Parisplages
Publié le 22 Juillet 2007

Paris Plages est de retour - und das ist fast schon ein wenig traurig, dass dem so ist... denn die regelmäßige Wiederkehr von Paris Plages seit 2002 ist ja an sich was Nettes (siehe Geschichte und Konzept) aber für mich bedeutet zum zweiten Mal Paris Plages live zu erleben natürlich auch, dass ich quasi schon ein Jahr hier bin...
Vom Pariser Stadtstrand haben wir uns nur kurz berieseln lassen ...

bevor wir uns erneut mit den Fahrrädern zum Pariser Stadtrand bewegt haben um diesmal das Ufer der Marne zu erkunden.
Porte de Plaisance in Nogent sur Marne
Das mit dem Radfahren in Paris Umgebung ist so eine Sache. Zwar wirbt die Region mit einem weitreichenden Radrouten- und Radwegenetz und es gibt sogar sowas wie eine Carte des pistes cyclables - aber parfois ist es schon ein wenig frustrierend wenn Radwege plötzlich in the middle of nowhere enden, wenn es grundsätzlich keine Wegweiser gibt, wenn der Radweg auf der offiziellen Karte am linken Ufer der Marne eingezeichnet ist aber dort nur als Einbahn geführt wird und man natürlich erst recht auf der anderen Seite fahren muss...
So waren wir bereits ermüdende 2 Stunden im Stadt- und Vorstadtgewühl unterwegs bis wir endlich so richtig im Grünen gelandet sind... Aber der Weg hat sich gelohnt - wir haben ein kleines Freizeitparadies entdeckt, wo auch AnfängerInnen Kanu, Ruder- oder sonstige Boote ausborgen können oder Surfen lernen können...

Base de Loisiers Torcy (Seine-et-Marne)

Und auch kulturell hat das Flussufer der Marne einiges zu bieten.
Das gleich jenseits des Bois de Vincennes - und also grade mal außerhalb der Pariser Stadtgrenze - gelegene Nogent sur Marne ist durchaus ein Schmuckstückchen (siehe auch der Hafen oben)...
Pavillon Baltard in Nogent sur Marne
Und Noisiel ist überhaupt ein Eldorado für IndustrieromatikerInnen:
da gibt's nämlich die geheimnisvolle Chocolaterie des Herrn Manier - welche neben diversen von uns noch nicht entdeckten Gebäuden (derzeit sind dort Büros der Firma Nestlé untergebracht und man kann das Gelände leider nur zum Denkmalschutztag besuchen ...) auch eine ziemlich geniale Kakao-Mühle aufweist...
Besonders genial ist aber die eigentliche chocolaterie - die schon bald nach der Errichtung 1902 "La Cathédrale" genannt wurde
Auf jeden Fall schon mal ein Pflichtprogramm für die nächsten Journées du Patrimoine in Frankreich- die wir wie alle regelmäßigen Ereignisse im Jahreskreis in Bälde auch wieder erleben dürfen...


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