Uff - schon allererste Kritik, dass wir unseren Blog vernachlässigt haben ... aber natürlich haben wir eine Entschuldigung - wir hatten ENDLICH BESUCH AUS ÖSTERREICH -- jaja, es haben uns noch nicht alle vergessen und abgeschrieben ... es kommen manche doch tatsächlich auch zu uns - und das war sehr sehr nett (Anke, Barbara KEIN WORT in der Öffentlichkeit über Kreuzweh und Käseplatten... abgemacht!)
Eigentlich wollten wir euch aber ein paar Eindrücke von unserer kleinen Reise in den Süd-Westen Frankreichs vermitteln... (Gerti, Philipp - wir sagen euch: essen kann man dort - sprichwörtlich wie Göttin in Frankreich - und wenn man weiss, dass man einfach mehr hinlegen muss ist auch der Wein aus dem Bordelais gar nicht übel...)
Wir sind also frühmorgens am 6.12. mit dem TGV (um sagenhaft günstige 25 € (weil rechtzeitig gebucht)) nach Bordeaux aufgebrochen und haben mal ein günstiges Quartier im Stadtzentrum gesucht (Jutta kennt die Stadt ja seit Sommer 2004 wie ihre eigene Westentasche) - und da es sich so ergab unternahmen wir gleich mal eine geführte Tour durch das Medoc und Haute Medoc (also DIE Weingegenden schlechthin im Bordelais wo die ganzen Rothschild-Chateaus rumstehen...)
Wir haben uns natürlich gleich mal ein wenig önologisch gebildet - und die hier abgebildeten Innereien des Chateau Palaumey sind auch am Gaumen sehr beeindruckend, zumal es sich hierbei offenbar um ein fest in Frauenhand befindliches Weingut handelt!
Die Rundfahrt und Führung war doch einigermaßen anstrengend - weils urviel zu sehen gab und die Führerin eine vom Wein durchaus Begeisterte war und uns mit Information nur so angestopft hat - sehr empfehlenswert so eine Tour - trotz der 100 Amis und Spanier im Bus...
Bordeaux selbst ist - in den Bezirken, die wir besichtigt haben - ein nettes Städtchen mit einem Flair das zwischen Graz und Salzburg angesiedelt ist - also ein paar Bilderchen:

Bordeaux ist also nett - aber das wahre Highlight unseres kurzen Ausflugs in der kalten und leider auch durchaus regnerischen Jahreszeit - war das französische Baskenland und insbesondere St. Jean de Luz, das sich zwischen tosendem Meer und hinreissenden Pyrenäen-Ausfläufern wirklich als idealer Ort für uns erwies.
Da mir mal wieder die Worte fehlen, um diesen Ort in ihm entsprechender Weise zu beschreiben (vorbhaltlich der Tatsache, dass winters wohl alles anders ist als sommers und wir durchaus froh waren ein wenig ohne Massen dort sein zu können...) - auch hiervon ein paar Bände sprechende Fotos



und davon abgesehen, dass es hier die unglaublichsten Regenbogen zu bestaunen gab (was indirekt wohl was mit dem wechselhaften Wetter zu tun hatte..) - man konnte im DEZEMBER (!!!) mit etwas Glück durchaus auch noch am Strand (hier in Hendaye - quasi an der spanischen Grenze) Moules Frites essen und das Leben genießen

... und wen auch immer es mal in diese Gegend verschlagen sollte - das Essen ist GRANDIOS -- wo immer man sich niederlässt - nicht ganz für den schmalen Geldbeutel aber ein wirkliches Wahnsinns-Erlebnis für alle Sinne ist "La Taverne Basque" in St. Jean de Luz - das darf man einfach wirklich nicht versäumen (auch wenn sie das mit der Website nicht optimal im Griff haben). Selten kann ich mich an ein Essen erinnern, wo jede Sekunde purer Genuss war und einfach alles alles alles gestimmt hat (also auch das Service und das ist in Frankreich nun wirklich keine Selbstverständlichkeit..)
ABER: wir befinden uns in der Schilderung ja eigentlich auch schon mitten im Baskenland - und wenngleich man selten Baskisch reden hört.. die Baskenmütze ist hier allüberall und wenngleich die Bomben und Sprengkörper jenseits der Pyrenäen explodieren - ganz so friedlich kohabitiert der Baske auch in Frankreich nicht mit seinem französischen Okkupanten ...

In St. Jean haben wir uns via SNCF gleich mal ein kleines Auto gemietet, um auch das baskische Hinterland zu erkunden - schmucke Dörfer mit den typischen baskischen Häusern und alles in allem einfach eine geniale Landschaft und irgendwie eigentlich a bisserl wia dahoam im Alpenvorland (inkl. Most der auch von den Basken mehr produziert wird als der Wein....)



Leider haben wir nirgends ein Live-Pilota-Spiel gesehen - wenngleich auch wirklich in jedem Dorf der Pilota-Platz (wenn nicht gerade als Parkplatz verwendet) den Hauptteil einnimmt...

Und ich glaub, das gute Essen hab ich bereits erwähnt ...
Die Baskische Küche ist unter geschickter Verwendung des Paprikas auch nicht zu verachten ... und nicht zuletzt daher ist auch dieser Kurzurlaub wieder mal ein rundum nettes Erlebnis gewesen... HACH!!!!
