Diese kann man zu Hause oder im Kino stillen. Beides versucht und beides war ein Volltreffer.
Im trauten Heim sah ich gestern Rosa von Praunheims "Der Einstein des Sex - Leben und Werk des Dr. Magnus Hirschfeld". Der Film aus 1999 erzählt die Geschichte von Magnus Hirschfeld, der am Beginn des 20. Jahrhunderts quasi als Vorreiter der LBGT Bewegung für die Rechte Homosexueller und deren medizinischer und psychischer Betreuung eingetreten ist. In Berlin gründete er 1919 das erste Institut für Sexualforschung. Dieses Zentrum war Anlaufstelle für alle, insbesonders auch für viele Frauen. Das Institut wurde in den 30er Jahren von den Nazis gewaltsam geschlossen. Hirschfeld befand sich zu dem Zeitpunkt im Exil in Paris. Zuvor hatte er bereits eine etwa 2 Jahre dauernede Forschungsreise in verschiedenen Kontinenten unternommen. Eine Rückkehr nach Deutschland war für Hirschfeld nicht ratsam. 1935 starb er in NIzza.
Der Film hat mir sehr gut gefallen, und hat, so wie auch "120 Battements par minute", ein paar Wissenslücken meinerseits geschlossen.
Heute war ich im Cinéma des Cinéastes: "I am not a witch" von der aus Sambia stammenden Filmemacherin Rungano Nyoni. Eine großartige und sehr kritische Fabel über ein Mädchen, das von den Dorfbewohnern der Hexerei beschuldigt wird und sich in einem Camp für Frauen des gleichen Schicksals wiederfindet. Der Film beinhaltet auch hier und dort Tanzszenen, die mich sehr angesprochen haben. Ausgesprochene Filmempfehlung!