18 janvier 2015 7 18 /01 /janvier /2015 20:15

und das in meinem Alter! Aber in dem Fall handelt es sich nicht um ein mir die Nächte um die Ohren hauen im Taumel eines zweiten oder dritten Frühlings. Das Thema Durchmachen oder Schlaflosigkeit fand sich im Titel und Inhalt der beiden Stücke wieder, die ich an diesem Wochenende gesehen habe. Es waren noch dazu Nachmittagstvorstellungen.

"Nuit Blanche à Ougadougou" des aus Burkina Faso stammenden Tänzers und Choreographs Aimé Coulibaly. Die Namensgleichheit mit dem Dschihadisten im Hyper Cacher hat nichts zu bedeuten, fügte aber noch einen weiteren Aspekt zu dem ohnehin schon recht politischen und macht-sozialkritischen Tanztheaters hinzu. Und wurde in Interviews von Aimé Coulibaly selber angesprochen.

Nette Begleiterscheinung war die Entdeckung des Theaters "Le Tarmac" bei Gambetta. Hab mich gleich wohl gefühlt auf der "Scène internationale francophone", und das Quartier um Gambetta hat sowieso ein sympathisches Flair.

Danke an Hanna, die mir mit ihrem Mail den Kick gegeben hat mir das Stück anzusehen.

Noch dazu hat mir das Theater zu meiner Ausgabe von Charlie Hebdo vom 14.01.2015 verholfen. Der Run auf die Zeitungskioske war derart enorm nach dem Anschlag in der Zeitungsredaktion, Sie affichierten nur noch "Rupture de Stock". Ich habe mich beim Zeitungstandler unweit von mir schließelich auf eine Warteliste setzen lassen, in der Hoffnung am 20. Jänner die Exemplare zu bekommen. Die Rekordauflage von 7 Millionen (im Vergleich zu den üblichen 40.000 - 60.000), sogar in andere Sprachen übersetzt, ist bemerkenswert. Ob sie die Zeitung aus der finanziellen Krise retten kann sei dahingestellt.

"Nuits Blanches", nach dem Text "Sommeil" von Haruki Murakami, im Théâtre de l'Oeuvre. Nathalie Richard hat das Einpersonenstück ausgezeichnet gespielt. Ich fand Murakamis schlichten und gleichzeitig ausdrucksstarken Stil gut umgesetzt.

Der Besuch im Théâtre de l'Oeuvre war für mich ebenfalls eine Premiere. Ich kannte das Theater, das sich in einem Innenhof in der Rue de Clichy befindet, von außen. Nun kenne ich den Charme dieses Pariser Theaters auch von innen.

Danke an Laurence, die mir den gemeinsamen Theaterbesuch vorgeschlagen hat. Noch dazu haben wir Laurences Freunde Michel und ??? (leider ist mir ihr Name entfallen) dort getroffen, die ich schon von der Maison de la Culture Du Japon kenne.

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Published by Jutta - dans parisplages
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