Publié le 23 Janvier 2015

ist mir ...

... auf dem Arbeitsweg die Präsenz von so genannten Wächtern mit "Security" auf ihren Jacken vor den Bürogebäuden im 8e Arrondissement. Sehen aber eher nicht so Security henkersartig aus, sind im Zweifelsfall angesichts eines entschlossenen Böslings auf verlorenem Posten.

... mehr "colis suspects" Unterbrechungen in den öffentlichen Verkehrsmitteln

... die Vigipirate-Jeeps, die ich ja schon seit ich im 17e wohnen sind gewachsen? Jedenfalls scheinen sie mir viel höher und länger seit dem 07.01.2015.

... mehr Polizei und Sicherheitsleute in der Metro

Paris ist für mich trotzdem Go Zone. Sagt sich leicht. Denn sehr exzentrische Pfade beschreite ich weder hier noch anderswo kaum bis nicht. Obwohl, wie ich da so schreibe, es fallen mir schon Städte in der Welt ein, wo ich manche meiner Gepflogenheiten anpassen würde.

Und ein kleines Hallo nach Amerika. Man hört sogar bis Europa, dass da mitunter häufig völlig unschuldige Leute niedergemäht werden, und manchmal Flugzeuge durch Türme fliegen, Sind die USA deshalb No Go Zone?

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Rédigé par Jutta

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Publié le 18 Janvier 2015

und das in meinem Alter! Aber in dem Fall handelt es sich nicht um ein mir die Nächte um die Ohren hauen im Taumel eines zweiten oder dritten Frühlings. Das Thema Durchmachen oder Schlaflosigkeit fand sich im Titel und Inhalt der beiden Stücke wieder, die ich an diesem Wochenende gesehen habe. Es waren noch dazu Nachmittagstvorstellungen.

"Nuit Blanche à Ougadougou" des aus Burkina Faso stammenden Tänzers und Choreographs Aimé Coulibaly. Die Namensgleichheit mit dem Dschihadisten im Hyper Cacher hat nichts zu bedeuten, fügte aber noch einen weiteren Aspekt zu dem ohnehin schon recht politischen und macht-sozialkritischen Tanztheaters hinzu. Und wurde in Interviews von Aimé Coulibaly selber angesprochen.

Nette Begleiterscheinung war die Entdeckung des Theaters "Le Tarmac" bei Gambetta. Hab mich gleich wohl gefühlt auf der "Scène internationale francophone", und das Quartier um Gambetta hat sowieso ein sympathisches Flair.

Danke an Hanna, die mir mit ihrem Mail den Kick gegeben hat mir das Stück anzusehen.

Noch dazu hat mir das Theater zu meiner Ausgabe von Charlie Hebdo vom 14.01.2015 verholfen. Der Run auf die Zeitungskioske war derart enorm nach dem Anschlag in der Zeitungsredaktion, Sie affichierten nur noch "Rupture de Stock". Ich habe mich beim Zeitungstandler unweit von mir schließelich auf eine Warteliste setzen lassen, in der Hoffnung am 20. Jänner die Exemplare zu bekommen. Die Rekordauflage von 7 Millionen (im Vergleich zu den üblichen 40.000 - 60.000), sogar in andere Sprachen übersetzt, ist bemerkenswert. Ob sie die Zeitung aus der finanziellen Krise retten kann sei dahingestellt.

"Nuits Blanches", nach dem Text "Sommeil" von Haruki Murakami, im Théâtre de l'Oeuvre. Nathalie Richard hat das Einpersonenstück ausgezeichnet gespielt. Ich fand Murakamis schlichten und gleichzeitig ausdrucksstarken Stil gut umgesetzt.

Der Besuch im Théâtre de l'Oeuvre war für mich ebenfalls eine Premiere. Ich kannte das Theater, das sich in einem Innenhof in der Rue de Clichy befindet, von außen. Nun kenne ich den Charme dieses Pariser Theaters auch von innen.

Danke an Laurence, die mir den gemeinsamen Theaterbesuch vorgeschlagen hat. Noch dazu haben wir Laurences Freunde Michel und ??? (leider ist mir ihr Name entfallen) dort getroffen, die ich schon von der Maison de la Culture Du Japon kenne.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 14 Janvier 2015

junger Mensch lebt mit seinen Talenten und Qualitäten. Er lebt in Verhältnissen, die in der Gesellschaft der égalité nicht zu den bevorzugten und reich bestückten gehören. Ein migrantischer Hintergrund scheint die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen sich in diesem Segment wiederzufinden. Sich ein Leben aufbauen und gestalten ist generell ein Stück Arbeit, sind die Rahmenbedingungen etwas harsch umso mehr.

Junger Mensch frequentiert also seine Freunde und findet Vorbilder in seinem Umfeld. Das können solche sein, die den jungen Mensch dabei unterstützen seinen Platz in der Welt zu finden, oder solche, die sich diese gewisse Perspektivenlosigkeit zunutze machen.

Und dann kann der Fall eintreten, dass jemand an diesen Mensch herantritt und ihn geschickt einer Sache zu eigen macht. Die Sache könnte beispielsweise Radikalismus unter dem Deckmantel der Religion doppelt gewoben aus Geld-und Machtgier sein.

In durchaus geschickter Vorgehensweise wird junger Mensch angefüttert. Ihm werden Aufgaben, finanzielle Unterstützungen, Aufnahme in eine Gemeinschaft und Orientierung geboten. Töten anderer und Selber- Sterben-Müssen für die Sache werden wohl nicht gleich am Anfang der Verkaufsstrategie stehen. Und eines Tages wird junger Mensch dann als bereit für einen Einsatz für den so genannten heiligen Krieg erachtet. Junger Mensch nimmt schon erhebliche Mühen auf sich, um indoktriniert und kampfbereit gemacht zu werden.

Man stelle sich einen Moment lang vor, junger Mensch würde diesen Einsatz und Enthusiasmus für die Entfaltung seiner Qualitäten und Umsetzen von Wertvorstellungen in anderer Form als Terror aufbringen. Wie weit würde es Mensch bringen!

Aber die Wertvorstellung in dem schon gut mit propagandistischer Überzeugung gefüllten Kopf sind auf heiligen Krieg ausgerichtet. Der nicht unselten mit Drogengeldern finanziert wird, wobei sich eine paradoxer Anküpfungspunkt zum Leben "vorher" ergibt: Junger Mensch in scheinbar aussichtsloser Situation verdient sich sein Geld hie und da mit Drogenvercheckereien im eher kleinen Stil.

Mitunter gibt es den Wunsch nach dem Weg zurück, nur kommt der Versuch seinem Leben eine Wendung zu geben oft zu spät. Wie Beispiele von Rückkehrern aus Syrien zeigen, die sich hinter Gittern wiederfinden und auf dem Radar von Justiz und Sicherheit aufscheinen.

Führt Mensch den eingeschlagenen Weg fort, säumt diesen mit Leichen und beschließt diesen mit seinem eigenen Tod, bewahrheitet sich die Perspektivenlosigkeit so richtig.

Die Drahtzieher hinter diesen Netzwerken, die sich über die Welt legen, treiben weiter ihr Unwesen. Junger Mensch ist tot? Ködern wir eben Nachschub.

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Rédigé par Jutta

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