Publié le 7 Avril 2020

Distanz

Von je her hat sich Mensch versucht, von Übel und Bösem fern zu halten und dieses auf Distanz zu halten. Knoblauch gilt etwa als probates Mittel gegen Viren. Auf alle Fälle trägt es dazu bei, andere auf Distanz zu halten, die Knoblauchgeruch nicht so schätzen.

Hilft es nichts zu schadet es nicht. Knoblauch ist gesund, unterstützt die Stärkung des Immunsystems, schmeckt gut, und kann dank Einzel-Isolation ungehemmt genossen werden.

Jutta

Paris, 28. März 2020

Ganz privater Fotomarathon - Sonderausgabe covid-19 Part III

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Rédigé par Jutta

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Publié le 7 Avril 2020

Isolation

Isolation kann selbst gewählt und fremd bestimmt sein. Covid-19 „Bleiben Sie zu Hause“, „Restez chez vous, restez à la maison, éviter toute sortie non indispensable“, mit Strafen und Sanktionen bei Übertretung, fällt wohl eher in die zweite Kategorie. Wenngleich man sich auch widersetzen und die Isolation ignorieren könnte, was gewissermaßen Ausdruck einer Missachtung der anderen Menschen wäre. Mehr als 3 Milliarden Menschen weltweit unterliegen den von ihren jeweiligen Regierungen ausgerufenen Ausgangsbeschränkungen, so kann man in Zeitungsberichten rund um den 27. März 2020 nachlesen.

Isolation ist im 21. Jahrhundert dank der neuen Technologien relativ, denn man kann per Chat, Videotelefonie, Onlinekonferenzen, social media etc. mit vielen Menschen rund um den Erdball verbunden bleiben. . Zum Glück bietet uns mein Arbeitgeber an, von zu Hause aus zu arbeiten. Ich bin über diese Möglichkeit überaus froh; Täglich kurze Meetings mit den KollegInnen, um Informationen auszutauschen, zu fragen, ob es allen so weit gut geht, ob jemand etwas braucht, aber auch um ein wenig zu scherzen und gemeinsam zu lachen, sind von mir gerne besucht. Fast täglich bin ich bei der Gaga People Session live aus Tel Aviv dabei. Und doch ist das Gefühl der Isolation in wechselnder Intensität vorhanden.

Ich verbringe die Isolation alleine in meiner Wohnung Jeden Tag um 20h versammeln sie die Leute an ihren Fenstern und auf den Balkonen, um die Leute mit Applaus oder musikalischen Beiträgen zu honorieren, die in diesen Zeiten dafür sorgen, dass das Leben erhalten bleibt und weitergeht. Vor allem gilt dieses Manifest dem medizinischen Personal. Damit wir diese Zeit so weit gut verbringen können verdanken wir ebenso vielen anderen Leuten, etwa im Lebensmittelhandel, in der Landwirtschaft, Wasserversorgung, Müllabfuhr etc. Dieses regelmäßige und fixe Rendez-Vous löst bei mir immer wieder sehr viel Emotion aus, zumal es Zeichen für mich ist, dass andere Leute um mich da sind, es verbindet, es ist ein Bestandteil, um den Tag zu strukturieren, denn man verliert selbst bei Werktätigkeit im Home-Office ein wenig das Zeitgefühl.

In der Isolation ist man den Blicken anderer entzogen, und die anderen entziehen sich unseres Blickes. Das gibt dem und der Einzelnen Freiheiten. Da wachsen Bärte, da feiern Trainingsanzüge ihren Siegeszug im Bekleidungsstil. Recht rasch nach dem In-Kraft-Treten der Ausgangssperre in Frankreich wurde der Hashtag „plusjamaisdesoutifs“ virulent. Frau genießt es, dieses Wäschestück im Kasten zu lassen. Insofern spannend, als man in den Straßen viele Masken tragenden Menschen begegnet. Dafür bleibt darunter frei.

Das Foto zum Thema „Isolation“ ist der Soutif Bewegung gewidmet.

Jutta. Paris, 28. März 2020

Ganz privater Fotomarathon - Sonderausgabe covid-19 Part II

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Publié le 7 Avril 2020

wie in einem früheren Blogbeitrag erwähnt, hat Michi zu einer Sonderausgabe des ganz privaten Fotomarathon aufgerufen. Die Themen Isolation, Hygiene und Distanz galt es fotografisch, und wer wollte textlich, zu interpretieren. Da die Kreativität mancher TeilnehmerInnen der Gruppe Fotomarathon in videastischer Form und im Nachstellen von Gemälden die gesamte Energie konsumiert hat - wahrlich meisterlich und genial. GDPR und Urheberrecht Rechnung tragend kann ich davon ausschließlich verbal, jedoch nicht audiovisuell schwärmen. So blieben Michi und ich als TeilnehmerInnen der Covid-19 Ausgabe. Und wir teilen uns die Gewinne schwesterlich. Also Seife und Klopapierrolle scheine ich gewonnen zu haben. Die Nudeln teilen wir uns. Und das Coronabier geht an die Nichtteilnehmerinnen mit Hang zur audiovisuellen Kunst.

Was ich denn so eingereicht habe, darf ich hier nun teilen. Urheberrechtlich gilt das für Michis Beiträge nicht, so bleiben euch jedenfalls hier Isolierpullover für die Weinflasche, Metermaß mit Messmeistern Rosie und Ringo und der Rosie / Ringo Striegelhaarball optisch vorenthalten.

Ich beginne mit HYGIENE in Text und Bild:

Ich weiß nicht, wie oft am Tag ich mir derzeit die Hände wasche. Die Haut ist schon völlig ausgetrocknet und spannt. Türgriffe, Türblätter, Lichtschalter, sogar Schlüssel wische ich immer wieder ab. Die Kleidung, die ich draußen trage, bleibt möglichst im Vorzimmer. Im Hausflur vor der Wohnungstüre traue ich mich dann doch nicht sie zu lassen, obwohl das sogar noch empfehlenswerter sein soll, so manche Experten. Seit Donnerstag habe ich ein Handgel im Hause. Dieser Artikel, den ich an sich eher selten benutze – ich hab mir vor Jahren ein kleines Flascherl für Reisen gekauft, und immer vergessen, dass ich es verwenden könnte – erlaubt es die Hände zu reinigen, selbst wenn gerade Wasser und Seife nicht vorhanden sind. Die Gels waren wochenlang ausverkauft, nun haben etliche Apotheken Nachschub bekommen. Manche Parfum- und Kosmetikhersteller haben sogar ihre Produktionslinien umgestellt, und produzieren nun hydroalkolisches Gel statt Duftwasser.

Masken sind sowieso ausverkauft und werden an Normalsterbliche ohne Symptome gar nicht ausgegeben, da nicht einmal für medizinisches Personal ausreichend Masken verfügbar sind.

Überall in der Stadt, in den Häusern, in den Büros und Geschäften hängen Plakate, Zettel, zeigen es die Werbeflächen: mindestens 1 m, besser 2 m Abstand von anderen Personen halten, in die Armbeuge niesen, Papiertaschentücher verwenden und sofort nach Gebrauch wegwerfen, sich nicht im Gesicht anfassen (vor allem nicht Augen, Nase und Mund), Hände mehrmals täglich mindestens 20 – 30 Sekunden mit Seife waschen. Es gibt Anleitungen auch auf youtube, wie man das am besten und sorgfältig tut, um möglichst die gesamte Oberfläche der Hand inklusive aller Finger und Fingerzwischenräume zu rubbeln, man kann dazu beispielsweise „una mattina mi sono svegliato … Bella Ciao“, oder ein anderes Liedchen trällern, das in etwa die geeignete Dauer plus den Rhythmus oder Groove hat.

Nun geht man einen Schritt weiter und weist darauf hin, dass Viren natürlich auf Oberflächen, je nach deren Beschaffenheit und Umgebung, eine gewisse Zeit infektiös bleiben. Also empfiehlt man nun auch Einkäufe möglichst „abliegen“ zu lassen ehe man sie wegräumt, Einkaufstaschen lieber vor der Türe zu belassen und nicht gleich auszuräumen, Hände waschen, nachdem man die Verpackungen angefasst hat, Salat mit Essigwasser waschen, Obst schälen oder zumindest mit Essig oder ähnlichem waschen. Brot ein paar Minuten auf an die 70 Grad erhitzen, ehe man es verzehrt…

Das ist der Hund an all diesen, mit freiem Auge nicht sichtbaren Phänomenen, die den Menschen zusetzen: Viren, Bakterien, Radioaktivität …

Hoffen wir, dass es dazu beiträgt, die Verbreitungskette des Coronavirus in absehbarer Zeit zu unterbrechen.

Jutta

Paris, 28. März 2020

 

Ganz privater Fotomarathon - Sonderausgabe covid-19 Part I

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Rédigé par Jutta

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