Publié le 30 Mai 2020

heute in der Früh war ich ein wenig am Überlegen, ob ich zu einem Spaziergang aufstehen sollte oder nicht. Da fiel mir ein, dass heute die Parks in Paris wieder öffnen sollten. Da war ich flott aus der Feder und im Laufschuh. Kurz vor 7, zur üblichen Parköffnungszeit, schlich ich vor dem Park hin und her - ich sah Parkbedienstete im Inneren, und Handdesinfektionsmittel an den Parkeingängen bereitgestellt, aber die Pforten waren zu. Dann dachte ich mir, dass es möglicherweise doch noch nicht so weit sei. Ich ging weiter um den Park herum zu einer Tanzeinlage Avenue Velasquez, wo im März meine Serie der morgendlichen Tänze begonnen hatte.

Ich ging weiter meines Weges nach Ternes, über den Markt, Bouelvard Pereire und schließlich retour. Unterwegs hatte ich mir duftende Erdbeeren und ein richtig buttriges Croissant gekauft. Ich machte noch einmal einen Abstecher zum Park und siehe da, er hatte nun tatsächlich geöffnet! Da musste ich sofort hineingehen und eine Runde drehen. Mein Croissant essen. Und nun anstatt den Park von außen durch den Zaun zu betrachten, von ihnen zu sehen.

Anlass für ein weiteres Tänzchen!

Um 12h hatte ich Rendez-vous zur Probe mit Yoko Espace Culturel Bertin-Poirée. Sie begann mir die Choreografie zu erklären, die Bewegungen. Viel Information, viel ungewöhnliche Bewegungen, das wird noch ein Stück Arbeit... Wir haben zwei weitere Termine im Juni vereinbart. Proben mit der dritten Tänzerin werden voraussichtlich ab dem 10. August stattfinden.

Ich kaufte mir einen Thymianstock und einen Lavendelstock in einem der Blumengeschäfte auf den Quais und radelte nach Hause. Und musste feststellen, dass da großes Polizeiaufgebot und irgendeine Demonstration war. Ich habe keine Ahnung, wer sich hier für welches Anliegen versammelt hat. Ich habe jedenfalls das Weite gesucht und bin nach Hause gefahren. Der Hunger war bereits groß.

Normalität kehrt zurück in Windeseile. In manchen französischen Städten werden die Fahrradwege, die zum Anreiz auf den Umstieg auf das Fahrrad in großer Zahl ausgeschildert wurden, wieder zurückgenommen. Die Fahrradcommunity ist aufgebracht. Das ist vermutlich auch nur ein Beispiel von vielen. Die Hoffnung, dem Umdenken und Ändern von Gepflogenheiten etwas Chancen einzuräumen, sich zu etablieren, wird wohl rascher begraben sein als das Virus sich zu Spitzenzeiten ausgebreitet hat. Überraschend finde ich auch beispielsweise in der Rue de Rivoli die Warteschlangen vorwiegend junger Frauen vor den Geschäften von diversen Modeketten.

Ich habe nun ein paar Notizen zu der heutigen Probe mit Yoko gemacht.

Und auch die Fotos habe ich kurz gesichtet. Noch ein Gaga Kurs mit Caroline, Wäsche aufgehängt. Und schon findet ein wunderbar warmer Pfingstsamstag seinen Ausklang.

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 29 Mai 2020

die sonnigen Tage scheinen mit dem heutigen Tag ihre Fortsetzung zu finden. Ich war wieder spät schlafen gegangen, insofern war das Aufstehen um 6h nicht ganz so einfach, ich habe noch ein wenig gedöst, ehe ich aufstand, um wieder die Straße von Paris zu erkunden. Vor allem dachte ich mir, dass die Parkgärtner eilig die Parköffnung vorbereitend Wiesen mähen, Blumenschmuck verändern, Sträucher stutzen würden, und ehe diese Veränderung ganz vonstattengeht, wollte ich noch einmal einen Blick auf den Park werfen. Gesagtm getan. Ich stellte fest, dass die Mäharbeiten in manchen Parkabschnitten bereits begonnen hatten, vor allem auf den Liegewiesen, die von den Parkgästen sehr gerne für Picknick, Spiel, Tratsch etc. bevölkert werden.

Irgendwann erreichte ich Boulevard Pereire, wo zwei junge Frauen beim Schnurspringen und sonstigen diversen sportlichen Ertüchtigungen von einem Mann auf einer benachbarten Bank mit großem Interesse beobachtet wurden. Ich verzog mich in die Nähe des heute wenig frequentierten Zuganges zur Gare de Neuilly Porte Maillot zum morgendlichen Tänzchen.

Nach meiner Meditation und einem ausführlichen Frühstück holte ich meine von der Ville de Paris gesponserten Maske in der Apotheke ab. Bart Simpson Modell, allerdings ist meine blau. Diverse andere Erledigungen warteten ebenfalls auf mich. Da war es auch schon Zeit zum Treffen mit Yoko Sobue aufzubrechen, die mir angeboten hatten, mit ihr im Espace Culturel Bertin Poirée den Proberaum zu teilen, in Hinblick auf meine mögliche Beteiliung an dem Stück von Yoko über die japanische Teezeremonie Ende September. An sich hätte die Aufführung vor dem Sommer stattfinden sollen, das Virus hat dies Pläne freilich etwas verschoben.

Ich war nicht ganz sicher, wie es sein würde, nach der Pandemie wieder in den mir sehr vertrauten Proberaum zurückzukehren. Es war gut, die Räumlichkeiten wieder vorzufinden, sogar ohne Zuschauerränge!

Wie weit ich mich auf das Treffen mit Yoko vorbereiten sollte ? Ich habe letztendlich den Ansatz verfolgt: abwarten und dann schauen wir. Yoko war durch die veränderte Straßenführung - Rue de Rivoli für den Individualverkehr gesperrt - etwas blockiert und so hatte ich den Saal anfangs für mich alleine. Neu allerdings war das Tragen einer Maske bei der Probe. Ich habe mir zu diesem Zweck heute Wegwerfmasken gekauft, weil sie doch etwas atmungsaktiver sind als Stoffmasken.

Yoko schlug vor, sich aufzuwärmen und anschließend zu improvisieren, in einer Verbindung zwischen uns, ohne sich zu imitieren, den gesamten Raum nutzen, und natürlich unter Berücksichtigung von 1m Distanz zwischen uns. Es hat ganz stimmig und hat ganz gut geklappt, meine ich. Wir waren so verblieben, dass wir auch morgen gemeinsam proben. Im August wird gemeinsam mit einer dritten Tänzerin eine intensive Probenwoche geplant - Datum ist noch zu fixieren. Aufführungen finden voraussichtlich am 29. und 30 September im Espace Culturel Bertin Poirée statt.

Nach der Probe kaufte ich eine Tomatenpflanze für meinen Nachbarn als kleines Dankeschön für seine Blumengaben. Dann radelte ich zu dem Fahrradmechaniker wegen des Rücklichtes. Der klärte das nicht funktionierende Licht prombt auf - ich hatte das Kabel nicht an den richtigen Anschluss beim Dynamo gegeben. Er hat die Kabel nun noch einmal fixiert und ich hoffe, dass Vorder- und Rücklicht nun eine Weile funktionieren.

Dann nahm ich kurz an einer Telefonkonferenz teil - an sich böse, weil ich heute einen freien Tag genommen habe. Nach einem kurzen Zwischenstopp zu Hause radelte ich zum Einkaufen, und machte mir dann endlich etwas zu essen. Denn ich hatte nur einen Apfel nach der Probe gegessen und das Frühstück war dann doch schon eine Weile her.

Jetzt bin ich zu Hause und denke, dass ich da auch bleibe. Manfred hat zwar gefragt, ob wir auf ein Bier gehen, aber ich wirklich müde und möchte früher schlafen gehen. Zwischen 5 und 6 Stunden Schlaf sind auf Dauer für mich nicht ausreichend.

Muttern war heute beim Arzt zur Befundbesprechung, ihre Gelenke lassen sich nicht so einfach verjüngen, aber hoffentlich gibt es Möglichkeiten, die Schmerzen etwas zu lindern.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 28 Mai 2020

seinen Lauf nehmen, sich verlaufen, auf dem Laufenden sein, rückläufig, vorläufig, auslaufend nachlaufen.

Zu meinem Vater kommt neuerdings zwei Mal pro Woche eine Dame, die mit ihm diverse Gedächtnisübungen macht. Der Eindruck scheint nach den ersten beiden Terminen positiv zu sein. Die Wirkung auch. Es dürfte meinem Vater gut tun, er wirkt offenbar etwas frischer und präsenter, seine Augen sind wacher. Eine neue wunde Stelle an seinem nicht operierten Fuß scheint auch etwas besser zu werden.

Uli berichtet von neuen Arbeitszeiten in ihrer Firma, die sie und ihre Kollegin nun für Kurzarbeit angemeldet haben.

Bei uns ist so der Eindruck durchaus Betrieb. Bald werden die Zahlen für das 3. Quartal im Fiskaljahr veröffentlicht, wo sich ggf. schon ein Trend ablesen lassen wird.

Premier ministre Édouard Philippe hat heute nachmitttag die Etappe 2 des Déconfinement vorgestellt. Ich habe mich noch nicht damit auseinandergesetzt, was er erzählt hat. Nadja und Anne erzählten mir, dass Île de France wohl orange Zone bleibt, der Rest von Frankreich sei grün. Die Einschränkung auf 100km Bewegungsradius werde wohl bis 15. Juni aufgehoben und Parks werden wohl schon am Pfingswochenende öffnen. Cafés und Restaurants können in der orangen Zone den Betrieb auf der Terrasse aufnehmen (in den grünen Zonen auch im Inneren). Freizeiteinrichtungen, Kinos, kulturelle Einrichtungen können wohl auch im Laufe des Juni ihren Betrieb nach und nach wieder aufnehmen.

Ich habe mich mit Anne und Nadja am Abend auf der Place des petits pères getroffen. Es war lau und angenehm, wir haben ein wenig gegessen, Nadja ging dann nach Hause, Anne und ich tanzten ein wenig, tratschten.

Eine junge Frau saß mit einem Freund auf einer Bank, die beiden fragten uns am Ende, was das für ein Tanz sei. Wir stellten fest, dass sie so wie Anne und ich sehr gerne zu Gaga geht. Vermutlich haben wir uns sogar bei micadanses schon einmal gekreuzt.

Heute während der Mittagspause war ich bei dem Fahrradmechaniker wegen des Lichtes. Er hat direkt einen Blick geworfen und den Dynamo ausgetauscht. Wunderbar, es wurde Licht, ich zahlte nur das Material. Am Abend beim nach Hause Fahren war wieder Finsternis. Grrr. Beide Kabel hängten lose von dem Dynamo. So kann es nicht funktionieren. Dann versuchte ich die Kabel zu fixieren. Das Vorderlicht funktionierte dann, das Rücklicht nicht. not amused. Ich denke, ich werde auf irgendwelche mobilen aufladbaren Lichter umsteigen, oder was man da heute eben so hat.

In der Früh war ich bereits im 17. Arrondissement unterwegs und habe die angenehme Morgenluft genossen, inklusive take away Espresso vom bar tabac, und einem Croissant von einer Bäckerei, die ich bisher noch nicht ausprobiert habe. Der Duft von der Bäckerei zog mich an, das Croissant war recht gut.

Tanzeinlage 1 um 6h58

Tanzeinlage 2 um 07h19

 

 

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Rédigé par Jutta

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