Publié le 17 Février 2015

habe heute so ganz zufällig erfahren, dass meinen Florences vom vergangenen Sommer das Glück gerade nicht so hold ist.

Annemarie hat sich den linken Arm gebrochen und trägt ihn nun für 5 - 6 Wochen in einem Fixierverband.

Angellikas Vater ist vor etwa zwei Wochen verstorben.

Das eigene Leben und das der Mitmenschen läuft schon arg in Parallelwelten ab. Was in Zeiten von Internet und Mobiltelefon sowieso doch noch eine Spur mehr überrascht.

Vermeintlich gut informiert über facebook über friends, mitunter über manches Detail von entfernten Bekannten, über die ich gar nicht so genau informiert sein möchte. Trugschluss! Ich weiss, dass ich nichts weiss. Auch in diesem Kontext.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 14 Février 2015

Samstag abend habe ich mich spontan zur Opéra Bastille getrollt in der Hoffnung auf eine Karte für Pelléas et Mélisande von Claude Debussy / Text/Gedicht von Maurice Maeterlinck.

Ich lief einem Ehepaar in die Hände, das eine Karte zu viel und demnach zu verkaufen hatte. Nachdem meine Barschaft nicht ausreichend war (Traum und Wirklichkeit, was man im Börsel hat), haben sie mir sogar eine Reduktion auf den Kartenpreis gewährt. Ich schließe aus dem Namen auf dem Kartenausdruck, dass der Mäzen wohl der Leiter des "conservatoire à rayonnement régional (CRR) de Saint-Maur" war.

Oper ist üblicherweise nicht so ganz mein Ding, aber die beinahe 4 Stunden sind wie im Flug vergangen. Elena Tsallagova als Mélisande war besonders beeindruckend. Inszenierung, Dekor und Beleuchtung von Robert Wilson haben zu dem Opernvergnügen ebenfalls wesentlich beigetragen. Die Produktion war übrigens eine in Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen.

Montag und Dienstag habe ich meinem tänzerischen Hobby gewidment. Montag war Treffen der Tacuabés, denn schon am 21. Februar findet unser Auftritt in dem französisch-japanischen Verein TENRI statt. Die Aufregung steigt...

Dienstag findet der Improvisationskurses von Fabienne statt - mein jour fixe seit 2010. Diesmal in kleinerer Gruppe von 9 haben wir abschließend sehr eindrucksvolle Trios zu sehen bekommen. Anmerkung: Der Kurs ist so aufgebaut, dass gegen Ende immer Zeit reserviert ist für Kurzimprovisationen von 3 - 6 Personen. Die anderen schlüpfen währenddessen in die Zuschauerrolle.

Mittwoch abend stand schwere Kost in Form der Ausstellung im Grand Palais "Haiti - Deux Siècles de Création Artistique" auf dem Programm. Das Land, das zwischen Diktatur und Naturkatastrophen hin und hergebeutelt ist, und in dem Spiritualität eine große Rolle spielt, in künstlerischem Schaffen ausgedrückt.

Freitag abend war Ambra Senatore "Aringa Rossa" im Théâtre de la Ville zu sehen. Geniales Tanztheater der italienischen Tänzerin/Choreographin/Performerin. Und selten habe ich im Théâtre de la Ville auch laut auflachen können. Menschliches Verhalten, in eine Mischung aus Feinsinn und Humor gepackt, getanzt und in Szene gesetzt war einfach sehr erfrischend.

Highlights der vergangenen Kulturwoche

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Rédigé par Jutta

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Publié le 23 Janvier 2015

das Stück "Samedi Détente" von Dorothée Munyaneza befasst sich mit dem Genozid in Ruanda 1994. Die aus Ruanda stammende Autorin hat die grausamen Erlebnisse in ihrer Kindheit nach 19 Jahren Schweigens und Suche nach dem Wiederfinden von Lebensfreude niedergeschrieben. Verlust von geliebten Menschen, Flucht, französische Soldaten bei Ausweiskontrollen mit einem pseudogerechten Feind/Nicht-Feindbild, Straßensperren, Wiederbegegnung mit der Mutter just am 12. Geburtstag, Auswanderung nach Kenia. Der Satz an Dorothée gerichtet, über jeden Tag dankbar zu sein.

Das Stück hat mich sehr ergriffen. Zufällig waren auf dem Heimweg danach in der Métro sehr viele Mitreisende mit offensichtlich afrikanischen Wurzeln.

Und das Stück hat Erinnerungen wach gerufen an die Frau eines Arbeitskollegen, die aus ihrer Heimat Ruanda durch diese Heirat fliehen konnte.

Ein früherer Arbeitgeber, der irgendwie Kontakt zum Militär hatte und kurz nach einem Massaker vor Ort in Ruanda gewesen war, hatte mir von einer unheimlichen, drückenden Stille, die über diesen unvorstellbaren Bildern gelegen hat. berichtet.

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Rédigé par Jutta

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