Publié le 10 Mai 2009



Angefangen hat alles mit jeder Menge schimmliger oder verwahrloster Wohnungen im 5. Stock ohne Lift und anderen Unannehmlichkeiten (vulgo überhöhte Mietpreise...)

Doch dann - völlig überraschend - fand sich das Kleinod, wo im Grunde alles passt: neu saniert, Top-Küche, großes Bad, ruhig, großer Raum mit Schlafnische, Kellerabteil, praktische Einbauschränke, 15 min zu Fuß vom Büro (durch den Park Monceau wo die Vöglein zwitschern und die Jogger schwitzen) und zu allem Überfluss auch noch ein BALKON!!!
Da konnte selbst Jutta nicht mehr nein sagen und hat flott vor dem 1. Mai noch den Mietvertrag unterzeichnet und kann sich jetzt stolz Mieterin eines Kleinods im 17. Arrondissement nennen.




So eine Wohnung will aber auch gefüttert werden und nach erfolgreiche Wohnungssuche steht klarerweise ein Auszug aus der Oberkampf bevor und der hinterlässt dann auch in den Hallen des 11. Arrondissements gewissermaßen Spuren.
Daher für alle die 58 rue Oberkampf kennen (oder eben nicht) ein kleiner Rückblick wie es bisher war:


Dankenswerterweise ist der 8. Mai hierzulande ein Feiertag (zumindest für jene mit französischen Arbeitsverträgen) und so konnte der Exodus in aller Ruhe bereits am Freitag seinen Anfang nehmen - denn eine Reise muss geplant und vorbereitet sein! Jutta verbrachte also ihren freien Tag zwischen Lurch und Schachteln und konnte dabei schier unendlich scheinende Schätze aus diversen Bäuchen der Oberkampf bergen...


Samstag um 11 Uhr konnte also ungehindert das Franko-Austriakische Übersiedlungsteam unter Führung von Erzengel Emmanuel und der heiligen Marie sowie den Propheten Manfred und Kevin und schließlich auch Schwester Angelika zum Tagewerk schreiten (schlepp, keuch, stau) ...
Dass hier aber nicht nur die Force Ouvrier sondern auch Spaß und Elan und Esprit und Schwung und Humor und Verspieltheit und wirklich enorme Freundschaft mit dabei waren zeigen die folgenden Impressionen eines Exodus wie ihn Sobolak und Co nicht besser zustande bringen könnten...



Als dann alles in der Rue de Chazelles deponiert ist kann man die ermüdete Erleichterung aus allen Gesichtern lesen und der richtige Spaß kann beginnen:


Und damit die Schlepperei nicht gar so schnell ein Ende nimmt wurden wir dann noch als illegale Flüchtlinge auf österreichisches Territorium gelotst (an dieser Stelle sei der Verwaltungsabteilung der ÖB Paris sowie dem Intendant-Regisseur der Botschaft für die wertvolle Bereitstellung von "diable" (vulgo Rodel), Kartons und Verpackungsmaterial gedankt).


Wieder retour in der Rue Oberkampf wird dann bei italienischem Buffet erst so richtig die Sau rausgelassen - ja so kommt man wieder mal zu fast sowas wie einer Party in den eigenen vier Wänden!


Als das Winning-Team dann den Ort der neuen Leere verlässt - nicht ohne noch zusätzliche völlig vermeidbar gewesen wärende Arbeit zu verursachen -



... als also dann die letzte Sauerei beseitigt ist - kann Gefertigte natürlich nicht ruhen und muss sich gleich ans Wiederherstellen einer gewissen Ordnung und Wohnlichkeit machen --Jutta beobachtet das umtriebige Verhalten mit Befremden...



Die Wohnung nimmt plötzlich ballsaalähnliche Dimensionen an, dass der Staubsauger schon allein beim Gedanken an die vielen leeren Quadratmeter müüüüde wird - Jutta hingegen erwacht zu neuem Samba-Leben..


Der Sonntag wird dann intensiv dazu genutzt das was vorher auf 70m2 kaum Platz hatte auf 33m2 unterzubringen... (mission accomplished!)


Und während ich mich ausgiebig mit den Annehmlichkeiten des neuen Mayerschen Domizils beschäftige...



sieht Jutta nach wie vor stirnrunzelnd große Aufgaben (nämlich Kleinkram sortieren) auf sich warten...



Und gegen Abend ist wirklich alles Wesentliche versorgt und untergebracht und auch Jutta kann sich den soft-facts hingeben:

Es war hart - aber wir sind im gelobten Land angekommen und an dieser Stelle möchten wir uns noch mal ganz ganz herzlich bei den Aposteln Emmanuel, Marie, Manfred, Kevin und Angelika bedanken ohne die ein derart perfekter Exodus nicht möglich gewesen wäre!!!

MERCI  vous êtes des vrai(e)s ami(e)s !!!

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Rédigé par Michi

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Publié le 2 Mai 2009

Endlich: ER der wahrlich große Kommentator hat sich zum Lokalaugenschein begeben, damit er hinkünftig weiss wovon er schreibt...


... zum Beispiel von der hervorragenden uva typischen französischen Küche (Burger à la Charbon)


... oder von der berüchtigten Pariser Gemüselasagne...

Netterweise hat der Herr Wick nämlich auch seine Frau Heik mitgebracht und so konnten wir gemeinsam den Kampf um den Ober in der Oberkampf testen.




Und weil ja so schön der internationale Tag der Arbeit begangen wurde...gabs auch noch einen weiteren Stargast dieses Wochenende, der gleich gewinnbringend zum EDV-Rettungseinsatz eingesetzt wurde...
Mit erhobener Faust hat Magic-Hands Silvia den Lappi wieder so weit gebracht, dass er auch wireless die Signale hört...


P.S. die Arbeitskleidung und das typisch französische Guinness wurden von der Gastgeberin zur Verfügung gestellt...


Und siehe da die Mission impossible wurde accomplished... *)

da hamma aber gschaut...


... und viel glacht...


Ach wär das schön wenn alle Tage Arbeitstage wären...

 
*) leider stellt sich soeben nachträglich heraus, dass das noch nicht das letzte Gefecht war...

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Rédigé par Michi

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Publié le 20 Avril 2009




Appolonia - what de f... is Appolonia??
Der Mythos Griechenland erhellt sich für alle Nicht-LeserInnen am allerbesten in der Bildersprache.

Wenn Ausländerinnen sich aus dem Ausland ins Ausland begeben dann beginnt die Reise am besten ganz heimatlich - zum Eingewöhnen - zB mit griechischen Frankfurtern (welche, wenn man Gaumenzeuginnen glauben darf den französischen Herta und Knacki-Würsteln in ihre Ekelhaftigkeit um nichts nachstehen)

Damit man sich dann noch ein wenig sicherer fühlt in der Fremde - ist ein Lokalaugenschein bei der Botschaft absolut unabdingbar (vor Neid könnte man erblassen, wenn man sieht wie schön, ordentlich, sauber und neu andere Botschaftsgebäude sein können)...

Um dann die fremde Stadt Athen kennen zu lernen - bietet sich eine Open Tour an, die alles offen lässt was es zu sehen gäbe, wenn man off hoppen täte und im Gebüsch und Dickicht nach Steinresten suchen würde...

Zum Glück gibt es aber die Akropolis, die seit Jahrtausenden den Überblick bewahrt und auch gewährt...



Sobald die Ausländerin sich dann eingelebt hat (und die Frankfurter verdaut sind) windet sie sich (teils würgend) vorbei an den katholisch nach- aber othodox vorösterlichen Lämmern in der Fleischhalle

um dann endlich zum Eigentlichen Griechenlands durchzudringen: den Kalamares...





... und dem Retsina... mhhhhhh

Besonders schön, dass die Vorsaison nicht nur in Athen die Touristenbusse (s.o.) und in der Ägäis die Fähren entleert sondern auch die beliebten griechischen Inseln in ungeahnter Weise  - hier: Mykonos...

leere Gassen
 leere Lokale,
 leere Strände,
Küsse ins Leere...


Ohne Trubel und Gedrängel kann man sich auf die Suche nach Appolonia machen (kann uns bitte jemand verraten was das ist - außer auf der lokalen Touristen-Karte haben wir nichts gefunden obwohl sich der Gott des Lichts ja grade im Frühling zeigt... sagt der Mythos ..)

ist das Appolonia????

Mythos ist jedenfalls der Griechen Bier...

Während man sich in Athen der U-Bahn der neuen olympischen Tramway und des Open-Tour-Hop-never-off bedient ist das Fortbewegungsmittel Nummer 1 auf der griechischen Trauminsel auf jeden Fall ein Insekt:
wobei die Auswahl so groß ist, dass die Entscheidung schwer fällt...

doch auch hier Vorsaison - nicht jede Gelse ist anzuzapfen...

auch wenn sie noch so praktisch ist

doch dann kam SIE - Susi die blutrünstige (mmmiiiimiiiiiimiiiiii)

ähm... Suuuusiiiii.... sei kein Schaf - rauf mit dir auf den Berg...

Erwähnenswert ist die unvergleichbare Gastfreundschaft (um nicht zu sagen Service-Orientiertheit) der Griechen - also ein absoluter Kontrapunkt zu Frankreich möcht man fast sagen) - und das lag wohl nicht nur an der Vorsaison, denn ruckzuck wandelte sich die leere in eine volle Stadt - nämlich ab Karfreitag ... oh oh oh Ostern...
Freitag abend wird das Osterfest mit Bomben und Granaten (also mit Kerzen und Feuerwerkskörper) und jeder Menge Prozessionen eingeläutet (die orthodoxen Glocken fliegen nicht nach Konstantinopel, warum??)

und mit Kyrie Eleison wandelt man zum Osterfeuer...

Wenn sich dann aber nicht nur die Gassen mit Prozessierenden füllen, sondern auch der Hotel-Pool mit sonnenbebrillten GriechInnen ....


ist es Zeit abzureisen... und dann daheim weiter zu träumen vom "Griechischen Wein"...


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Rédigé par Michi

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