Montag habe ich nun die Digital Ladies endlich in real life kennengelernt, im Rahmen eines Workshops "Mixité et Performance Numérique", bei dem in 4 Gruppen Ideen und konkrete Maßnahmen zu jeweils einem der 4 Themen für das Weissbuch erarbeitet worden sind. Das war ein sehr interessanter und konstruktiver Abend, im Zuge dessen ich sehr interessante Frauen kennengelernt habe, die ich sonst vermutlich nie und nicht alle in einem Raum getroffen hätte. Es hat enorm Spaß gemacht, meine Ideen einzubringen und bei der Abschlussrunde das Ergebnis unserer Gruppe auch mit vorzutragen. Nächste Schritte wurden vorgestellt, und ich hoffe, dass ich weiterhin dabei sein werde! Viviane Strickfaden, Studienkollegin von meinem Ex-Chef Bruno, habe ich dort auch persönlich kennengelernt.
Dienstag Kurs Alexandertechnik und Kontaktimprovisation mit Mathieu Gaudeau - Mathieu kenne ich von den Journées d'Etudes zum Thema "suspendre". Der Kurs hat mir ausgesprochen gut gefallen, und nach der Krankenpause war das ein wahrlich würdiger Einstieg in den Tanz.
Mittwoch war ich lange im Büro.
Donnerstag - Auftakt zum Festival Collective Impact im Auditorium von TF1. Das Festival wird im April 2019 stattfinden, und von les entreprises pour la cité " organisiert.
Unser Corporate Social Responsibility Partner innov'Avenir ist ein Programm von Les Entreprises pour la Cité.
An dem Abend bei TF1 wurden mehrere Success-Stories und Lebensgeschichten vorgestellt, einige der Vortragenden werden beim Festival im April etwas ausführlicher in Rahmen von Vorträgen, Ateliers, Konferenzen.... ihre Geschichte präsentieren.
Freitag abend "Conférence sur Rien", der Text von John Cage wurde 1949 von ihm selber in New York erstmals vorgetragen. Jerôme Bel hat in der Ménagerie de Verre die französische Version gelesen. Mit dem Rhythmus, der dem Text eine besondere Struktur und Intensität gibt.
Samstag Kurs Gaga-People mit Caroline Boussard. Jetzt bin ich zu Hause - die Gilets Jaunes und ihr Aktionstag nerven, bei dem vor Gewalt nicht zurückgeschreckt wird: es geht rund mit Polizeieinsätzen, Krachern, gesperrten Métrostationen. Ich habe 0 Verständnis für diese Bewegung, die mit ihren an die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts in Österreich und Deutschland erinnernden Methoden. Beim Hôtel de Ville sah ich eine Gruppe aufmarschieren, auf dem Weg Richtung Champs Elysées, grölend und sich super stark fühlend, weil sie ein Gilet Jaune tragen. Änderung, ok, aber konstruktiv bitte. Ich zahle nicht Steuern, damit sie dann ausgegeben werden für Einsätze wegen dieser Guerilla-Anhänger.
Rauch von den Ausschreitungen und Konfrontationen ist in der Luft, bis in meine Wohnung, dauernd kracht es, Hubschrauber fliegen, Polizeisirenen heulen. Merde!
Morgen bin ich bei La Collecte Nationale dabei, und zwar in einem Supermarkt im 8. Arrondissement. Bei der Collecte Nationale, heuer von 30. November bis 2. Dezember, kann man in Supermärkten Lebensmittel kaufen, die Bedürftigen zugutekommen. Im Rahmen der Aktion mit Banques Alimentaires und Accueil Solidarité Saint Augustin werde ich ein oranges Gilet [sic!] anlegen und die Supermarktkunden animieren, mitzumachen. FactSet nimmt weiters an der Aktion der Banques Alimentaires teil, wo die Mitarbeiter bis zu 4 Tickets Restaurants spenden können. Am Nachmittag ist dann erneut ein Kurs Gaga-People mit Caroline.