Publié le 15 Septembre 2014

Festival d'île de France, um genau zu sein. Treue Leser erinnern sich vielleicht an die vergangenen Berichte.

Der Konzertnachmittag Villarceaux diesmal unter dem Motto Kolumbien - Kolumbianische Musik, Salsa etc.

Samstag abend war in Saint Loup de Naud in der romanischen Kirche das Konzert des Ensembles De Caelis: 5 Frauen, a capella, haben sich auf mittelalterliche Gesänge spezialisiert UND laden immer wieder zeitgenössische Komponisten ein, Werke für sie zu schreiben. Zum Ende des Konzerts haben sie ein Werk von M. Bell gesungen - das war noch das Tüpfelchen auf dem i. Die Qualität der Aufzeichnung ist am Anfang nicht ganz so prickelnd, oder vielleicht bin ich zu streng:-). Macht euch selber ein Hörbild, hier der Link. Bitte auch mal so ab Minute 15 und ab Minute 40!!! hineinhorchen.

Vor dem Konzert gab es hinter der Kirche Essen und Trinken begleitet von der lokalen Jazzband, mit launigen Zwischenkommentaren. Nach dem Konzert konnte man an eben diesem Ort noch mit den Sängerninnen plaudern.

 

Sonntag führte mich das Festival in die Rotonde des locomotives in Longueville. Ein geniales lebendiges Lokomotivmuseum mit 13 noch funktionstüchtigen Dampfloks und ich weiss nicht wie vielen Waggons und Zuggarnituren gibt es bei l'AJECTA, Musée Vivant du Train à Vapeur zu sehen. Wie das riecht - nach Schmieröl und Kohle und Feuer. Erinnerungen an die Kindheit werden wach - ich bin schließlich an der Wachaubahn aufgewachsen, und wenn ich auch eher schon die Dieselloks gekannt habe, so gab es doch immer wieder Dampfloks zu sehen. deren Energie und Kraft beeindrucken. Und doch sind diese Dinger Zeuginnen einer noch nicht so lange aber doch längst vergangenen Zeit! Da kann man anschaulich sich dessen gewahr werden, wie ein Zug angetrieben wurde, wie Energie erzeugt wird, wie Mechanik funktioniert. Erklär heut mal die Funktionsweise eines Atomkraftwerkes (ich denke da etwa an die TGVs in Frankreich), das die notwendige Energie besteuert. Von außen steril und nüchtern, produziert es mehr Energie als der Mensch sich so schnell einmal vorstellen und anders als der Mensch gesundheitlich verkraftet. OK. Kohleabbau kann es auch in sich haben, trotzdem sind das andere Dimensionen, wage ich zu behaupten. 

 

Eine Brass-Band hat den Auftakt zwischen den Waggons und Lokomotiven gemacht. Hauptact in der Rotonde waren Shani Diluka am Klavier und Charles Berling, der Auszüge aus Jack Kerouac "Sur la Route" gelesen hat. "Kerouac et les routes de l'interdit" lautete der Titel. Der Text wurde oft während der Musik gelesen, und beide haben sich in Dramatik und Dynamik genial ergänzt. Die Location war sehr passend gewählt! 

 

Muss mal Fotoalben zusammenstellen - von meinen zig Fotos..... Stay tuned.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 23 Août 2014

hab heute zwei Gedichte entdeckt, die ich gerne teilen möchte.

 

"The strange thing about life is that though the nature of it must have been apparent to every one for hundreds of years, no one has left any adequate account of it. The streets of London have their map; but our passions are uncharted. What are you going to meet if you turn this corner?"
--from Jacob's Room (1922) Virginia Woolf

****

« L’on s’étonne dans les
quotidiens
et il y a cent mille quotidiens
qui ne molvent que des
balivernes
et qui donnent [chaque] jour
à la conscience
humaine
sa prolifique platée
de sottises, de cancans,
de fausses nouvelles,
on s’étonne que la vie
aille aussi mal
et qu’est-ce que c’est que la vie
qu’est-ce que c’est que le mal
dans la vie
qu’est-ce que c’est que le
mal de vivre,
le mal de vivre dans la vie,
et comment vivez-vous
tous dans votre vie
et qu’est-ce que vous y faites dans la vie
et à quoi vous sert-elle la vie
à quoi vous sert-il de vivre,
et pourquoi vit-on ? »

Antonin Artaud - Cahiers d'Ivry, février 1947-mars 1948

Antonin Artaud jeune

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 23 Août 2014

beinahe herbstlich zeigt sich der August. Die Kälte kriecht meine Wirbelsäule hinauf und hinunter. Wollte schon fast zwei Bettdecken über mich legen. Wenn der Körper selber schon eine so dünne Energieschicht hat, vielleicht hilft ein künstlicher Wärmepolster? Trage Wollsocken und Winterpullover. Und habe eine unbändige Lust mich von Kopf bis Fuß in Wolle zu hüllen. 

 

Die Physio war ganz schön fordernd diese Woche. For the good, sag ich mir. Trotzdem anstrengend. Spüre Wadenmuskel und Knöchel von den Übungen. Auf einem Fuß heben und senken, gestern auch mit Gewichten in der Hand. auf einer Matte in Bewegung das Gleichgewicht fordern und finden, Kippbrett und Rundbrett auf einem Bein sowieso.

 

Eine Verschreibung für 15 weitere Physiotherapien möge ich mir besorgen. Ob alle notwendig sein werden wird sich weisen. Das gibt eine konkretere Idee, wieviel Zeit die Zeit ist, die es braucht wieder sicher und wie gehabt auf zwei Beinen unterwegs sein zu können.

gregory rey photo

      Foto: Gregory Rey

Die Knochen heilen wieder zusammen, an dem Ort, wo röntgenbildlich ein Bruch festgestellt wurde. Die Risse und Brüche, die gleichzeitig anderswo in einem Menschen- und Lebensgebilde zum Vorschein gekommen sind, folgen einem anderen Rhythmus und einer anderen Zeit. Da braucht es offene Ohren, Augen, Haut, um zu erkennen, was an Neuem sich auftut nunmehr sichtbar dank der Risse, und was vielleicht unwiederherstellbar einer vergangenen Zeit angehört.

 

Einer meiner "Florences" wurde diese Woche ein Tumor entfernt. Vor ein paar Wochen kein Gedanken an so etwas, Pläne für den Sommer, für das kommende Jahr. Es wird so hoffe ich für sie alles gut verlaufen. 

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Rédigé par Jutta

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