die erste Euphorie nach der Fußballweltmeisterschaft hat sich gelegt, Montag sind noch etliche Gruppen nach dem Besuch auf den Champs Élysées durch die Stadt gezogen und haben auf Weltmeister gemacht.
Gleichzeitig kamen dann die Berichte in die Medien, dass für Frauen die Feierlichkeiten bisweilen übergriffig auf sie verlaufen sind. Sapperlot, was ist das denn nun wieder! Glauben manche Herren an einen Freibrief, bei dem sie sich alles erlauben dürfen unter dem Deckmäntelchen der Freude über den Sieg der 23 Nationalteamspieler?
Eine interessante Frage warf auch ein Kollege auf, warum die Frauen sich so sehr in dem Siegestaumel mitreissen lassen, obwohl Frau nicht auf dem Spielfeld war. Er sprach sich für gemischte Teams aus. Noch sind wir nicht so weit und würden uns über ein Würdigung der Frauenteams, die Weltmeistertitel gewinnen, in solch enormem Ausmaß sehr freuen.
In Avignon findet das alljährliche Festival, wo Caroline Thibaut die Entgegennahme des Preises "Molière" abgelehnt hat, mit einer Rede, die ausgehend von belegbaren Zahlen die Unausgewogenheit und Unterrepräsentiertheit von Regisseurinnen und Theatermacherinnen bei dem Festival, sehr deutlich gesagt hat, was Sache ist und was das für ein Skandal ist. Zum Nachlesen...
La République en Marche von Macron macht Schlagzeilen, weniger wegen der Politik, die sie versuchen zu machen, als wegen eines Mitarbeiters und engen Vertrauten von Macron, der am 1. Mai mit einem Polizeihelm als Tarnkappe ein wenig Demonstranten auf der Place de la Contrescarpe belästigt und geschlagen haben soll. Bei dem Vorfall waren laut Presse noch andere selbst- aber nicht-autorisierte regierungsnahe Personen dabei. Weil das schon unangenehm werden kann, hat man auch gleich versucht, die Videobänder der Überwachungskameras verschwinden zu lassen. Irgendwie wie im Film, und nicht gerade in einem guten. Alexandre Benalla scheint vorerst einmal in Polizeigewahrsam zu sein. Und vielleicht kann sich dann Macron auch gleich um eine Neubesetzung für das Innenministerium umschauen, denn der aktuelle Minister, Hr. Collombe hat Erklärungsbedarf.