das vergangene Wochenende widmete ich der Erkundung per Fahrrad von der Vuastodt. Am Samstag schlich ich um mein Rad herum, unsicher, ob ich einen Ausflug wagen sollte oder nicht, aus Befürchtung, dass ich mir wieder den Rücken verrenke. Ich trug den Drahtesel ohne Folgen ins RdC und pedalierte nach Pantin, um endlich die Ausstellungsräumlichkeiten von Taddaeus Ropac in Pantin zu besuchen. Die aktuelle Ausstellung von Künstlerinnen, die der Kunstströmung des Minimalismus angehörten, war noch einmal mehr Anlass. Dimensions of Reality: Female Minimal.
In der Gruppenausstellung gefielen mir etliche Werke sehr gut, Rosemarie Castoro mit "Forest of Threes" und anderen Werken, Kazuko Miyamotom Lydia Okumura etwa.
Die sehr angenehme Atmosphäre in der Ausstellung hat mich animiert...
In der Ausstellung
Auf dem Vorplatz
Weiter führte mich mein Weg von Pantin nach Bobigny, zum Canal Ourcq, nach La Villette und zum Bassin de la Villette. Schön und spannend, was sich da an Gemeinschaftsgärten, Projekten, Aktivitäten tut.
Sonntag hat mir Michi den Kick per Telefon gegeben, hurtig aus dem Haus zu flitzen, und den Sonnenschein zu genießen, anstelle Hausarbeit zu erledigen oder zu Hause zu bleiben. Und das war gut so. Ich wollte gerne L'Île Saint-Denis erkunden. Eine langgestreckte Insel auf der Seine, von Saint-Ouen bis Epinay sur Seine. Wohnungen, Gewerbe und ein Parc départemental, der an die Donauinsel in Gestaltung und Nutzung erinnert, finden auf ihr Platz. Die Ufer sind zum Teil von Péniches gesäumt, und auch Schiffreparaturwerkstätten finden sich da.
Auf dem Rückweg machte ich in den Gemeinschaftsgärten "Les Jardins du Ruisseau" im 18. Arrondissement einen Zwischenstopp. Auf dem ehemaligen Gelände der Bahnstrecke Petite Ceinture wurde dieser von etwa 16 Jahren eröffnet. Ich überlege, dort Mitglied zu werden, um mich um Pflanzen, Bienen und Hühner gemeinsam mit den anderen zu kümmern.
Unweit davon gibt es zwei sehr sympathische Lokal - "La Recyclerie" und "Le Hasard Lydique".
Im Hasard Lydique stärkte ich mich nach dem Radausflug mit einem Bier und fand den Elan für einen Kinobesuch in den 7 Batignolles. Kino und meine Filmwahl "été 85" von François Ozon schienen mir Garant für social distancing zu sein. Was stimmte, denn in dem großen Kinosaal waren vermutlich nicht mehr als 20 Zuschauer versammelt. War ein ganz guter Film, und ein gelungener erster Kinobesuch seit Monaten.
An der Stelle muss ich erwähnen, dass ich sogar schon im Theater war! Und zwar am vergangenen Donnerstag. Littoral von Wajdi Mouawad, gemeinsam mit Manfred. Ein Mann sucht einen ruhigen Platz, um seinen Vater zu beerdigen. Ein Stück, das sich mit Trauerarbeit befasst, und das in einer Art, die humorige Passagen beinhaltet.
Werbung in eigener Sache: hier mein Link zum Flickr Album Île de France, das nicht nur Fotos vom vergangenen Wochenende beinhaltet,