Publié le 2 Juin 2020

heute in der Früh brach ich zu einem Spaziergang auf, in der Hoffnung, dass der Park Martin Luther King und Park de Batignolles schon offen haben. Nun, diese Hoffnung hat sich leider nicht bestätigt, denn die Öffnungszeiten wurden etwas verschoben.

Also ging ich durch die Straßen und mit dem zunehmenden Autoverkehr, und vor allem den eifrig vorbereiteten Gastgärten, denn ab heute waren les terrasses in Paris wieder offen. Mit dem Metermaß wurden die Tischabstände ausgemessen. 1 Meter.

Was für ein Bild, nach Monaten wieder die sehr typischen Tische und Stühle wieder im Freien zu sehen. Am Abend machte ich noch eine kurze Runde in meinem Quartier, und stellte fest, dass die Leute massiv von den Gastgärten gebrauch machten. Umso mehr, als wunderbar lauer Abend dazu einlud. Den Gastgarten, den ich in der Früh noch ohne Gäste und in Vorbereitung gesehen hatte, mit genauem Ausmessen der Tischabstände, war am Abend stark besucht, Leute stehend und sitzend im Gastgarten, 1 Meter war vermutlich nicht unbedingt ein Thema.... Auch im Parc de Monceau waren abends noch sehr viele Besucher.

Gleichzeitig waren Polizeisirenen zu hören und Einsatzfahrzeuge rasten durch die Stadt. Anscheinend waren Demonstrationen in Gedenken an Adama Traoré im Gange. Der Fall wird gerade von der Justiz aufgerollt. Adama Traoré kam nach seiner vorläufigen Festnahme 2016 dem Vernehmen nach durch nun aufzuklärende Umstände in oder durch die Polizei ums Leben. Diese Demonstrationen dürften mit Bränden im 17. Arrondissement und auf dem Periphérique einhergehen und von der Polizei mit Tränengas aufgelöst werden. Ich fürchte, dass es wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen ist / kommt. Die Demontrationen sind zusätzlich angeheizt durch die antirassistischen Demonstrationen in den USA nach dem Tod von George Floyd, der am 25. Mai von der Polizei derart am Boden fixiert worden ist, dass er keine Luft mehr bekam und trotz Flehens, ihm etwas Luft zu lassen, sein Leben verlor. Die Parallelen der beiden Fälle geben zu denken.

Der Tod von George Floyd durch einen weissen Polizisen und die zunehmenden rassistischen Verhaltensweisen waren Anlass in unserer Firma ein Mailing zu schicken, das die Grundsätze der Firma in Hinblick auf Inklusion und gegenseitigen Respekt unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, sexuelle Orientierung, Religion, Herkunft in Erinnerung ruft und sich rassistischen Äußerungen und Handlungen entgegenstellt. Gleichzeitig wurde der Beginn des Pride Monat gewürdigt.

Viel Arbeit, Müdigkeit, leichte Halsschmerzen. Leider keine Fenstertage und verlängerte Wochenenden mehr in Sicht. Gut, dass zu tun ist, aber andererseits ist es etwas viel im Moment.

Tanz heute in der Früh.

 

 

Dienstag

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Rédigé par Jutta

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Publié le 1 Juin 2020

Mein Neffe Christian wird im Juni Vater! Er lebt mit seiner Lebensgefährtin in Leiben in dem Haus ihrer Familie, daneben gibt es wohl noch ein Grundstück.

Bernhard ist wieder zurück nach Wien, um sich zu den Prüfungen zum Semesterabschluss anzumelden und diese vorzubereiten.

Birgit wird voraussichtlich bald ihren Assistenzhund Hailey in der Steiermark abholen können. Sie hat mir ein paar Fotos von ihm geschickt mit einem coolen bunten Maulkorb.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 31 Mai 2020

wie beschrieben ist Paris nun auch schon von rot in gelb umgestuft worden, was mit einer Milderung der Maßnahmen über die nächsten zwei, drei Wochen verteilt einher geht. Freilich muss man sagen, das zu einem überwiegenden Prozentsatz noch bekannten bzw. neue Fälle eher in der orangen Zone auftreten. Weiterhin aufpassen, heißt es also.

5 der 7 Tacuabé haben die Lockerung genützt und sind zu einem Treffen im Bois de Vincennes zusammengekommen. Cécile und ich trafen uns bei Malesherbes und radelten bis Bastille, wo Cécile in einem Parkhaus arbeitet und wir die Räder quasi bewacht abstellen konnten. Von dort ging es weiter im Auto von Chapô, Laurence war auch zu Bastille gekommen. Porte Dorée trafen wir auf Fred, der die gesamte Strecke mit dem Fahrrad gekommen war. So weit so gut. Natürlich waren wir nicht die einzigen und es dauerte ziemlich lange, bis wir endlich einen Parkplatz in Charenton fanden und von dort zu Fuß in den Bois der Vincennes gingen. Es waren unglaublich viele Leute gekommen, das sommerliche Wetter am Pfingstwochenende trug dazu noch mehr bei.

Wir fanden schließlich einen Flecken, der von ein paar Büschen ein wenig von den benachbarten Waldbesuchern abgetrennt war. Dort machten wir reihum jeder einen Vorschlag für das Aufwärmen. Danach teilten wir uns auf zu einer Übung mit wechselnden Rollen als Zuschauer und Tänzer, an deren Ende jeder und jede ein Wort von dem Betrachter bekommen hatte, das von der Improvisation zum Thema "de rien à quelque chose" inspiriert war. Abschluss bildete eine Gruppenppenimprovisation inspiriert von den 5 Wörtern. Wir plauderten noch ein wenig, ehe wir den Heimweg antraten. Pünktlich zum Applaus um 20h traf ich vor dem Haus ein und konnte so dieses Ereignis erstmals auf der Straßenseite erleben, wo die Leute in den umliegenden Häusern teilweise mit Töpfen ausgestattet mehr Präsenz zeigen als die hofseitige Applausgemeinschaft es tut.

Meine ungarische Nachbarin kam da auch gerade aus dem Haus und teilte wie schon öfter in den letzten Wochen ihre Unzufriedenheit mit der Wohnsituation mit. Sie scheint wohl ernsthaft auf Wohnungssuche zu gehen, jedenfalls besichtigt sie schon Wohnungen, die mehr Ausblick bieten und etwas größer sind, vermutlich aber auch entsprechend teurer, ich hätte verstanden zu teuer für ihr Budget. Alternativ dachte sie daran, ihr Homeoffice in Budapest aufzuschlagen. Wie auch immer.

Ich habe nun einen Lavendel, einen Salbei- und einen Thymianstock auf dem Balkon stehen. Mir war nach aromatischen Pflanzen im Blickfeld und in der Nase.

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Rédigé par Jutta

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