Temperaturen, kaum höher als sie im Winter gewesen waren. Und dennoch ist 1. Mai. Vor einem Jahr war ich mit Ursula bei der Freiheitsstatue in NY.
Gestern abend habe ich erstmals den Fuß ins Studio Marga gesetzt, das Fabienne gemeinsam mit anderen Leuten im Dezember eröffnet hat, nachdem Studio Keller die Pforten geschlossen hat.
Ich habe den Eindruck, dass meine Wirbelsäulenprobleme durch den Barre au Sol Kurs gelindert werden. Das Becken wird mobilisiert, linke und rechte Körperhälfte etwas in Einklang gebracht, gedehnt. Also ein Grund, den Contact Improvisation Kurs von Mathieur Godeau, den ich in den letzten Monaten frequentiert habe, doch wieder durch die Kurse von Fabienne zu tauschen.
Bei Tanz Improvisation waren wir diesmal 6 Personen, Anne, Laurence, Alisonne, Nadja, Jean - alles gut bekannte Tanzkompagnons. War eine sehr nette Gruppe und wir haben mit viel Begeisterung getanzt.
Kaum war ich zu Hause, naschte ich Erdnüsse, und irgendwann spürte ich etwas im Mund, das da wohl nicht Erdnuss, vielmehr ein Stück eines Zahnhalses war. Pff. Zum Glück kann man online Termine bei meinem Zahnarzt vereinbaren, und ich habe gleich morgen um 08h30 einen Termin. Das riecht nach Krone....
Die Polizei in Großeinsatz, bereits seit gestern abend. Etliche gewaltbereite Gruppen haben zum Aufmarsch am 1. Mai aufgerufen. Diese permanente Hochspannung und Zerstörungswut halte ich immer weniger gut aus. Wenn man durch manche Straßenzüge in Paris geht, etwa in der Nähe des alten Büros bei Boulevard Haussmann, vorbei an zerstörten oder verbarrikatierten Auslagen, aufgelassene Geschäfte (die seit November jeden Samstag stattfindenden Demos haben schon etlichen Geschäftsleuten das endgültige Aus gebracht), glaubt man in einer völlig heruntergekommenen Stadt zu sein. Materieller Schaden, nun gut, aber durch eine Art von "Ruine" zu wandeln ist nicht besonders anheimelnd.
Da könnte ein Ausflug irgendwo außerhalb der Stadt Abhilfe schaffen. Tja, vielleicht eine gute Idee. Ein wenig durch den Wald wandern tut bestimmt gut.