ähnlich einer Schlange legt man im Laufe des Lebens die eine oder andere Haut ab, die zwar die einst eingehüllte Form mehr oder weniger deformiert behält; aber die dennoch von den sie damals auszeichnenden Farben und Lebendigkeiten und Wichtigkeiten losgelöst ist. Fast farblos, oder grau-braun wie ein altes Pergament, säumen diese Häute heute meinen Weg und meine Rückblicke auf ein früheres Dasein, das mir bisweilen wie das einer anderen Person erscheint.
Nicht nur meine Häute, nein auch die von anderen Menschen und Objekten, die mir einst wichtig waren, farbenprächtig belebt waren, essenziell für mein Leben waren, liegen nun hier. Alte und die aktuell getragene Haut versammelt zu sehen mutet seltsam an. Und ist gleichzeitig Hoffnungsschimmer, dass nichts verloren geht, dass alles einer Transformation unterliegt. Dass es Gründe gibt, warum etwas abgelegt, etwas anderes lebendig geworden ist. Dankbar, dass diese Häute mir auf den Weg, auf dem ich heute wandle, geholfen haben. Katalysator für meine Transformation waren.
Vielleicht trage ich die letzte meiner Häute. Vielleicht folgen Häutungen. Unwichtig.