Publié le 27 Août 2007

Wenn der Berg ruft - und trotzdem zu weit weg ist (also kaum hörbar), dann muss man bei Sonnenschein und selten strahlendem Wetter einfach mit der Ebene und den Forêts in der Pariser Umgebung vorlieb nehmen und zur Flachlandwanderin mutieren... dafür gibt es auch jede Menge Wanderführer und mit solchen ausgestattet haben wir dieses Wochenende die Umgebung des Großstadt-Molochs unsicher gemacht.

Das Reizvolle an den Wanderrouten rund um Paris sind nicht nur die Wälder, die's doch nicht so unzahlreich gibt, nicht nur die Flüsse die durch die Landschaft mäandern, sondern dass wahrlich jeder Ausflug neben Naturgenuss auch kulturelle Reize bietet.

So haben wir uns Samstag nachmittag (nach einem wohlverdienten Wochenendschlaf) mit der RER nach Juvisy-sur-Orge aufgemacht, einem Ort an der Seine im Süd-Osten von Paris, der wohl nicht gerade die wohlhabendsten BürgerInnen der Île-de-France beherbergt, sofern diese nicht eines der schmucken Hausboote besitzen...

und weil sich auch samstags alles nur um die Arbeit dreht haben wir den Fluss überquert und unseren Marsch durch Draveil aufgenommen.


Wie man auf der Landkarte (rechts unten) deutlich sieht liegt Draveil an einem Wald - dem Forêt de Sénart, wo unsere vierstündige Wanderung durch Farne, Moose und Eichenhaine erst so richtig begann (unglaublich wie viele Brombeeren es am Wegesrand gibt - hmmmmm)

Und ihr werdet es nicht glauben, nicht nur waren deutliche Spuren von Wildschweinvorkommen allüberall (Obelix hätte seine Freude), es roch auch deftig nach Wild und uns ist tatsächlich auch ein Rehbock über den Weg gelaufen und wir konnten ein Streifenhörnchen beim kecken Spiel beobachten (das muss wohl entlaufen sein, denn meinen Recherchen zufolge kommen die hier eigentlich nicht in freier Natur vor).

Das Ende der Tour brachte nicht zu verachtende kulturelle Genüsse.
Wir landeten in Evry, der Hauptstadt von Essonne, die sich selbst gerne auch Stadt der Spiritualität nennt.
Und tatsächlich gibt es dort sogar die größte Pagode Europas (derzeit a bissl Baustelle) und natürlich auch eine Synagoge und Moschee.



Uns hat vor allem aber die Cathédrale de la Réssurection d'Evry von Mario Botta interessiert, welche wiederrum die jüngste Kathedrale Frankreichs bzw einzige Kathedrale des 20. Jahrhunderts ist, erst 1995 eröffnet wurde und von architektonischer Genialität ist (und leider bis wir endlich nach einer weiteren Stunde Fußmarsch durch Évry das Stadtzentrum erreicht hatten bereits geschlossen war...)



Den Sonntag haben wir dann gleich mit einer historisch-kulturellen Leistungsschau begonnen.
Mit der RER A sind wir nach Westen nach Saint-Germain-en-Laye aufgebrochen und staunten nicht schlecht als wir schon nach dem Auftauchen aus dem Bahnhofs-Untergrund mitten vor dem riesigen Château standen.. (nebenbei erwähnt eine Wohngegend der gehobeneren Klasse)

und wer kennt ihn nicht den Vertrag von Saint Germain demgemäß dem habsburgischen Doppeladler zumindest ein Schädel abgehackt wurde? Profaneren LeserInnen (oder sportkundigeren?) ist auch der Fussball Club PSG (Paris Saint-Germain) ein Begriff - die tranieren dort am Camp des Loges...

Bemerkenswert neben dem durchaus lauschigen Schlossgarten ist auch die 2400m lange Terasse von Le Nôtre, eine Terrassenanlage von der aus man (bei guter Sicht) einen weitläufigen Blick über Nanterre, La Defense etc bis nach Paris hat.

Uns hat natürlich vorderhand eher das angrenzende Fôret Domaniale de Saint-Germain-en-Laye interessiert und erneut spirituellen Pfaden folgend sind wir den "blauen Kreuzweg" gegangen, der ausgesprochen gut markiert von Steinkreuz zu Marterl führt und natürlich vorbei an leckeren Brombeerstauden.

Am Ende des zweiten Touren-Tages hing uns dann ganz schön die Zunge raus, denn mangels Bergwelt im Umfeld sind wir nicht sehr viel gewohnt (das Gehen auf der Ebene beansprucht auch gaaaanz andere Muskepartien und das Löffel-und-Glas-zum-Mund-Führen ist auch nicht grad ein adäquates Fitness-Training...

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Rédigé par Michi

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Publié le 21 Août 2007

Irgendwie ist hier alles ein wenig durcheinander, so berichtete das französische Fernsehen letztes Wochenende (in aller Ausführlichkeit) über die Fêtes des Moissons, die hier offenbar so um den 15. August herum abgefeiert werden, mit allem was Tracht und Tradition zu bieten haben.
So zB in Saint Loup oder demnächst in Vitry-sur-Seine.

Da wollten wir natürlich in unserem Französinnentum nicht hintanstehen und sind forschen Schritts in den Pariser Jardin des Plantes spaziert um nach der Ernte zu sehen (bereitschaftsdienstbedingt war mein Bewegungsradius leider auf Paris beschränkt und die Weizenfelder ragen wahrlich nicht rein in die Stadt).

Unsere unreifen Beobachtungen möchten wir ganz explizit (und unkommentiert) Moni, Gerti und allen anderen leidenschaftlichen Hobby-GärtnerInnen widmen.

Alle anderen seien beruhigt, wir sind noch nicht ganz Sugo in der Birne...

Jutta ist wieder mal ein paar Tage in Deutschland - und von wegen Büro, sie hat auch nicht nur eines...

Das alltägliche in der Rue Téheran


und das repräsentativere in Frankfurt

(Keine Sorge übrigens in meinem Büro ist nix geheim und ausstattungsmäßig dem Rechnungshof alles bekannt ;-)

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Rédigé par Michi

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Publié le 16 Août 2007

Da gabs mal in den 80er Jahren eine TV-Serie namens "Büro Büro" mit Elfie Eschke und so... fand ich recht lustig damals ... und weil ich heutzutage außer Büro Büro auch nicht viel erlebe... und alles viel weniger witzig ist, dachte ich mir, ich mache euch mal vertraut mit meiner näheren Arbeitsumgebung ...


der tägliche Ausblick; man beachte die Rechenmaschine links - die braucht man als Rechnungsführerin (bloß kann ich noch immer nicht damit umgehen und rechne lieber mit dem Windows-Rechner); der super-Flat-Screen ist übrigens NEU und Paris ist eine der ersten Botschaften die damit ausgestattet wurden (letzte Woche)


drum stehen derzeit in den Büros auch noch die alten Röhrenbildschirme rum und warten auf Abholung ... die silbrigen Dinger im Hintergrund sind übrigens Schreibmaschinen (elektrische wohl gemerkt) die leider noch mit Buchwert im Inventar sind und drum hab ich sie mir als REMINDER reingestellt ins Büro, weil ich da noch einen Antrag schreiben muss, ob ich die entsorgen darf (wenn ich mal Zeit dafür hab)... Wer genau schaut sieht am Tisch rechts hinten ein altes Telefon stehen - das gehört auch irgendwie repariert oder ausrangiert - und die Schachtel am Stuhl ist echt High-Tech (eine Sat-Box für ORF Empfang, leider aber nicht für mich sondern für den HMC)


Papierkram ist natürlich allgegenwärtig

aber meinem Vorvorgänger hab ich auch eine gewisse Begrünung zu verdanken (zuletzt als er zu Besuch war hat er sich über die Vernachlässigung der Pflanze beschwert) ich hab keine Ahnung wer die gießt - ich SICHER nicht - aber ich hab den Eindruck sie wird mich bald zuwuchern (seht ihr auch das gierige Blatt rechts unten wie es in meinen Arbeitsraum hängt?)

Das ist also "Meine kleine Welt"... aber morgen geh ich ins große Generalkonsul-Büro - das hat schon was Repräsentativeres ;-)

Ganz was anderes:
Der Trend alle möglichen Firmen-, Film-, Ressort- oder Gasthausbezeichnungen  fast 1:1 in Internetadressen zu verwenden ist ja weit verbreitet - doch nicht immer auf den ersten Blick wirklich erfolgreich das vermittelnd was es vermitteln soll (vor allem in der frz. Sprache) - seht selbst


wer da nicht an verschissene Strände denkt.... ein Vergnügen für die ganze Familie... pressé?

www.merdesable.fr

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Rédigé par Michi

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