29 mars 2007 4 29 /03 /mars /2007 18:25

Da wir schon aufgefordert wurden endlich wieder was zu schreiben (wenngleich nicht von der werten LeserInnenschaft sondern vom Blog-Site-Betreiber) raffen wir uns nun eben auf und versuchen die Highlights unseres Korsika-Aufenthalts für euch zusammenzufassen.

Vorab: alle die mehr an Bildhaftem interessiert sind sollten sich UNBEDINGT das Foto-Album zu Korsika ansehen, denn das ist doch beschaulicher als das Prosaische...:

Allen die ein Reiseziel suchen sei gesagt - Korsika hat ALLES: tolle Berge, grandiose Strände, blitzblaues Meer, freundliche Menschen (auch wenn sie untereinander doch eher blutiger Rache frönen), gutes Essen (dieser Käse) und einen Wein der an den besten Zweigelt oder St. Laurent heranreicht - und normalerweise auch viel Sonne.
Wer sich jetzt wirklich zu interessieren beginnt sei allerdings gewarnt: in der Saison (va. Juni-Sept.) ist es dort wahrscheinlich unerträglich...

Wir waren ja nicht in der Vorsaison sondern absolut hors saison unterwegs und das ergab zwar so manche Schwierigkeit aber hat sich letztendlich doch als hervorragende Jahreszeit erwiesen.
Klar, man muss flexibel sein was die Wahl des nächsten aufzusuchenden Orts für eine Nächtigung betrifft (denn offene Hotels - von Berghütten ganz zu schweigen - finden sich nur spärlich) - andererseits muss man eher unflexibel mit jenem einzigen (sofern vorhandenen) Restaurant im Ort auskommen, das auch außerhalb der Saison (Beginn der Vorsaison ab April) abends geöffnet hat...; und natürlich muss man im März damit rechnen auf den über 100 Zweitausendern der Insel auf Schnee zu treffen (wenns dann noch einen späten Wintereinbruch gibt hat man eben auch auf 300 hm gefrorenes Weiß)...

Beweisfoto

Aber: man sieht eine Insel wie sie sich frei von Tourismus wirklich gibt -nämlich menschenleer vor allem in den Bergen und niemand verstellt einem die Aussicht. Ob die Korsen auch später noch so absolut gastfreundlich und hilfsbereit und gesprächig und unkompliziert sind wissen wir nicht, wollen das aber mal behaupten.

Etwas befremdend wirken zum Teil ja die korsischen Männer (Frauen sieht man recht wenige oder sie fallen nicht besonders auf auf der Straße oder in den nun wirklich (fast) überall verfügbaren "Bar-Tabac"s)...
Aus uns bislang noch unerfindlichen Gründen ist der korsische Wildschwein-Jäger vom klassischen Jägergrün auf Tarnfarben umgestiegen und so hat man - ob in hinterstem Bergdorf oder in der Hauptstadt - immer ein wenig das Gefühl in einem militärischen Sperrgebiet zu wandeln. Ob 5jähriges Mädel (in Kombi mit rosa Weste und Schühchen) oder pubertierender Teenie, ob resche Dame oder knorriger Alter - alle tragen Tarnfarben und Militärkleidung, möglicherweise für den Fall dass ein allüberall gegenwärtiges Wildschwein erlauert und erlegt werden will.

Der Korse in seinem natürlichen Lebensraum

Freilich ist in diesem Umfeld auch wenig erstaunlich, dass die Blutrache wirklich noch fröhliche Urständ feiert...

"Blut - nicht berühren!"
so gesehen auf einer Straße in Corte - der geheimen Haupt- und offiziellen Universitätsstadt der Korsen

Und so nebenbei ist der Korse natürlich auch noch ein wenig franzosenfeindlich und strebt - wie allgemein bekannt - seit Jahrzehnten seine Unabhängigkeit an - was zu dem einen oder anderen Bombenanschlag oder sonstigen Ausschreitungen geführt hat, was sich aber vor allem in Nationalstolz am Auto (natürlich Allrad) zu erkennen gibt.

Straßen- und Verkehrsschilder werden grundsätzlich als Zielscheiben verwendet - vom Korsischen (ja es gibt auch eine eigene Sprache!) abweichende Ortsnamen werden häufig übermalt .. (wer hat je Ajaccio erwähnt????)

Grundsätzlich aber ist der Korse - und das kann nicht oft genug erwähnt werden - ein ausgesprochen freundlicher und friedliebender Mensch... er teilt die öffentlichen Straßen mit allen Geschöpfen dieser Erde und weicht auch in der Kurve vor auf der Innenspur liegenden und wiederkäuenden Kühen, Ziegen oder Hausschweinen aus... - und hat auch nichts gegen herumstreunende Hunde in der Kirche...

         

 

 

 

 

 

 

 

Wir hatten unseren Urlaub eigentlich dem Bergsport gewidmet. Saison und Wetter haben uns da teilweise einen Strich durch die Rechnung gemacht und so konnten wir die Zeit nutzen und mit unserem Mietwagen auch entlegenste Dörfer und entfernteste prähistorische Sites und sogar Museen zu besichtigen. Das alles zusammen rundet natürlich einen wunderschönen, traumhaften, einzigartigen, famosen,.... und leider schon wieder Vergangenheit seienden .... Urlaub ab...

Hier ein paar Impressionen von der Île de Beauté:

Touristin ca 2000 n. Chr.

prähistorische Stele ca. 2000 v. Chr.

die kleinen Häuschen am Balkon erweisen sich als hygienische Zubauten (WCs)

   Jedem Ort sein Kriegerdenkmal

und jeder Kirche ihre Marienstatue

Nuit bleue statt Nuit blanche (unglaublich blaue Nächte - kein Trick!)

  Bizarre Berglandschaften

und atemberaubende Ausblicke

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Wer mehr sehen will - hier gibts: Juttas Fotogalerie im Web
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  und dann auch noch gepflegte Biere .....                                    

zum Abschied... :-((

 

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Published by Michi - dans parisplages
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