Publié le 12 Juillet 2016

Im L'Iris war der Champagner eingekühlt

Sonntag war zu meiner Überraschung L'Iris geöffnet - das Finalspiel der Fußball-Europameisterschaft Frankreich Portugal war wohl die Motivation dafür, ausnahmsweise am Sonntag das Café zu öffnen.

Die Portugiesen waren schon recht in Stimmung, als ich um 20h mich wieder auf einem Tisch im Gastgarten mit Blick auf den Bildschirm niederließ. Viel zu früh für das Spiel, "dank" einer Fehlinformation eines Kollegen, rechtzeitig für ein Abendessen vor dem Spiel.

Das Match selber hat mich nicht so über die Maßen begeistert. Ronaldo gleich nach wenigen Minuten auf dem Boden, weitere Pausen etc. Vergebene Torchancen der Franzosen.

Wollt schon fast bei der Halbzeit nach Hause gehen.

Hab dann noch noch durchgehalten. Die reguläre Spielzeit hatte keine Entscheidung gebracht, also ging es weiter mit der Verlängerung. Die Portugiesen waren nun in Fahrt. Und dann fiel auch das Tor für Portugal. Sieg und Meisterleistung in Minimalismus.

Da wurde im l'iris der Champagner aus dem Eiskasten geholt! Ich hab mich ihnen gratulierend verabschiedet und bin nach Hause.

Die Gardienne hat bei mir im Haus sogar die portugiesische Fahne in dem Gardienne - Karbäuschen aufgestellt. Heut abend war sie wieder weg. Die Franzosen im Haus mögen das vielleicht weniger toll gefunden haben. Ich fand's lustig, weil sie sich offensichtlich echt gefreut hat über den Sieg von Portugal.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 8 Juillet 2016

Allez les Bleus

Gerade rechtzeitig vor dem Ende der Fußball-EM Euro 2016 hat es mich gejuckt, doch eines der Spiele anzusehen. Und zwar nicht irgendeines, sondern das Halbfinalspiel Deutschland gegen Frankreich.

Die Kollegen in Frankfurt ihres Sieges ganz gewiss. Wäre es nicht anders gekommen.

Ich habe mich in eine Café gleich bei mir um die Ecke begeben, um das Spiel anzusehen. Wie sich herausstellte, ist es ein Französisch-Portugiesisches Café. Wie passend zum Finalspiel am Sonntag.

Die Stimmung in meinem sonst eher ruhigen Quartier war direkt voller Spannung und vor manchen Cafés hatten sich schon die Zuschauer schon lange vor Anpfiff versammelt.

Ich war also im L'Iris. Bequem an einem Tisch auf der Terrasse mit direktem Blick auf den Bildschirm, die Spielzeit verflog im Nu und ich konnte meine Freude ob des 2:0 Sieges von Frankreich nicht wirklich verbergen. Die Stimmung im Stadion in Marseille muss ein Wahnsinn gewesen sein. Das kam sogar bei der Übertragung herüber.

Die deutsche Mannschaft versammelt schon sehr gute Spieler, das entgeht selbst einer nicht fußballaffinen Person wie mir nicht. Aber das Glück ist ein Vogerl und hat sich den Franzosen zugewandt.

Vielleicht schaue ich ja am Sonntag Match Nr. zwei an. Der Kunde in Portugal ist sicher, dass Portugal Europameister werden wird.

Anekdote am Rande: Tacuabé am Sonntag in einem Café, um die Terminplanung für den Herbst vorzunehmen. Ein Café ohne Fernseher ist übrigens quasi nicht existent. Es wurde das Spiel Frankreich - Island ausgestrahlt. Wir fanden einen Platz unter dem Bildschirm. So kam es, dass die Augen sämtlicher Besucher des Cafés auf uns gerichtet waren. Und da das Spiel recht torreich war - 5:2 für Frankreich - wurde unsere Aufmerksamkeit alle paar Minuten unweigerlich auf das Spiel und die jubelnden Zuschauer im Café gelenkt. Perücken, Blumenketten, T-Shirts, Tröten in Blau - Weiss - Rot, Fahnen als Umang - weiss was ich was noch alles, werden bei derlei Gelegenheit ausgeführt.

Ich glaub, es tut Frankreich ganz schön gut, zur Abwechslung mit einem sportlichen Großereignis in den Medien zu sein, und noch dazu gute Figur mit der eigenen Mannschaft zu machen.

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Rédigé par Jutta

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Publié le 8 Juillet 2016

Montag abend fand die Schlussvorstellung von Tacuabé im Parc Montsouris statt. Meine Optikerin Annie war tatsächlich mit ihrem Freund Patrick gekommen, der ich zufällig beim Abholen meiner Brille am Samstag von Tacuabé erzählt habe. Sie wohnt im 14. Arrondissement und meinte - Montag kommt sie und schaut sich das an. Und so war es denn auch! Und die beiden waren nicht die einzigen Zuseher. Insgesamt waren sicherlich wieder rund 30 Personen versammelt. Manche haben sich alles angesehen, andere einen Teil des Programms. Da war plötzlich die Frau mit ihrem großen Hund, die in Clermont-Ferrand gelebt hatte, den Tod ihrer vor vier Jahren 25 Jahre alten Tochter versucht zu verarbeiten, und die von Tacuabé völlig fasziniert war - sie organisiert in einem Atelier eher Konzerte, aber war völlig hingerissen von dem Gedanken, Tacuabé zu engagieren. Da war ein Freund von Fred und Bea aus der Schweiz, ein anderer, der bei France 2 arbeitet, Freds Frau Béatrice und Sylvie als treue Zuschauerinnen

Der Auftritt am Montag war ganz anders als der am Freitag, und war beeinflusst von den drei vorhergehenden Auftritten. Ich halte es nicht übertrieben zu sagen, dass da ein Quantensprung dazwischen war. Irgendetwas hat sich in der Gruppe manifestiert.

Lorna hat ebenfalls ein Solo getanzt.

Kleine Anekdote: Ich habe mein Duo mit Fred ohne Fred getanzt. Vorschlag von Lorna, dies mal auszuprobieren. War steil, weil ich plötzlich den Text, den Fred normalerweise hinter meinem Rücken sagt, ich selber gesprochen habe. Und da gingen die Emotionen teilweise ganz schön hoch in mir.

Auszug aus La Neige

...

Toi une, toi foule,
Toi mille, toi râle,
Rafale-la-Saoule
Rafale-la-Pâle
Débride, dételle,
À grands coups de pelle,
À grands coups de balle.

Cavale de flamme,
Fatale Mongole,
Rafale-la-Femme,
Rafale : raffole.

Ich vermag nicht zu sagen, wie die Auftritte von Tacuabé und von mir waren. Ich kann nur bestätigen, dass in mir ein Gefühl von Zufriedenheit davon geblieben ist. Und die irrationale Gewissheit, in kleinem Maßstab einen kleinen Beitrag zu etwas Universellem beigesteuert zu haben.

La dernière
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Rédigé par Jutta

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