Publié le 15 Avril 2008

From this old world
I try to hide my face
From this loneliness
There's no hiding place
Inside this cold and empty house I dwell
In darkness with memories
I know so well

I need love know
More then before
I can hardly
Carry on anymore

My world is empty without you, babe
Without you, babe
(My world is empty) without you, babe


Keine Sorge! Wir sind nicht der absoluten Depression verfallen, wir kommen nur grad vom Diamanda Galas Konzert heim und sind noch ganz ergriffen.

Gloomy is sunday,
With shadows I spend it all
My heart and i
Have decided to end it all
Soon therell be candles
And prayers that are said I know
But let them not weep
Let them know that Im glad to go
Death is no dream
For in death Im caressin you
With the last breath of my soul
Ill be blessin you

Dabei war das ja nur mal eine Gelegenheit die Cité de la Musique endlich auch mal von innen zu erleben (auch ok) - und wir haben uns in Gesellschaft des teilweise sehr gruftigen Publikums durchaus wohl gefühlt.

Für alle die Diamanda nicht kennen (also nicht die liebe Ingrid) hier eine Kostprobe:



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Rédigé par Michi

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Publié le 13 Avril 2008

Heimlich und völlig unvorbereitet haben wir uns Samstag im Morgengrauen zum TGV geschlichen, um in bescheidenen 65 Minuten im Zentrum der Ch'timis zu landen.

LILLE

Lille, gelegen in der Region Nord-Pas-de-Calais, ist nicht nur einer der hintersten Winkel Frankreichs, aus Pariser Sicht - d.h. eigentlich schon Flandern, sondern auch eine recht lebendige und durchaus sehenswerte Stadt im NORDEN (vor dem sich die "Restfranzosen" ja offenbar ein wenig fürchten.
Lille kommt von "l'isle", weil es auf einer Flussinsel der Deûle entstanden ist - germanophone Menschen hingegen könnten meinen, es kommt von der Lilie, welche hier allenorts Fahnen und Wappen schmückt.

Und keineswegs besteht Lille nur aus netten flandrischen Hütten mit großer aber lange vergangener Vergangenheit

Place General Charles de Gaulle

Citadelle - Caserne Boufflers

Es gibt durchaus auch Reste jenes Baustils den man in Frankreich überall findet (und sonst nur östlich von Wien)




























und modernste Architektur dort wo sich die Schienen Europas treffen um bald mal unterirdisch in den Ärmel zu schlüpfen...
Am sogenannten EURALILLE haben namhafte Architekten wie Rem Kohlhaas, Jean Nouvel u.a. mitgebastelt.
Tour de Lille

Und so ganz nebenbei wurde hier  in den 70er Jahren die erste vollautomatische METRO (Paris-KennerInnen denken an die Linie 14) gebaut, die überdies derzeit auch mit 45km die weltweit längste U-Bahnverbindung ist.

Die neogotische Kathedrale mit ihren erst im Jahr 1999 fertiggestellten Elementen bietet irgendwie auch ein neues Lichterlebnis



Und die Leute haben dort einen etwas seltsamen Dialekt - die sagen wirklich Merschi und solche Sachen -  und weil wir dem Ch'ti-Erlebnis in aller Deutlichkeit nachgehen wollten haben wir uns zur Nachschulung und Abrundung heute den Kassenschlager des heurigen französischen Filmschaffens "Bienvenue chez les Ch'tis" angesehen und erstaunlicherweise Tränen gelacht (Vorsicht in dt. Übersetzung KANN das alles nicht lustig sein und wenn man nicht ein Mindestmaß an französischer Identifizierung mitbringt ists wohl auch nicht lustig... )
Hier ein paar Hörproben


Wobei wir dem Film inbesonders vollinhaltlich recht geben müssen, als die Menschen dort im rauhen Norden (für uns, die wir die harsche Pariser Art gewohnt sind) wirklich an Freundlichkeit kaum zu überbieten sind, ob auf der Straße, im Beisl oder im Geschäft... impeccable! Und wir haben sogar sowas wie echte Dienstleistung erleben dürfen und das nicht nur einmal und zufällig.
Herausragend: das Geschäft Antoine&Lili (von dem es in Paris auch mehrere Filialen gibt)

und das kulinarisch kaum zu übertreffende Estaminat de la Royale ... (komisch dass die Bistrots dort alle "Schenke" heissen) in dem zwei süße Herren sich allerbestens um die Kundschaft kümmern und darüberhinaus frische kreative Speisen bei nettem Ambiente bieten (falls mal wer von euch nach Lille kommt)
Wir fahren gerne noch mal hin!!!
Fotos gibts übrigens in der Galerie


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Rédigé par Michi

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Publié le 6 Avril 2008

Der April lässt sich hierzulande ja immer ein wenig fischig an. Das liegt daran, dass der April-Scherz sich in Frankreich als "Poisson d'Avril" einen Namen gemacht hat.
Wenn man der Legende trauen kann hängt das damit zusammen, dass bis zum Jahr 1564 der 1. April der Beginn eines neuen Jahres war - und als der "Kalender" dann auf 1. Jänner geändert wurde, wollten sich reaktionäre Kräfte weiterhin am 1. April "ein gutes Neues" wünschen und kleine Geschenke machen. Und weil's halt nimmer das RICHTIGE Neujahr war, machte man sich also falsche Geschenke will heissen Scherze. Andere sagen es hängt mit er Fischerei (Verbot ab 1. Apri) zusammen. Fest steht, dass der Poisson d'Avril hier wirklich noch Tradition hat und Kinder wochenlang vor dem 1. April bunte Papierfische basteln um diese dann steifen Geschäfts-Anzugträgern (also den Vätern) heimlich hinten drauf kleben - was dann teilweise wirklich sehr lustig anzusehen ist.

Aber nicht nur Kinder üben sich im Aprilscherz - ganz offiziell findet die internationale Presse nichts dabei am 1. April Fantasienachrichten mit einem kleinen Körnchen Wahrheit zu verbreiten. zB dass nun endlich ein Mittel gefunden wurde, die zweifelhafte Körpergröße des Herrn Sarkozy etwas in den Griff zu kriegen: "La petite taille de Nicolas Sarkozy a inspiré le tabloïd britannique The Sun, qui a affirmé, sous le titre "Les médecins vont étirer Sarkozy", que celui-ci allait bénéficier d'un traitement révolutionnaire mis au point par un laboratoire suisse pour gagner plus de 12 cm en un an."

Und wusstet ihr schon, dass Frankreich nun doch nicht bei der EURO 2008 mitspielen wird und sich lieber gleich auf eine ordentliche WM vorbereiten will?

Aus diesem Anlass haben wir uns an diesem ersten April-Wochenende auch ganz dem Fisch verschrieben - HEUTE: DIE SARDINE...
als kleiner Vorgeschmack - ein wirklich netter Sardinen-Blog!

zuerst werden die Kleinen mal aus dem Markt-Plastiksackerl befreit. Nach intensiver Internet-Recherche haben wir uns auch dazu entschlossen, doch einen Entschuppungs- und Enteingeweidungsprozess mitzumachen... die atlantische Sardine ist ja doch ein größeres Trümmerl und passt kaum in eine Dose..

Geputzt und gestriegelt werden die Fischlein mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Thymian gewürzt und mit frischem Rosmarin und Knoblauchscheiben belegt - und rasten so mal mind. 1 Stunde im Kühlschrank...
Und man glaubt es kaum, unser klitzekleiner Rotisserie-Chef (der uns normalerweise als Backrohr dient) mutiert zum veritablen Grill... und ich muss ehrlich und unbescheiden sagen - die Sardinen haben mindestens so gut wie bei unserem Stamm-Kurden geschmeckt und haben nur € 2,35 für zwei Personen gekostet...


NEWS NEWS NEWS aus dem Untergrund

Und für FreundInnen der Pariser-Stadt auch noch eine Entdeckung aus dem Untergrund - leider haben wir das Event ja versäumt, aber es gibt hier ein halbjährliches Casting für offiziell zugelassene Metro-Musikanten.

Dafür wurde 1997 bereits die EMA (L'Espace Métro Accords) gegründet. Halbjährlich gibt es von der EMA organisierte Auditions (neufranzösisch: Castings) bei denen die 350 Besten honoriert werden und einen Badge erhalten mit dem sie ganz offiziell in der Metro spielen dürfen (an sich ist das nämlich eigentlich verboten)
Dazu auch ein kleiner Blog und ein paar Bilder und Videos



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Rédigé par Michi

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