Samstag abend habe ich mich spontan zur Opéra Bastille getrollt in der Hoffnung auf eine Karte für von Claude Debussy / Text/Gedicht von Maurice Maeterlinck.
Ich lief einem Ehepaar in die Hände, das eine Karte zu viel und demnach zu verkaufen hatte. Nachdem meine Barschaft nicht ausreichend war (Traum und Wirklichkeit, was man im Börsel hat), haben sie mir sogar eine Reduktion auf den Kartenpreis gewährt. Ich schließe aus dem Namen auf dem Kartenausdruck, dass der Mäzen wohl der Leiter des "conservatoire à rayonnement régional (CRR) de Saint-Maur" war.
Oper ist üblicherweise nicht so ganz mein Ding, aber die beinahe 4 Stunden sind wie im Flug vergangen. Elena Tsallagova als Mélisande war besonders beeindruckend. Inszenierung, Dekor und Beleuchtung von Robert Wilson haben zu dem Opernvergnügen ebenfalls wesentlich beigetragen. Die Produktion war übrigens eine in Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen.
Montag und Dienstag habe ich meinem tänzerischen Hobby gewidment. Montag war Treffen der Tacuabés, denn schon am 21. Februar findet unser Auftritt in dem französisch-japanischen Verein statt. Die Aufregung steigt...
Dienstag findet der Improvisationskurses von Fabienne statt - mein jour fixe seit 2010. Diesmal in kleinerer Gruppe von 9 haben wir abschließend sehr eindrucksvolle Trios zu sehen bekommen. Anmerkung: Der Kurs ist so aufgebaut, dass gegen Ende immer Zeit reserviert ist für Kurzimprovisationen von 3 - 6 Personen. Die anderen schlüpfen währenddessen in die Zuschauerrolle.
Mittwoch abend stand schwere Kost in Form der Ausstellung im Grand Palais auf dem Programm. Das Land, das zwischen Diktatur und Naturkatastrophen hin und hergebeutelt ist, und in dem Spiritualität eine große Rolle spielt, in künstlerischem Schaffen ausgedrückt.
Freitag abend war im Théâtre de la Ville zu sehen. Geniales Tanztheater der italienischen Tänzerin/Choreographin/Performerin. Und selten habe ich im Théâtre de la Ville auch laut auflachen können. Menschliches Verhalten, in eine Mischung aus Feinsinn und Humor gepackt, getanzt und in Szene gesetzt war einfach sehr erfrischend.