Publié le 7 Octobre 2022

Seit Jahresanfang arbeitete ich an einem Solotanzprojekt, die Musik hatte ich von Maurizio Chiantone bekommen, das von mir dazu gewählte Thema wollte nicht so richtig Form annehmen.

Anfang Juni war ich in Emmersdorf, und dort wurde es mir sonnenklar, welches Thema ich in meinem Solo bearbeiten möchte. Die Inspiration kam von meinem Vater. Ich begann sofort nach meiner Rückkehr die Notizen für die Idee in Bewegung umzusetzen.

In einem der Kurse mit Léone Cats bot sich die Möglichkeit an Solos zu arbeiten, was für mich sehr wertvoll für die weitere Arbeit war, da ich früh in der Kreation Auszüge tiefer ausarbeiten konnte und Rückmeldungen bekam.

Ich fragte noch im Juni im Espace Culturel Bertin Poirée an, ob es Möglichkeiten für einen Auftritt gibt. Von zwei oder drei Terminmöglichkeiten wählte ich den 7. Oktober aus. Rückblickend betrachtet möchte ich fast sagen, es gibt keine Zufälle.

Jedenfalls war nicht viel Zeit für die Vorbereitung. Ich begann im Juni, im Sommer war ich rund 4 Wochen nicht in Paris, dann war der Probenraum auf Sommerpause. Ab Mitte August ging es dann intensiv mit dem Proben weiter bis zum Auftritt.

Meinem Vater auf diese Art Ehre zu erweisen war mir wichtig. Die Erarbeitung des Projektes hat mir sehr viel Freude gemacht und empfand ich sehr erfüllend.

Dann überschlugen sich die Ereignisse in den letzten Tagen, mein Vater wurde am Mittwoch ins Krankenhaus gebracht. Am 6. Oktober um 2 Uhr in der Früh benachrichtigte das Krankenhaus meine Schwester, wie vereinbart rief sie mich umgehend an, dass unser Vater verstorben sei. Uli und ich sprachen lange am Telefon und konnten so unsere Trauer teilen.

Ich war im Zweifel, ob ich angesichts der Situation den Auftritt wahrnehmen oder absagen soll. Diese Möglichkeit, genau in diesem Moment, am Lebensende meines Vaters, ihn so weiterleben zu lassen, kommt nicht wieder. Aber würde ich emotional in der Lage dazu sein? Als ich meiner Schwester vom Thema des Solos erzählte meinte sie, go for it.

Ich wartete noch die technische Probe mit Sébastien, der für die Regie verantwortlich war, und Christian, einem Freund von ihm, ab. Und die hat mich zur Überzeugung gebracht, dass ich auftreten werde. Ich kannte die beiden nicht, wusste also zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich mit den beiden sehr renommierte Theater, Tanz und Marionettenkünstler vor mir hatte. Vor allem der Parcours von Christian ist beeindruckend, und die Zusammenarbeit mit ihm so wie mit Sébastien ist sehr angenehm und überaus professionell. Christian hätte nach der Probe gestern an Sébastien ein SMS geschrieben "Etat de Grace". Es hat ihm meine Arbeit wohl gefallen, und das freut mich sehr. Ich werde versuchen, mit den beiden Kontakt zu halten. 

Heute war der Auftritt. In Gedenken an meinen Vater zu tanzen war die absolut richtige Entscheidung und ich denke, die Emotion in Bewegung umzusetzen hilft mir bei der Trauerarbeit. Die Reaktionen des Publikums waren positiv, ein Freund von mir, Jean Paul, war sogar zu Tränen gerührt.

Hier ist der Link zur Aufnahme des Auftrittes am 7. Oktober.

RIP Edmund Mayer, Mayer Edi, Ritter Kaplan, Papa

20.11.1931 - 06.10.2022

Voir les commentaires

Rédigé par Jutta

Publié dans #parisplages

Repost0

Publié le 5 Octobre 2022

Der Gesundheitszustand meines Vaters hat sich dahingehend verändert, dass ein Krankenhausaufenthalt heute am Vormittag notwenig wurde. Ich bin froh, dass er in Behandlung und hoffentlich guten Händen ist. Und hoffe, dass es sich zum Guten wendet. Ob die Behandlung greifen wird? - vielleicht wissen wir am Ende dieser Nacht schon mehr.

Voir les commentaires

Rédigé par Jutta

Publié dans #parisplages

Repost0

Publié le 1 Octobre 2022

am 7. Oktober werde ich "Un scintillement traverse la brume" erstmals vor Publikum tanzen. Bin schon aufgeregt.

Jutta MAYER
« Un scintillement traverse la brume  »




Une personne, comme un paysage dans la brume, familier autrefois, devenue étrange et sans repère. Je la regarde. Le besoin se manifeste de plus en plus en moi de retrouver un lien avec elle. Cependant tout m'est inconnu de son univers et de son langage. Comment donc aborder cette entreprise audacieuse, 
Les expressions d’une générosité abondante et les mélodies de jadis accompagnent les oscillations entre absence et présence.
Les dernières notes de la musique s'évanouissent, les mots cessent peu à peu. Les mains se touchent. Suspension. Le scintillement des rayons de soleil traverse la brume. 

Conception et danse : Jutta Mayer
Musique : Maurizio Chiantone
Photo : Jean-Paul Roux

Réservation : resa@tenri-paris.com ou 01 44 76 06 06
Tarifs : 15 € / 12 € Adhérent 7€
Réservation obligatoire, places limitées

Billetreduc

Voir les commentaires

Rédigé par Jutta

Publié dans #parisplages

Repost0