Publié le 13 Décembre 2015
Tag des zweiten Wahlganges bei den Regionalwahlen. Spannung bis zuletzt. Sogar meine sonst politisch nicht so expressiven Kollegen haben sich am Freitag noch gegenseitig erinnert, am Sonntag unbedingt zur Wahl zu gehen.
Google hat sich ebenfalls zu einem Wahlaufruf hinreissen lassen.
Ich kam an diversen Wahllokalen vorbei, und hab die Wählerschaft beäugt, die da zeitgleich vor Ort war. Wo sie wohl ihr Kreuzerl hingesetzt haben?
"Artistes à la une pour la Liberté" im Palais de Tokyo war dann ein wahrer Spiegel für sich selber und die Gesellschaft. 32 Künstler waren eingeladen, Schlagzeilen der Libération zwischen 2001 und 2015 umzuarbeiten. Darunter finden sich Themen, die uns 2015 im wahrsten Sinne um die Ohren fliegen, die schon vor etlichen Jahren eine "une" gegeben haben. Aufrüttelnde und erstaunliche Ergebnisse gibt es in der Ausstellung zu sehen, deren Bezug zu aktuellen Ereignissen mehr als auf der Hand liegt, beispielsweise Klimaschutz - die gerade zu Ende gegangene Klimakonferenz COP21, Syrien, Rassismus, Jugendliche in den Banlieues.
Die Werke werden verkauft, und der Erlös kommt "Reporter ohne Grenzen" zugute.
Die Frage an mich selber drängt sich mir auf: im Rahmen der Möglichkeiten, die ich habe, die schon durch mich selber begrenzt sind, wieviel davon habe ich ausgeschöpfte, um mich für das einzusetzen, was mir wichtig ist.
Alle Sujets sind hier publiziert.
Und bei der Gelegenheit habe ich mir auch die Ausstellung "I love John Giorno" von Ugo Rondinone. War auch keineswegs schlecht!
"Dial-a-poem : 0800 106 106
Since the mid-1960s, Giorno has developed viral strategies to share poetry with as many people as possible. In 1968 he created Dial-A-Poem, a telephone service offering random access to poems, sound artworks, songs and political speeches. A new version of the work will be accessible for free on the phone number 0800 106 106* (from 19th October 2015 to 10th January 2016), retracing a century of sound poetry, from 1915 to now. You can thus discover the original voices that have marked art history, cultural life, and social movements, from the abolition of the death penalty, to women’s rights… The randomly played pieces reveal the diversity of registers proposed by Giorno, from Antonin Artaud to Louise Bourgeois, Serge Gainsbourg, Simone de Beauvoir, Bernard Heidsieck, Brigitte Fontaine or else Eric Duyckaerts…"
Dial a Poem hat(te) auch in Wien eine Telefonnummer.
Der 13. Dezember 2015, mit ein paar Fotos dokumentiert.
