Schönes, sommerlich-sonniges Wetter haben Ursula und ich während unseres Kurzurlaubes in Stockholm genossen. Abgesehen von einem kurzen Gewitterregen.
Mittwoch haben wir uns am mittleren Vormittag am Flughafen Arlanda getroffen, sind zu unserem Hotel Nofo mit fabulösem Frühstücksbuffet und bequemen Betten auf der aufstrebenden Hipsterinsel, Södermalm, ursprünglich wohl eher Gewerbe und Arbeitergegend, begeben. Wir sind an diesem Tag auf der Insel geblieben und haben das Stadtviertel, die Holzhäuser bei Tantolunden, und Fußweg am Hang bei Söder Malarstrand erkundet. Schon am ersten Tag sind wir den kulinarischen Angeboten der Stadt verfallen.
Am nächsten Tag Besuch in der Altstadt - Gamla Stan, Wachablöse beim Schloss mit Musikkapelle, dann weiter durch die Stadtviertel rund um Birger Jarlsgaten und Kungsgatan bis zur Stadsbiblioteket von dem Architekten Gunnar Asplund aus 1928, und dann wieder Richtung Süden, und haben den Apéro auf einem der bei Schönwetter gerne und zahlreich frequentierten roof top Bars mit Blick über die Stadt genossen.
Den Besuch im Moderna Museet auf Skeppsholmen darf ich nicht vergessen zu erwähnen, interessanter Bau, ganz interessante Sammlung, Architekturbereich und unter anderem Sonderausstellung über Spielproduktionen. Es gibt dort ein sehr nettes Café, wo man seine Speisen auf der Terrasse nicht unbeobachtet lassen sollte, die Möwen erlauben sich den Spaß und stibitzen auch ganze Sandwiches im Vorbeifliegen. Die anderen Sonderausstellungen haben wir nicht besichtigt - too much...
Tags darauf zog es uns nach Djurgarden und Norrmalm. Auf Djurgarden hat uns die Fassade des Nordiska Museet fasziniert, ebenso wie Rosendals Slott und Rosendals Trädgard. In letzterem insbesonders ein schöner alter Apfelbaumgarten mit bis du 150 Jahre alter Bäumen. Weiter vorbei durch Wälder und Djurgardsbrunnviren entlang, auf Östermalm querend, wo wir zum Funkturm in der nicht erfüllten Hoffnung auf einen Aussichtspunkt gestiefelt sind vorbei an Pferdekoppeln, und weiter durch Diplomatenstaden mit anlässlich der olympischen Spielen errichteten Gebäude und Villen, die wie der Name sagt hie und da diplomatische Vertretungen beherberben. Wir flanierten weiter durch Östermalm.
Wieder retour in der City stellten wir uns im Humle Garden in einer Bar unter, um den heftigen Regenguss abzuwarten. Beim Wiendercafé im Eingangsbereich warteten wir die zweite Regenepisode ab. Humle Garden hatten wir insofern nicht ausreichend gewürdigt.
Wir eilten dann noch zur Markthalle Hötorget, gleich neben dem Konserthuset, um Käse einzukaufen. Wieder die Droittning Gatan, Fußgängerzone à la Mariahilferstraße, die es uns weniger angetan hat, auch wenn dort das Tanzmuseum zu finden wäre. Gleich hinter der Oper stillten wir unseren Hunger im Operakällerens Bakficka. Gleich ums Eck war Oldiesdisco im Operncafé mit ausgelassenen 50+ Publikum, das zu aus unserer Jugend vertrauten Klängen sogar auf den Tischen abtanzte.