20 mai 2014 2 20 /05 /mai /2014 15:34

Da ging ich meiner Lieblingsbeschäftigung dem Tanz nach - 3 tägiger Workshop mit Atsushi Takenouchi. Theme „Point zéro“.

 albatros point zero

Foto: Ghislaine Parent.

Hiroko Komiya sorgte für die musikalische Begleitung - ein Ausschnitt ihres Instrumentenuniversums habe ich fotografisch, leider nicht akustisch eingefangen.

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Am 3. und letzten Tag, während des Abschlusssolos zum Thema "mon point zéro - entre mon passé et mon futur" bin ich ungeschickt aufgetreten und habe mich am Knöchel verletzt. Das war gegen 18:30.

Meine Mittänzer haben die Ambulanz gerufen und überzeugen müssen, dass sie, ja, kommen müssen und, ja, es dringend ist. Die 45 – 60 minütige Wartezeit haben mir die Mittänzer mit Reikimassage, Hände auflegen und good energy senden verkürzt. Lili hatte sich bereit erklärt, mich zu begleiten, was einfach spitze war!

Die Reise ging zunächst nach Gambetta. Dort wurde im Eingangsbereich nur der Zipp von dem aufblasbaren Stabiliserungsding aufgemacht und konstatiert: Bruch, aber keine Behandlungsmöglichkeit Sonntag abend.

Weiter ging die Fahrt nach St. Ambroise. Wo die optische Diagnose röntgentechnisch untermauert und verfeinert wurde: Gebrochen, muss operiert werden, weil die Knochen zu weit verschoben sind. Das aufblasbare Stabilisierungsdingens wurde mit einem Gips ersetzt. Es war dort jedoch kein Operationsplatz verfügbar.

Also wurde herumtelefoniert und in der Clinique Floréal in Bagnolet ein Platz gefunden. Dort war ich dann zwischen 2h und 3h früh in einem Zweibettzimmer.

Am nächsten Morgen wurde ich mit Papierkram vor der Operation geweckt. Dann trabte der Anästhesist an und erklärte mir, dass er versuchen wird, nur das rechte Bein einzuschläfern. Kurz vor 13h begannen dann die Vorbereitungen. Und das mit einem Bein einschläfern hat nicht so geklappt wie sich das der Hr. Doktor vorgestellt hat. Also hat er mit Morphium in den Rücken beide Beine eingeschläfert. Der Erstversuch war aber effektvoller als Gedacht: Bein links war nach 3 – 4 Stunden wieder fühlbar. Bein rechts erst im Laufe des nächsten Vormittags. Vielleicht eh besser wenn man nichts spürt.

Zwischen Tränen, kann eh nichts ändern, wird die Chirurgin Frau Dr. Lacoste ihren Job gut machen?, werde ich wieder tanzen können? schweiften meine Gedanken während der 1 stündigen Operation hin und her, hinter einer blauen Decke von Einblicken auf das Operationsgeschehen verbannt.

Vorher:

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Nachher:

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Im Aufwachzimmer bewunderte ich den blauen Himmel und döste ein wenig, ehe es wieder ins Zimmer retour ging.

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Heute vormittag wurde ein Kontrollröntgen vorgenommen und bestätigt, dass ich nach Hause kann. Wieder viel Papierkram und Dingens.

Laurence kam zum Glück mich abholen und stellte die richtigen Fragen und gab mir Tipps (wie zum Beispiel gehe in Gedanken eine bestimmte Wegstrecke ab - das wird dir später helfen, rasch wieder die Mobilität zurückzugewinnen, weil durch diese Vorstellung die Muskel selbst in den Gips verbannt ein wenig mobilisiert werden) und stellte sicher, dass alle Unterlagen da waren, die so notwendig sind. Steilerweise hat man mich ohne Krücken entlassen. Also humpelte ich da auf Laurence gestützt durch die Gegend. Der erste Weg des Taxis führte uns zur Apotheke, um die Verschreibung für Krücken einzulösen. Und um Medikamente zu holen. Dann ging es in die Chazelles.

6 Wochen Gips.

Zunächst 3 Wochen Krankenstand.

Zeit nachzudenken.

 

Zeit über „point zéro“ zu reflektieren und innezuhalten und mich neuen Dingen zu öffnen.

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Published by Jutta - dans parisplages
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commentaires

Michi 25/05/2014 19:42


Fr Dr. Lacoste -na hoffentlich hat sie dir kein Krokodil eingeschaubt... harr harr