Publié le 2 Septembre 2018

die letzten Wochen waren doch fordernd für mich. Nichts Tragisches, nichts Ernsthaftes, und doch war da einiges, das mich beschäftigt hat, das mich etwas aus der Bahn geleitet hat.

Freitag wurde die Firma, für die ich seit 2007 gearbeitet habe, aufgelöst, und von dem neuen Inhaber absorbiert. Letzter Arbeitstag für den Firmenleiter. Und Auflösung von etwas, dessen Stärke ein zusammengeschweisstes Team war, von dem eine handvoll Leute, die noch da sind, Zeugen sind.

Digital Ladies hat mir für das Boostcamp in Aix tatsächlich keine zweite Chance eingeräumt, und so verfolgte ich das Event über twitter und aus der Distanz, und habe nun Pläne, wie ich mich zumindest in der Folge bei dem Verein einbringen möchte. Work in progress...

Fotostreifzüge.

Ausmisten von Eintrittskarten, Ausstellungsfoldern etc. Ein paar Kartons habe ich weggeschmissen, und das ist unglaublich befreiend. War ein Beginn, to be continued mit anderen Dingen, Kleidern etc.

Am 2. September 2006 bin ich in Paris angekommen!

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Rédigé par Jutta

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Publié le 26 Août 2018

Fotos von Sabine Weiss von 1945 - 1960 sind derzeit im Centre Pompidou unter dem Titel "La Ville, les rues, l'autre" zu sehen. Es sind ein paar Fotos zeitgenössischer Fotografen in die Ausstellung integriert. Die Ausstellung hat mich sehr angesprochen, sie zeigt Bilder von Menschen an Orten in einer sehr einfühlsamen Art und Weise. Sabine Weiss ist die letzte noch lebende Vertreterin der humanistischen Fotografie.

Sabine Weiss hat sehr berührende und menschliche Bilder in Paris und anderen Städten in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg aufgenommen. Und ihre Arbeit mit natürlichem Licht und Schatten hat mich fasziniert.

Zudem zeigt mir die Ausstellung, wie FotografInnen Themen bearbeitet haben, die ich in meinen Serien "People in the Streets", "Fundstücke" und "Paris" aufgreife.

Coder le monde, an sich eine extrem interessante, aber für meinen Geschmack etwas sperrig zugänglich aufbereitete Ausstellung, sollte man sich wohl eher im Rahmen einer Führung oder Mediation ansehen. Ein Teil der Ausstellung befasst sich mit le corps et le code, und da etwa mit Choreografie, die sich Computerwissenschaft zu Hilfe nimmt: Als Beispiele wurden unter anderem Merce Cunningham und William Forsythe genannt.

Ein weiterführender Artikel zur Ausstellung ist hier nachzulesen.

Die Ausstellung Continuum von Rioji Ikeda hat Anne, mich und zwei andere Besucherinnen zum Tanz animiert. Die Reaktionen der anderen Besucher und der Leute, die uns durch die Glasfront zusahen, war interessant.

 

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Rédigé par Jutta

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Publié le 26 Août 2018

Vor etwa zwei Wochen hat ein Kollege an alle MitarbeiterInnen der Firmeneinheit einen Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition an Angela Merkel gegen die Abschiebung von Menschen nach Afghanistan geschickt. Ungewöhnlich, vermutlich sehr persönlich motiviert, dachte ich mir. Ein paar Tage später telefonierte ich mit ihm, und er sprach diese  Aussendung an, die offenbar durchaus Reaktionen in der Firma geführt hat. Er möge solche Aussendungen in Zukunft tunlichst unterlassen.

Dabei lernte ich auch, dass seine Aussendung persönlich motiviert ist. Er kam mit seinen Eltern als Kind nach Deutschland, ein Teil seiner Familie lebt in Afghanistan. Sie gehören wohl der Schiitischen Gruppe an, was ihre schwierige Situation in Afghanistan in Zeiten von IS und Taliban verschärft. Verwandte und Freunde der Familie kamen bei Anschlägen ums Leben bzw. wurden verletzt.

Der Verlobte seiner Cousine wurde vor kurzem nach Afghanistan abgeschoben, und wurde dort bei einem Anschlag verletzt.

Hilfeleistung über eine Organisation empfiehlt mein Kollege nicht, da das Risiko zu groß ist, dass die Regierung zumindest einen Teil einstreift. Er übergibt Bares, wenn jemand aus der Familie oder dem Bekanntenkreis nach Afghanistan reist.

Er wollte fragen, ob er eine Spendenbox beim Empfang aufstellen darf. Bisher habe ich noch nichts zurückgehört, ob er das Einverständnis bekommen hat.

Ich dachte mir zuerst, dass ich wohl eher eine Petition an die österreichische Regierung suchen und unterschreiben sollte, die eine massive Politik der Abgrenzung und Abschiebung fährt. Habe erst einmal die Petition an Merkel unterschrieben.

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Rédigé par Jutta

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