Publié le 15 Juillet 2018

Wenn ich spontan von einem jungen Mann auf der Straße umarmt werde, dann.... ja, dann hat Frankreich die Fußball WM gewonnen. Die Stadt hat schon den ganzen Tag pulsiert. Die Métrozüge und -gänge haben im Rhythmus der "Allez les Bleus" skandierenden und auf die Waggonswände trommelnden Menschen gehallt und geschwungen. Auf dem Champs de Mars war ab der Mittagszeit die Hölle los und der Menschenstrom dahin schien kein Ende zu nehmen.

Nach dem Match wurde der Text durch "Nous sommes Champions" abgelöst. Eine enorme Stimmung breitete sich aus und lag über der Stadt. Ich muss gestehen, mir hat das durchaus auch Unbehagen bereitet. Masseneuphorie schon vor dem Match und erst recht nach dem Match kann auch Angst einflößen.

Sogar in meinem sonst eher ruhigen Viertel war was los. Auf dem Boulevard de Courcelles fuhren Mopeds und Quads auf den Hinterrädern, die Leute saßen auf den Autofenstern und im offenen Kofferraum.

All diese strahlenden Gesichter brachten die Freude über diesen Sieg zum Ausdruck. Nach Attentaten und eher depressiver Stimmung ein Ereignis, das die Leute zusammenbringt quer durch alle Bevölkerungsschichten. Und ein Sieg, der die FN hoffentlich für eine Weile zum Schweigen bringen wird. Denn nur der Zusammenhalt im Team, und nicht zuletzt mit großem Engagement der Spieler mit Wurzeln in verschiedenen afrikanischen Ländern, hat die Mannschaft den Sieg errungen. Und meiner Beobachtung nach war gerade die Begeisterung und Freude bei Menschen, die so wie die Spieler Wurzeln anderswo haben, besonders groß. Die Spieler sind sie wohl auch eine Art Modell für sie. Nur um ein Beispiel zu nennen - der 19 Jahre alte Kylian Mbappé, der Furore gemacht hat während der WM und der in Frankreich massiv gefeiert wird, ist wohl in Frankreich geboren - sein Vater stammt aus Kamerun, seine Mutter aus Algerien.

Macron, gestern noch auf der Tribüne auf den Champs Elysées zum Nationalfeiertag, heute in Moskau im Stadion. Wohl auch, um über die Freilassung des inhaftierten und seit 2 Monaten im Hungerstreik befindlichen ukrainischen Filmemachers Oleg Sentsov zu verhandeln. Das Foto von Pussy Riot mit Mbappé auf dem Spielfeld in Moskau ging um die Welt. Der Auftritt wurde von der Security recht rasch und eiskalt abserviert.

Eine Kollektion von Fotos von dem heutigen WM-Tag gibt es hier zu sehen.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 15 Juillet 2018

gestern Ball im Espace Pierre Cardin zum 14. Juli im Rahmen der Paris-Lisbonne Stories. Ich war bei dem bal participatif mit José Montalvo und Chantal Loial dabei, der mit Liveschaltungen nach Lissabon, wo die gleiche Choreographie getanzt wurde. Abd Al Malik las Camus. Danach wurde in Lissabon Etat de Siège von Camus in einer Inszenierung von Emmanuel Demarcy-Mota im Teatro São Luiz aufgeführt und in den Espace Pierre Cardin übertragen.

Die Charta 18-XXI, Brücke zwischen Menschen aus dem 20. Jahrhundert zu den Menschen im 21. Jahrhundert, von denen die ersten nun 18 Jahre alt werden, wurde ebenfalls an diesem Abend lanciert.

Ausklang des Abends war Dancefloor im Garten des Espace Cardin. Ideal an diesem lauen Sommerabend, und der Garten ist genial schön, an den Champs Elysées gelegen. Portugiesische Snacks, Süßigkeiten und Getränke (Sagres-Bier vom Fass, das ich so mag) sorgten auch für leibliches Vergnügen.

Heute war ich im Musée du Quai Branly, am letzten Tag der Ausstellung Enfers et Fantômes d'Asie. Eine sehr interessante Ausstellung, aber mit erhöhtem Besucheraufkommen (heute war der letzte Tag der Ausstellung). Während ich in der Ausstellung war meldete sich Anne, ob ich in die Fondation Cartier mit ihre gehen möchte zu der Ausstellung Freeing Architecture des japanischen Architekten Junya Ishigami gehen möchte. Das war ein genialer Vorschlag - zuerst plauderten wir im Garten, ehe wir die sehr sehenswerte Ausstellung besichtigten.

ALBUM zu den Ausstellungen

Mit Anne ging ich dann zum Public Viewing Rue Daguerre nahe Denfert-Rochereau. War ein gelungener Tag!

 

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 8 Juillet 2018

Samstag abend lud Fred zur Geburtstagsfeier bei sich zu Hause ein. Ich fand den Abend ausgesprochen nett. Es waren weniger Gäste da als in vergangenen Jahre, aber sehr nette Stimmung und super Fest. Der Praxinoskop-Nachbau mit verschiedenen Bändern zum Wechseln,es handelt sich um Kopien der Originale, war das Top Geschenk.

Sonntag hat Fabienne zu einem gemeinsamen Picknick mit der Improvisationsgruppe aus dem Dienstagskurs im Bois de Vincennes aufgerufen. Bei wunderbarem Sommerwetter hatten wir uns im Schatten einer Linde auf der île de Bercy im Lac Daumesnil niedergelassen. Zunächst gab es Picknick, dann tanzten wir, sehr zum Staunen und zur Belustigung der anderen Gruppen auf der Wiese. Dann fuhren wir 5, die wir bis zum Schluss geblieben waren, gemeinsam mit dem Fährboot zurück ans Festland und ließen bei dem wunderbaren Eissalon Raimo den Nachmittag ausklingen. Veilcheneis, Zitrone-Basilikumsorbet und Schlagobers waren ein Gedicht!

Week-end Fétard
Week-end Fétard
Week-end Fétard
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Rédigé par Jutta

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