22 juillet 2007 7 22 /07 /juillet /2007 18:19

Nach den ganzen Austern, Hummern, Langusten, Filets, Lammkäulchen und Fischfilets ist es mindestens einmal im Jahr Zeit der Österreichischen Küche zu frönen....

HEUTE: MARILLENKNÖDEL


Man nehme saftige, große Marillen frisch vom Mark, Eier, ein bisschen Mehl und Topfen... uva. Semmelbrösel für goldig saftig geröstete "Knedlbresln"..
Man findet in Frankreich zwar Marillen, Eier und Mehl... der Quark = Fromage Blanc ist aber ein rechter Topfen -  und Semmelbrösel hab ich maximal als Importware in der Großküche der österreichischen Botschaft beim Schnitzelalarm zum Nationalfeiertag gesehen...

Was also tun... Topfen ist Topfen und die alten, harten Baguettes gehören einer sinnvollen Verwendung zugeführt...

Nach Vollendung der wesentlichsten Vorbereitungen und Bereitstellung allerfeinster Baguettebrösel geht's mit dem Haupttask weiter - dem Teig, dem gefürchteten Wesen...

 
 Der hiesige Topfen ähnelt eher unserem Sauerrahm und ist in rohem Zustand verdächtig geschmacklos vor allem zeichnet er sich aber durch seinen weichen bis flüssigen Aggregatszustand aus (ob des a Toag wird???)


Eier - gibts auch hier in Bioversion... - dazu


Dann mit Mehl verfeinern... dass das Mehl schon "flüssig" bezeichnet ist hätte zu diesem Zeitpunkt bereits als Omen gewertet werden können ... oba des geht scho...


Dass der Teig mit dem Mixer eine dermaßen enge Verbindung eingeht würde doch dafür sprechen dass er das auch mit den Marillen vorhat - die Knödel könnten gelingen..

Doch leider - eine Marillen-Teig-Symbiose will partout nicht gelingen - wie der Ring des Saturn schwebt der Teig weit vom Obst entfernt im Orbit .. und das schon außerhalb des Kochtopfs...

DES WIRD NIX... SCH.....

Doch die Österreichische Küche ist zwar weniger distinguiert als die französische dafür aber wesentliche flexibler...

Man probiert 's halt mal mit Topfennockerln

doch die Dominanz des Mehls ist unüberwindbar...

Her mit den alten Käseresten (des Tomme de Savoie - zwar kein Vorarlberger Bergkchäs aber der kommt auch aus den Alpen...) - aufgeschnitten und gebrutzelt wird der Zwiebel...

und im  Nu werden aus Marillenknödel - Kässpätzle...

und mit einem kühlen Bierchen dazu (raschest bei Miranda geholt) schmecken die Topfenspätzle mit Franzosenkäse gar nicht mal soooo schlecht.
MAHLZEIT!

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Published by Michi - dans parisplages
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