Publié le 14 Août 2022

Das Homeoffice in Emmersdorf hat sehr komfortable Seiten, muss ich sagen. In der Früh aufstehen und etwas spazieren gehen, meist war das Frühstück sogar schon vorbereitet, als ich nach Hause kam. Dann war oft noch ein bisserl Zeit einen Blick in den Garten zu werfen oder so, ehe ich den Arbeitstag begann.

Mittags musste ich mich nur an den gedeckten Tisch setzen, denn das Essen war schon fertig. Am Abend meistens ebenso. Es wurde immer feines Essen gemacht, ich durfte mir auch ab und an etwas wünschen.

Am Abend war dann eventuell noch einmal ein Spaziergang möglich, ein bisserl Fernsehen, und meistens war ich früh müde.

Am 3. August war allerdings alles anders, denn Anna hat mir angeboten, mit ihnen zum Gartenfest im Garten des Stiftes Melk zu fahren. Joni und ihr Lebensgefährte Todd waren gerade für etwa drei Wochen zu Besuch. Peter Sieberer, ein Mitarbeiter des Außenministeriums, auf dem Absprung zu einer beruflichen Neuorientierung, war ebenfalls dabei.

 Anna kennt natürlich viele Leute in Emmersdorf, Melk und im Stift. Und immer wieder kamen Leute vorbei und sagten Hallo. So auch Annas Mama, Frau Pritz.

So war der Abend, an dem wir uns strategisch sehr günstig in der Nähe des Lagerfeuers niederließen, entfernt von der Musik und den Menschenmassen im oberen Gartenteil, und den Leuten bei dem Pavillon. Wir konnten in Ruhe plaudern, den Sternenhimmel bewundern, uns zu späterer Stunde dem Lagerfeuer annähern, denn Wickelbrot wurde keines mehr gebacken. Das Fest war bis 22h angesetzt. So genau scheint man das nicht zu nehmen, denn wir sind nach Mitternacht nach Hause aufgebrochen. Nicht ohne ein Rendez-vous zum Schwimmen am nächsten Tag zu vereinbarn. Anna, Todd, Simone und ich warfen uns in die erfrischende Donau. Todd, Simone und ich wiederholten den Spaß gleich noch einmal, während Anna sich für die Chorprobe in Maria Taferl fertig machte.

Am nächsten Tag ging ich mit Simone noch einmal in der Donau schwimmen, ehe Simone zu Tanz auf Reisen und einem anderen Fest nach Oberösterreich aufbrach.

Prithpal brachte mich zum Zug nach St. Pölten, der etwas verspätet war. So kam ich erst gegen 23h15 in Innsbruck an. Monika holte mich vom Bahnhof ab. Monika machte noch die Vintschgerl fertig, währenddessen wir tratschten. Die Vintgerl schmeckten sehr sehr gut, wie wir tags darauf feststellen konnten! Wir kamen erst gegen halb 2 ins Bett. Tags darauf spazierten wir durch die Innenstadt, nahmen den Landhausplatz genau unter die Lupe, gingen zum Haus der Musik und der Hofburg. Wir genossen den Ausblick von dem 360 Grad, waren im Kaufhaus Tyrol und den Rathausgalerien. Es war viel los in der Innenstadt, besonders in den Straßen rund um das Goldene Dachl und in den Galerien, vermutlich wegen des Regens.  Ich kaufte mir noch eine Haarbürste mit Holzstiften zur Kopfhautmassage.

Danach überquerten wir den Inn Richtung Hötting, Maria Hilf und Sankt Nikolaus. Über den Fußgängersteg erreichten wir den Eingang in den Hofgarten. Trotz des wechselhaften Wetters mit etwas Regen konnten wir doch sehr viel sehen. Wir hatten uns am Nachmittag mit einer Pizza gelabt. Gingen noch auf ein Bier, und tranken noch einen sehr guten französischen Rotwein bei Monika.

Am nächsten Tag war schönes Wetter angesagt, weswegen wir einen Ausflug zu Schloss Ambras machten.

In der Früh waren wir mit dem Bus zum Schloss gefahren, nachdem wir die Straßenbahn wieder verlassen mussten, da in der Tram keine Karten verkauft werden, im Bus schon.

So sahen wir das Stift Wilten und die Basilika von außen, und kamen an der Glockengießerei Grassmayr vorbei.

Wir wanderten durch den Schlosspark, und besichtigten anschließend das Schloss. So waren wir den ganz Tag in diesem Teil von Innsbruck. Die Rüstkammern, die Kunst- und Wunderkammer, dem ersten Museum der Welt von Ferdinand II im Unterschloss, das eigens dafür gebaut worden war, während die als nicht standesgemäß erachtete Ehefrau Philippine Welser das Hochschloss bewohnte. Das Bad ist noch heute zu besichtigen. Juwel des Schlosses ist der spanische Saal, der mit bemalten Wänden, die Tiroler Landesfürsten sind dort dargestellt, sowie Allegorien und Szenen aus der Mythologie, Holzdecken und Flügeltüren mit Einlegearbeiten einer der bedeutendsten freistehenden Saalbauten der Rennaissance war. Die Festwochen Alter Musik finden unter anderem in diesem Saal statt und bieten einen sehr stimmigen Rahmen.

Die Habsburger Porträts, Glassammlung und Sonderausstellung zu den 4 Elementen waren im Oberschloss zu sehen. Aber auch der Küchen- und Arzneigarten Philippines ist noch weitergeführt und zu sehen. Philippine hatte auch ein Arzneimittelbuch verfasst. Auch exotische Pflanzen wurden einst in dem Garten gezogen. Denn Interesse an Besonderheiten hatten wohl Ferdinand und Phlippine gemeinsam, wie die Kunst- und Wunderkammer sowie der Park unterstreichen.

Zum Abschluss zeigte sich der weisse Pfau, den blauen hatten wir schon zuvor gesehen. Wir stiegen durch den Schlosspark hinab nach Amras, wo wir mit der Tram zum Hauptbahnhof fuhren. Hungrig wie wir waren aßen wir das vorzügliche Rehragout, das Monika am Freitag gekocht hatte. Monika machte eine Siesta, während ich auf der Terrasse saß und den lauen Tag ausklingen ließ. Wir leerten noch die Weinflasche vom Vortag, gingen nicht allzu späte schlafen, denn am nächsten Tag hieß es früh auf, da mein Zug um kurz vor 8 Uhr abfuhr.

Die Fahrt über Zürich, und dann weiter nach Paris, verging sehr schnell. Die Strecke ist recht schön über den Arlberg und entlang des Zürich sees.

Und schon war ich wieder in Paris. Aber wieder nur für einen Tag. Mittwoch ging es dienstlich nach London.

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 1 Août 2022

Gestern war ich mit dem Autobus in Richtung Krems unterwegs, ein Sonntagsausflug mit perfektem Wetter dazu. Der Regen am Vortag hatte sich verzogen. Um etwa 9h45 traf ich in Krems am Bahnhof ein, wo Michi bereits auf mich wartete. Ihr Zug aus Wien war schon etwa eine halbe Stunde vorher angekommen.

Wir gingen zu Raimitz auf einen Kaffee, und dann durch die Fussgaengerzone und die Altstadt von Krems zur Dominikanerkirche und dem Dominikanerkloster, wo wir laenger als geplant, die Ausstellungen besichtigten. Alle fanden wir interessant: Stadtgeschichte von Krems und Geschichte der Region, gepraegt von Weinbau und der Schifffahrt, die Raeumlichkeiten inklusive Kreuzgang, gestampftem Erdkeller und Kellergewoelbe, im ersten Stock die Ausstellung Haruko Maeda - Der Wein ist schon reif in der Schale.

Die Installationen von Hans Kupelwieser in der Kirche mit bemerkenswerter Architektur, Fresken und sehr guter Akustik.

sodass wir erst nach 12h unseren Weg fortsetzten, durch das Steiner Tor durch Stein, vorbei an der Museumsmeile, bis zur Abzweigung des Wanderweges ins Reisperbachtales mit Naturlehrpfad, den wir dann Richtung Egelsee und Donauwarte wandernd verliessen.

Den Blick auf das Donautal Richtung Wien und stromaufwaerts noch einmal geniessend, sind wir wieder nach Stein hinabgestiegen, um schliesslich im ehemaligen Brauhof einzukehren.

Es ging sich noch aus, die wachaubahn um 16h20 zu erwischen, und mich von Michi zu verabschieden. War ein super schoener Sonntagsausflug!

Mit Simone war ich noch in Weitenegg schwimmen, um den Tag abzurunden.

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 30 Juillet 2022

Die Arbeit hat mich bis Mitte Juli durchaus beschaeftigt gehalten. Da galt es, dem Programm, das mir ueberantwortet ist, etwas mehr Struktur zu geben. Es ist noch ein Weg zurueckzulegen, bis das wohl mehr Gestalt annehmen wird. Ich suche noch nach dem gangbaren Weg, mehr gemeinsam an einem Strang zu ziehen, und Fortschritte vorzeigen zu koennen. Neu fuer mich ist auch das richtige Mass zu finden, wo und wie ich mich einbringe, damit das Programm in die richtige Richtung steuert, die Beteiligten ihre Bereiche voranbringen. Dann galt es noch Abnahmen von Kundenprojekten im Juli abzuringen, um sie verbuchen zu koennen wie geplant.

Dann kam der franzoesische Nationalfeiertag am 14. Juli, und ich stieg in das Flugzeug in Richtung Reykjavik zur Standortwanderreise, die uns bis in den Nordosten der Insel und an das noerdlichste Spitzerl der Hauptinsel (Festlandislands) fuehren sollte.

Dank der Zeitverschiebung und der fruehen, erfreulicherweise puenklichen Abreise, landete ich um 8h30 in der Frueh und hatte den ganzen Tag in der Hauptstadt, inklusive public viewing des Spieles Island - Italien im Rahmen der FrauenfussbalEM. Das Match ging unentschieden aus, die Stimmung war auf alle Faelle sehr gut. 

Ich war auch auf den Kirchturm der Hallgrímskirkja; von wo man guten Ausblick auf die Stadt und das Umland hat, inklusive der dampfenden Quellen. Gegenueber der Kirche besichtigte ich die Skulpturen im Garten des Museums des ersten islaendischen Bildhauers Einar Jonsson. Es ist in dessem ehemaligen Wohnhaus und Atelier untergebracht, mit interessanter Architektur und spezieller Innenausstattung und Innenarchitektur. Einar Erlendsson war der Architekt. Das Innere steht bei einem naechsten Besuch auf dem Programm.

Im Hafen faellt freilich das moderne Konzert- und Messegebaeude Harpa ins Auge. 

Da die Nacht sehr kurz gewesen war, und der Tag in Reykjavik auch schon lange, wartete ich schon sehnsuechtig auf Brigitte. Sie traf gegen 22H Ortszeit im Guesthouse ein. Wir gingen noch auf ein Take away Bier - das Lokal war dabei, Sperrstunde zu machen - ins Loki, wo ich zuvor schon ein sehr gutes Abendessen genossen hatte. 

Tags darauf gingen wir Shopping, Brigitte brauchte ein waermere Wanderhose. Das fuehrte uns zu 66° North, einem angeblich sehr hochwertigen Outdoor Bekleidungsproduzenten. Wir spazierten durch die Stadt, nochmals zum Hafen, zu der Skultupr "Le Voyageur du Soleil", sahen uns das spannende Rathaus und das dort ausgestellte, mehrere Meter lange Modell von Island an. Den Mittagsregen verbrachten wir gut in einem Restaurant, den Nachmittagsregen bei der Erro Ausstellung im Reykjavik Art Museum.

Nach dem Fruehstuck war Treffpunkt mit Mandy Rehork und den anderen TeilnehmerInnen der Wanderreise. Insgesamt waren wir 10 Personen, inklusive Mandy, und tourten mit dem Minibus, belenkt von Mandy, Richtung Norden. Nach einem Einkaufsstopp, wo Proviant, unter anderem reichlich Skyr, fuer die Wanderpausen gekauft wurde. Auf dem Weg lag unsere erste Wanderung am Fusse des aus vulkanischem Liparitgestein bestehenden Baula, anfaenglich ueber Buckelwiesen, zu einem Wasserfall. Die naechsten beiden Naechte verbrachten wir in Siglufjoerdur. Einst bekannt fuer die Heringsfischerei. Seit die Heringe hier nicht mehr vorbeiziehen, gibt es freilich immer noch einen Hafen, zudem sind Wintersport und Sommertourismus wichtige Einnahmequellen des Ortes.

Von hier wanderten wir rund um die mit einer Sandbank mit dem Festland verbundenen Halbinsel Þórðarhöfði im Skagafjoerdur. Die Eissturmvoegel brueteten gerade in den Steilklippen; Es gab auch Dreizehnmoewen , Austernfischer und andere Vogelarten zu sehen. Leider war das Wetter nieselig und nebelig, sodass wir die Nachbarinseln Drangey und Malmey weniger gut sehen konnten als tags davor vom Auto aus. Am naechsten Tag machten wir zuerst Halt bei einem Hot Tub am Atlantik. Das sonnige Wetter lud zum Abhaengen im warmen Wasser und abschliessend Abkuehlen im Atlantik ein. Das war ein spontan eingebauter, sehr eindrucksvoller Programmpunkt der Reise. Anschliessend wanderten wir zu einem Bergsee, in dem wir auch die Beine abkuehlten. Die markanten spitz zulaufenden Berge unterscheiden sich sehr von den oft rueckenfoermigen Bergformationen. 

Ein Zwischenstopp fuehrte uns in den botanischen Garten von Akureyri, der 1910 von Frauen auf Privat- und Eigeninitiative geschaffen wurde. Ein sehr nettes Staedtchen, mit viel Herz. Die roten Ampeln sind herzfoermig.

Wir fuhren weiter bis Husavig, wo ein paar Kilometer ausserhalb des Ortes direkt am Meer unser Quartier fuer die naechsten 5 Tage lag. Eine Oase der Ruhe und des einfach sich Wohlfuehlens an dem Ort. Von diesem Stuetzpunkt aus machten wir die Wander- und Besichtigungstouren. Papageientaucher und Basstoelpelkolonien auf der Halbinsel nahe Raufarhoefn und dem Leuchtturm von Rauðinúpur, die Besichtigung der Region Myvatn, Mueckensee, wo vulkanische Formationen zu sehen sind, mit anschliessender Wanderung durch Lavafelder und einem Kurzbesuch in einem Geothermalkraftwerk. 2 bis 3 cm pro Jahr driften die Kontinentalplatten, deren Raender quer durch Island verlaufen, auseinander. Besonders viel vulkanische Aktivaet und Erdbeben sind entlang dieser Linie zu beobachten. Wir wanderten quer ueber eine der Halbinseln, durch Wiesen bis hinauf in eine karge Steinlandschaft mit Seen, und anschliessend wohl verdientem Besuch im Thermalbad Geosea von Husavik. Diese Wanderung wurde nur von einem Teil der Gruppe gemacht, denn vier von uns fuhren zum Whale Watching. Dettifoss - dem maechtigsten Wasserfall Europas - und Godafoss wurden ebenfalls auf unserer Reise gewuerdigt. Eine Canyonwanderung entlang des Flusses, an dem der Dettifoss liegt, und zu einem Nationalpartk am  bildete den kroenenden Abschluss. Uerboten wurde das Ereignis fast durch mein Bad im Atlantik, diesmal ohne vorher im Hot Tub - geniales Gefuehl, im etwa 10 Grad warmen Wasser zu schwimmen. Ich beginne die Begeisterung fuer das Eisschwimmen zu verstehen.

Am letzten Abend grillten wir mit Martin, dem Guesthousebesitzer, dessen Lebensgefaehrtin und die beiden Soehne kamen ebenfalls. Den Griller hatten Martin, Stefan und Mitja am Vorabend noch zusammengebaut.

Tags darauf ging es wieder Richtung Reykjavik und zur letzten Uebernachtung in der Naehe des Flughafens Keflavik, wo wir von Mandy kurz vor 5 Uhr in der Frueh zu unseren Fluegen gebracht wurden. Brigitte nach Frankfurt, Holger nach Berlin, Alexander nach Dresden, Birgit und Jochen nach Zuerich, ich nach Paris. Jana, Stefan und Mitja blieben noch zwei Tage ehe sie nach Forst in der Lausitz zurueckkehrten.

Eine geniale Erfahrung, wunderbare Reise mit vielen Eindruecken und wuerdigem Begehen der vor 30 Jahren begonnenen Freundschaft mit Brigitte.

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Rédigé par Jutta

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