14 avril 2013 7 14 /04 /avril /2013 07:30

Théâtre de la Ville ruft derzeit in hoher Frequenz. Mein Abonnement ist wohl etwas statistisch ungleich verteilt über die Saison. Von den 3 gesehenen Stücken nenne ich "Brilliant Corners" von Emanuel Gat als erstes. Weil dieses Stück mich von der ersten bis zur letzten Sekunde gepackt hat, Tänzer, Choreographie und Musik bildeten ein Spektakel der besonderen Art. Kleiner Patriotismus am Rande - mit Andrea Hackl gibt es ein österreichisches Mitglied der Compagnie Emmanuel Gat Dance. In dem Stück waren alle Tänzer großartig, die drei Frauen in der Gruppe haben aus meiner Sicht aber ein besonderes Element beigetragen.

Die Italienerin Ambra Senatore hat mit "A Posto" ein Stück auf die Bühne gebracht, das mir unter die Haut gegangen ist, weil es nach und nach die äußere sichtbare idyllische Schicht und Hülle gelüftet hat. Und Einblick in gerne Verdecktes gewährte. Blessuren kamen nach und nach zum Vorschein. Das Schöne wurde zunehmen verzerrt. Die 3 Tänzerinnen verkörperten diesen Verfall in einer sehr feinen, subtilen Art. Dazu kamen noch sehr interessante Spielarten mit einer zeitlich und räumlich versetzten Darstellung. Am hinteren Bühenrand gießt etwa die eine Tee ein. Auf dem vorderen Bühnenrand hält die andere die Tasse hin. Der blutrote Karkade ergießt sich auf den weissen Bühnenboden. Hat mir gefallen!

Mathilde Monniers "Twin paradox" ist eine etwas sprödere Création, die mich aber auch nicht indifferent gelassen hat. 5 Duos in der Gruppe. Zweisamkeit in verschiedenen Spielarten. Eng aneinanderklebend, Bewegungen und Impulse in die Bewegung des anderen übertragen, Hand in Hand von Glückseligkeit bis zur Unerträglichkeit. Von Umarmung bis Umklammerung. Synchrone Bewegungen und Konfrontation. 

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Published by Jutta - dans parisplages
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