Publié le 7 Août 2017

Erstes Ergebnis von den gestrigen Aufnahmen ist ein Fototeaser für Beitrag #6 für das Projekt von Jean Paul "I want to touch you"

 

I ... want ... to .... touch .... you .... Teaser #6
I ... want ... to .... touch .... you .... Teaser #6
I ... want ... to .... touch .... you .... Teaser #6
I ... want ... to .... touch .... you .... Teaser #6
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I ... want ... to .... touch .... you .... Teaser #6

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Rédigé par Jutta

Publié dans #parisplages

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Publié le 6 Août 2017

heute früh verspürte ich Lust, ins Musée Rodin zu gehen, vor allem weil ein Teil der Ausstellung im Garten ist - und ich wenig begeistert von der Idee war, bei schönem Wetter mich ausschließlich in einem Ausstellungsinnenraum zu befinden, und wegen Anselm Kiefer "Kiefer & Rodin": Ich muss gestehen, Kiefer hat mich in diesem Kontext nicht ganz überzeugt, und bildete nur einen Bruchteil der Ausstellung. Rodin, seine Tänzerskulpturen und viele andere haben mich durchaus in den Bann gezogen. Ein paar Werke von Camille Claudel sind auch noch zu sehen. Seit es etwas außerhalb von Paris ein ihr gewidmetes Museum gibt, das übrigens noch auf meiner Wunschliste steht, sind vermutlich ein paar Werke aus dem Rodin Museum transferiert worden. Das ist aber Vermutung und Spekulation.

 F O T O S

Danach machte ich mich auf zu meinem Rendez-vous beim Château de Vincennes, zu Dreharbeiten mit dem Videasten Jean-Paul. Im Jardin d'agronomie tropicale im Bois de Vincennes, Pavillon de l'Indochine, verbrachten wir den gesamten Nachmittag. Jean-Paul ist zuversichtlich, dass die Aufnahmen für sein Projekt "I want to touch you" sehr geeignet, zum Teil sehr gelungen sind. Ich werde in den nächsten Tagen Videos und Fotos bekommen. Suspense....

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Rédigé par Jutta

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Publié le 2 Août 2017

der Ausflug ans Meer wurde vielmehr ein Ausflug an die Flussmündung der Somme. Was aber keineswegs den Genuss minderte. Mit der Bahn nach Abbeville und mit dem Bus weiter nach Saint-Valery-sur-Somme, und schon war ich in der Normandie und an einem höchst geschichtsträchigen Ort, wie ich erfahren durfte: Die Lage von Saint-Valery-sur-Somme in einer Bucht relativ weit im Landesinneren im Vergleich zu beispielsweise Le Havre, sowohl an der Flussmündung als auch am Meer, war ideal für den Seehandel, machte es aber auch militärisch interessant. Eine Wehrmauer umgibt noch heute den mittelalterlichen Stadtteil, der hoch über dem Fluss thront. Wilhelm der Bastard war hier in See gestochen, um 1066 von der Schlacht von Hastings als Wilhelm der Eroberer hervorzugehen. Jeanne d'Arc, in englischer Gefangenschaft, passierte 1431 den Ort, auf dem Weg nach Rouen, wo sie auf dem Scheiterhaufen endete. Saint Valery wechselte während des 100 jährigen Krieges von einer Herrschaft zur anderen, fand im 15. und 16. Jahrhunder Frieden und Wohlstand, ehe es einer der Schauplätze der Religionskriege im 16. Jahrhundert war. 17. und 18. Jahrhundert waren wohl wieder fettere Jahre, bis die französische Revolution auch hier ihre (unblutige) Auswirkungen hatte mit Verkauf des Schlosses und des Klosters.

Im 1. Weltkrieg brachte England Nachschub an Nahrung und Truppen über Saint-Valery an die Front.

Der Heilige Valery hat Anfang des 7. Jahrhunderts die Region katholisiert. Er hat eine im geweihte Kapelle hier, und war wohl auch offen für Bitten um Vertreibung von sexuellen Pannen. Die Außenmauer der Kapelle ist übersät mit eingravierten Herzen und Namen, im Inneren der Kapelle gibt es Votivtafeln nicht selten mit Darstellungen von weiblichen und männlichen Geschlechtsorganen - da die Kapelle geschlossen war, kann ich das allerdings nur zitieren und nicht bestätigen. Ansonsten wird Saint Valery von Seefahrern, Gärtnern, Augenleidenden und Fiebernden angerufen. Auf dem Turm der Kapelle ersetzt eine Möwe den Hahn.

Heute ist Saint-Valery ein Ort, der Touristen anzieht, nicht zuletzt wegen der Naturschauspiele, der Fauna und der Flora: ein großes Vogelreservat ist Treffpunkt der Zugvögeln von Norden und von Süden, da bleiben die Ornithologen nicht aus. Es gibt eine Robbenkolonie - im Foto-Album sind auch ein paar Robbensuchbilder zu sehen.

Entenjagd in der traditionellen Art wird hier nach wie vor ausgeübt, bei der man die ganze Nacht in einem Unterstand im Überschwemmungsgebiet auf Enten lauert, manchmal quasi im Wasser (je nach Seewasser/Flusswasserstand).

Zwischen Schotter und Sand, der Geruch und die Geräusche beim Gehen auf dem Schotter erinnerte mich an die Donau und meine langen Spaziergänge, die ich einst in meiner Jugend auf der Schotterbank unternommen habe.

Allerhand kulturelle Aktivitäten mit Ausstellungen und Konzerten werden den Sommerfrischlern geboten. Es gibt sogar ein Marionettentheater in Saint-Valery.

Gut - und eher deftig - essen kann man in der Normandy ebenfalls: Bulot-Terrine (Meeresschneckenterrine), Rindfleisch mit Gemüse in Rotwein gekocht, dazu ein lokales Bier waren mein MIttagsmenü.

Und dann lebte mein kindliches Inneres bei einer Fahrt mit dem Zug durch die Flussmündung von Saint-Valery-sur Somme nach Noyelles, angetrieben von einer Dampflokomitive voll auf. Die Bahnstrecke verbindet Le Crotoy und Cayeux-sur-Mer. Ich fuhr nur ein Teilstück mit, denn ich musste den Bus in Noyelles zurück nach Abbeville erwischen, von wo es retour nach Paris ging.

Ganz begeistert und müde von all den Eindrücken kam ich da wieder an. Mein Gegenübernachbar im Zug, ein etwa 25 Jahre alter Mann, hatte mich übrigens auch schwer beeindruckt, zumal er Ruhe und Gelassenheit ausstrahlend vor sich hinstrickte, vielleicht einen Pullover.

 

 

 

 

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Rédigé par Jutta

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