Publié le 12 Mai 2018
Veränderungen gehören zum Leben wie auf die Welt kommen oder sterben. Man könnte meinen, dass man sich daran gewöhnt, diesen mit ausgebreiteten Armen entgegengeht, selbst ohne zu wissen, was sie bringen werden.
Mag sein, dass das Menschen gelingt. Ich hingegen bin gerade ein wenig aus dem Tritt deswegen. Ich habe keine Ahnung, was die Eingliederung in die Firma bringen wird. Ich meine, ich weiss, dass auf Managementlevel etwas ausgelichtet werden wird. Und was passiert mit den Leuten darunter wie mich oder den KollegInnen? Wie gelingt es mir, mich intern zu verkaufen und einen Platz zu finden, der mir Freude macht? Wohin mit dieser Ratlosigkeit? Wie ruhig Blut bewahren und entsprechend dem Verlauf an geeignetem Zeitpunkt agieren? An wen sich orientieren, wenn man nicht weiss wer geht, wer bleibt und in welcher Rolle? Wie den Glauben an sich und das Vertrauen in sich behalten? Das kostet durchaus Energie und Müdigkeit macht sich breit.
Veränderungen sind nicht nur vorwärtsgerichtet. Ein Abschied von dem was bis dato war ist integraler Bestandteil. Man lässt etwas hinter sich, mag es gut sein, dass es vorbei ist, oder nicht. Mir bereitet das oft ein Gefühl der Zerrissenheit, oder als würde in meinem Inneren gewühlt werden. Und dann ist da diese Traurigkeit. In einem halben Jahrhundert hatte ich bei mehreren Gelegenheiten das bereits erlebt. Insofern weiss ich, dass es vorbei gehen wird. Steckt man mitten drinnen, regt sich der Wunsch, wenn es denn schon so ist, dann soll es wenigstens schnell vorbei gehen. Geduld wird abverlangt.
Mir ist auch bewusst, dass die ohne Unterbrechung seit Jahresanfang dauernde Serie geplanter und für mich zum Teil neuer und daher aufregender Aktivitäten mit der NY Reise zu Ende geht. Noch dazu war ich in den letzten 4 Wochen in Frankfurt, Lissabon und in den USA. Ein wenig Zeit zum Aufarbeiten und Durchatmen, ehe ich mir neue Abenteuer überlege, könnte nicht schaden.
Eine Stütze sind in diesem Abschied, Umbruch, Aufbruch gerne künstlerische Aktvitiäten. Aber selbst da fehlt mir ein wenig die Inspiration. Am kommenden Wochenende wird sich Tacuabé für die Vorbereitung des Juliauftrittes treffen, was mir vermutlich ganz gut tun wird. Und die letzten beiden Einheiten von "Entrée dans la danse" an den kommenden beiden Samstagen mir Ablenkung bringen. Da gibt es am 26. Mai sogar einen Auftritt mit der Workshopgruppe, sicherlich inklusive Lampenfieber.