderl

Nebenspiel:

Erdäpfel- und Gurkensalat

Endspurt:


Aber dann gehts erst so richtig los:


Tataaaam tataaaaam tataam tataaaaaam
und alles flippt aus:


Manner mia - das ist einfach schon schön das Österreichische im Ausland


Jene die gar nicht genug davon kriegen können, fahren hin und wieder sogar zurück ins Inland und geben sich dem wirklich guten Bier, der Bosna und dem Bratl (nicht zu verwechseln mit dem Prati) hin.



P.S.: und seltsam sind die Franzosen ja aber wirklich auch -- zumindest was den Wohnungsmarkt betrifft

atypisches Appartement...

oder sind derlei Anzeigen doch typisch

und warum brauchen die sogar für diese Werbung eine französische Übersetzung???

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Rédigé par Michi

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Publié le 16 Mars 2009


Was macht man zum Geburtstag? Man fährt dorthin wo angeblich die Sonne immer scheint!
In die Berge???

Oder dorthin wo die alten Damen reisen?

Aber neben alten Damen gibt es auch hübsche Frauen - und das auch wo immer man hinfährt

und kesse Heilige sind in Frankreich auch schon an vielerlei Orten angetroffen worden

Am besten ist, man ruft den Tag zur Action Générale auf ...

und fährt in die wunderbare Stadt  Montpellier - die Stadt wo die Sonne immer scheint (so sagt man) und lässt die Beine im eiskalten Mittelmeer - naja nun nicht wirklich baumeln (bbrrrr)

sitzt in der Sonne bei ein paar Gläschen Rosé (weil das im Süden so sein muss!)

bis man sowieso alles nur noch durch rosa Wölkchen sieht und das Älterwerden vergisst:

Auf jeden Fall wird, wenn man Geburtstag hat - egal wo und egal wann - immer und überall heftig telefoniert "Happy Birthday to you..."

Wir sind also über's Geburtstagswochenende völlig unüberraschend nach Montpellier aufgebrochen, weil dort schon Frühling ist und das Meer nicht weit ist und weil man auch dieses kleine, ruhige, beschauliche Städtchen einfach mal gesehen haben muss.

Neben ehrwürdigen historischen Städten und Plätzen...

... putzigen Statuen und Brunnen...

... einem netten botanischen Garten (neben der ältesten Medizinuni Europas - Anatomiespezialisten wie mir scheint)

(.. und wenn man Geburtstag hat, dann darf man sich beim sich dort befindlichen Wunschbaum auch was wünschen...)

... gibt es auch wunderbare klassizistische Betonarchitektur vom Feinsten in der Antigone - einem relativ neuen Stadtviertel das dem antiken Griechenland bis ins letzte Detail alle Ehre macht

Montpellier ist außerdem ausgesprochen praktisch, man hat nämlich an einem ruhigen, sonnigen Samstag schon alles gesehen und kann am Sonntag völlig entspannt in den Bus steigen und sich nach Palavas-les-Flots begeben, wo das Mittelmeer an den flachen Sandstrand plätschert und die Antike durch die wirklichen 70er Jahre abgelöst wird:

Wer frühzeitig aufsteht kann noch das echte Fischmarkttreiben mit frangfrischen Fischen und Fischersfrauen die ihren Mann stehen und strammen Fischernetzflickern beobachten..

Das Highlight von Palavas ist aber der einzigartige, phänomenale Sessellift über den Kanal (wiederum für die alten Damen wie gerufen verbindet er die beiden Ufer und erspart den beschwerlichen Fußweg zur Brücke)

obwohl er manch andere ältere Dame durchaus an Hochschaubahnerlebnisse zu erinnern scheint..

So ein Strandspaziergang hat ja durchaus was von einem Jungbrunnen - seht selbst:



und der frische Fisch vom Markt ist am Teller auch nicht schlecht

 - bloß: beim Eiskaffee sehen die Franzosen doch etwas alt aus...




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Rédigé par Michi

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Publié le 10 Mars 2009



Vorweg sei gesagt: alles was hier steht (und was überhaupt hier in diesem Blog publiziert wird) entspricht der - wenngleich auch manchmal subjektiven - WAHRHEIT!!! Das hat der Echttest an der Bocca della Verità eindeutig erwiesen:


Alle Wege führen in die ewige Stadt sagt man - und das mag schon so sein, aber manchmal sind die Wege holpriger als das Aufsetzen eines Flugzeuges auf der Landebahn...

... und wenngleich die Disziplin der Autofahrer in Rom keineswegs dem allgemein bekannten Ruf entspricht, so machen 1:50 Flugzeit und dann 1:55 Busfahrzeit von Ciampino zum Termini (von wegen ewig..) doch etwas GRANTIG und fertig (mich zumindest)

Aber "Schwamm drüber" (ja geregnet hat es auch) - der Kurzurlaub in Bella Roma war grandios und wirklich nett (KennerInnen meiner dunklen Seele wissen: Italien ist nicht meins...) - und auch die Wolken haben sich sukzessive gelichtet und der wahren Pracht des größten Freiluftmuseums Europas Geltung verschafft...

Beherbergt hat uns zwar nicht der Vatikan sondern das Österreichische Kulturforum in Rom, das sich auf durchaus schickem Gelände in ansehnlicher Pracht präsentiert.

Nach einem ersten kurzen zweckungebundenen Rundgang durch die Stadt mit ihren vielen Piazzi und ägyptischen Orientierungspunkten - "ich glaub wir müssen zum Obelisken.."

(ähm, nein, das ist keiner...)

... haben wir am Freitag nachmittag den Vatikan erobert - und es scheint vorderhand gar nicht so einfach zu sein in diesen eingemauerten Nabel der Welt vorzudringen:

Wir hatten Riesenglück und keine Warteschlangen

konnten in die Höhen und Tiefen des Petersdoms ungehindert vordringen und uns sogar den Weg zur faszinierenden Sixtinischen Kapelle bahnen (fotografieren verboten - ätsch)

und kamen aus dem Staunen über soviel Prunk und Pracht gar nicht mehr heraus


Ganz im Gegensatz zum Sonntag war an diesem Vor-Wochenende sogar die spanische Treppe fast menschenleer - obwohl es in der Stadt nur so vor Franzosen wimmelte und ich mich ganz daheim fühlte - denn wurde nicht sogar unverständlicherweise die spanische Treppe (bei der spanischen Botschaft) weiland vom französischen Botschafter finanziert..?? Un warum wohl findet man allüberall die französische Lilie im Vatikan???

... und steht der Pantheon nicht eigentlich mitten in Paris?? (okay - lassen wir den Tempel chronologisch im Dorf ..)

Auf jeden Fall ist das Essen in Rom einzigartig gut (sogar in der letzten Touristenkaschemme) und den Kaffee kann den Italienern einfach niemand nachmachen - der ist einfach KOLOSSAL - Pasta!


Und die römischen AutofahrerInnen haben einfach noch (oder schon?) respetto vor den FußgängerInnen und bleiben bei Zebrastreifen stehen (was sie nun wirklich absolut von den Franzosen unterscheidet)

per Herwigo


Und der internationale Frauentag wird auch ordentlich begangen - mit Demo am Samstag und freiem Eintritt in alle Museen am Sonntag... und so haben auch wir - unterstützt durch lokale Visagisten - unsere wahre Weiblichkeit hervorgekehrt:



Ja und sogar die an sich wirklich zwingende corporate identity des Vatikan hat sich geändert seit der bayrische Bauernbub dort eingezogen ist

das neue Papamobil

Flaggentreue auch auf der Baustelle..

Nachdem wir also den Freitag und Samstag intensiv zur Erkundung aller sehenswerten Ecken und Foren der Stadt genutzt haben... und was die Italiener so alles an historischem Klumpat von hier nach da getragen und niedergerissen und wiederaufgebaut und zweckgebunden und entfremdet haben zeigt die Engelsburg am Weg vom Grab zur Festung und Theaterkulisse am allerbesten....


.... blieb uns am wirklich sonnig-heißen Sonntag ausreichend Zeit dem la dolce vita im Prati gemeinsam mit mille Römern, Ösis und Frösis zu frönen..



Naja und eigentlich war das alles kein Vergnügen - denn eigentlich war alles wegen ELISA (Leutln nix mehr da Elektronisches LehrerInnen Informations-System --- ELektronisches InformationsSystem des Außenministeriums oder so ähnlich lautet heutzutage der Geheimcode ... )



"per ELISA non sai piú distinguere che giorno é
e poi non é nemmeno bella
.....
vivere, non é piú vivere!
per ELISA
con ELISA"

UND NOCH MEHR FOTOS GIBTS JETZT AUCH


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Rédigé par Michi

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